Erfahrungen mit Wasser-Alkohol-Behandlung bei harten Flügelhammerköpfen?

  • Ersteller Ersteller rpict
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  • #21
Aber leider auf dem europäischen Markt nicht relevant.
Soweit ich weiß, gibt es hier keine Händler dafür. Allerdings könnte man als Händler welche bestellen. Bei Piano Disc. Aber momentan macht das garantiert niemand. Die Händler werden ja nicht mal ihr eigenes Zeug los.

 

  • #22
Die aktuellen Mason&Hamlins kenne ich gar nicht. Ein BB von 1999 war sehr gut, mein eigener AA von 1906 ist es auch.
 
  • #23
Habe das zum Thema auf ptg.org gefunden:

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(Wodka= 40/60 Alkohol-Wassergemisch, Sorte=Geschmack=nebensächlich)

I particularly like using a drop or two of vodka in the top octave, where the felt is thin and usually rock hard from juicing. It can temper that knife-edged hard as nails sound without harming the thin felt and without removing the focus and general brightness in the tone.

Das Wasser quillt den Filz auf, der Alkohol löst die Oberflächenspannung, so dass das Wasser eindringen kann.
Beides verdunstet nachher.
Klingt plausibel, oder ist das zu schön, um wahr zu sein?
 

  • #24
Klingt plausibel, oder ist das zu schön, um wahr zu sein?

Ist plausibel und die 40% Alkohol im Vodka zerstören auch nicht das Lanolin.

Ich glaube dennoch (Aber wie jeder weiß, bin ich kein Klavierbauer), dass man mit Nadeln ein deutlich besseres Gespür für die Substanz, Struktur und Dichte eines Hammerkopfes entwickeln kann und das konsistent bei jedem Klavier, das man bearbeitet, anwenden kann.

Ich zweifle daran, dass die Vodka-Methode so nachhaltig ist wie ein wirklich gut durchgearbeiteter Hammerkopf, der dann über Monate bis Jahre seine Elastizität behält und dann nur noch regelmäßig gewartet werden muss. Allerdings trauen sich die wenigsten, die Nadeln wirklich so tief zu stechen, wie es notwendig ist. Ein namhafter Steinway*-Techniker hat mal beklagt, "dass man heute nur an der Oberfläche sticht und das Ergebnis dadurch auch nur oberflächlich und nicht nachhaltig ist."

Mit sind auch Zweifel gekommen, ob mein aktueller Techniker wirklich die beste Wahl war, weil er so massiv die Hammerköpfe bearbeitet hat, dass ich wirklich Angst bekam und kurz davor war laut "Stop!" zu rufen.

Es hat sich aber gelohnt, denn dieser Stechvorgang war im Dezember 2020 und seitdem hat der alte B nur noch Routinewartung bekommen, also leicht abgezogen, einige Töne nachgestochen und una corda separat abgeglichen. Ich glaube nicht, dass die Vodka-Methode derartig nachhaltig ist.
 
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  • #25
Auf jeden Fall kann diese Behandlung — bei den meisten Mitmenschen — einem älteren, muffig-verstaubten Instrument mit schrillen Klangnoten durch diese "Aromatisierung" auf einer ganz anderen Ebene der Wahrnehmung zu mehr Sympathie und Akzeptanz verhelfen.
 
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  • #26
Auf jeden Fall kann diese Behandlung — bei den meisten Mitmenschen — einem älteren, muffig-verstaubten Instrument mit schrillen Klangnoten diese "Aromatisierung" auf einer ganz anderen Ebene der Wahrnehmung zu mehr Sympathie und Akzeptanz verhelfen.
Der Genießer kann dann nach Geschmack auch Gin, Rum oder einen hellen Whisk(e)y verwenden.
 
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  • #27
Der Genießer kann dann nach Geschmack auch Gin, Rum oder einen hellen Whisk(e)y verwenden.
Ich weiß, dass das als Witz gemeint ist, aber trotzdem: Nein, denn in denen sind mehr Inhaltsstoffe, die dann im Hammer bleiben. Den Zucker vom Rum will ich dort nicht.

Ideal ist eine Mischung aus Ethanol und destilliertem Wasser. Vodka kommt dem am nächsten.
 
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  • #28
Ich habe mir einen Hammerkopf mit direktem Wasser versaut und nur mühsam mit abziehen und tränken wieder hingebogen. Also: Vorsicht! Ob Alkohol etwas daran ändert, weiß ich nicht. Vermutlich müsste der Wassergehalt entsprechend niedrig sein. Alkohol also als "Verdünner" -- wie bei zu starkem Tee ;-)
Dampf ist ok und bei den Amis völlig gängig.
 
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  • #30
Ich hatte mir einen Wolf gestochen und dachte dann: "kann nicht schaden, trocknet ja wieder...".
Aber nach dem Trocknen blieb der Filz "kuschelig weich". :005:
Nun habe ich auch Naturfilz-Hämmer. Vielleicht verhält sich das bei Standardfilz etwas anders.
 
  • #32
nö. Leidenschaftlicher Selbermacher in allen Bereichen.
 
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  • #36
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