Erfahrungen mit Wasser-Alkohol-Behandlung bei harten Flügelhammerköpfen?

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Die Hammerköpfe meines Flügels sind in die Jahre gekommen. Micha hatte vor 15 Jahren die Köpfe neugerichtet und intoniert, aber mittlerweile sind sie besonders im Diskant hart und der Klang entsprechend "brilliant". Mein Klavierstimmer sticht die Hämmer zwar regelmässig, aber die Wirkung hält leider nicht lange an. Ich werd wohl nicht darumkommen, mich mit der Anschaffung neuer Hammerköpfe zu beschäftigen.
Nun habe ich gelesen, dass mit einer Wasser-Alkohol-Behandlung die Köpfe weicher werden und der Ton entsprechend weniger scharf ist.
Sowas könnte ich mir als Übergangslösung vorstellen.

Frage: Kennt sich da jemand aus, hat das jemand schon gemacht?

-rpict
 

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Jemand,der sich das Zeugs nicht nur in seine Birne gekippt hat?
 
Nach der intensiven Wasser-Alkohol-Behandlung sind die Hammerköpfe nunmehr bereit für eine Sekundenkleberversiegelung.

CW
 
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Frage: Kennt sich da jemand aus, hat das jemand schon gemacht?
Die Amis machen so etwas ganz gerne mal. Aber die machen auch noch ganz andere Sachen. Z.B. Hammer mit Rohrzange quetschen. Mit nassem Lappen und Bügeleisen drüber gehen. Mit Wasserdampf bearbeiten. Mit Weichspüler behandeln. Auf Youtube oder sonst wo im Netz findest du bestimmt entsprechende Videos.
 
Die Amis machen so etwas ganz gerne mal. Aber die machen auch noch ganz andere Sachen. Z.B. Hammer mit Rohrzange quetschen. Mit nassem Lappen und Bügeleisen drüber gehen. Mit Wasserdampf bearbeiten. Mit Weichspüler behandeln. Auf Youtube oder sonst wo im Netz findest du bestimmt entsprechende Videos.

Bei Steinway* gehört es zum Standardprotokoll bei der Vorbereitung von Flügeln, dass da massig Lack reingekippt wird, "to give it a foundation".
 
  • #10
Bei Steinway gehört es zum Standardprotokoll bei der Vorbereitung von Flügeln, dass da massig Lack reingekippt wird
vermutlich können die in USA keinen Hammerkopffilz mit genügend Vorspannung produzieren.
 
  • #11
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  • #12
vermutlich können die in USA keinen Hammerkopffilz mit genügend Vorspannung produzieren.

Das hindert amerikanische Techniker nicht daran, jeden erdenklichen Hammerkopf mit Lack zu tränken, weil, wenn's Steinway* so macht, dann muss das ja richtig sein. Und wenn er dann zu hart ist, dann nimmt man halt einen chemischen Weichmacher.

Kennst Du das Buch "Grand Obsession"?
 
  • #13
"Grand Obsession" ist völlig unerträglich. Geschrieben von einer hysterischen Nervensäge, die noch nicht mal vernünftig spielen kann.
 
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  • #14
Ach ja, die amerikanischen Nichtskönner... Mason&Hamlin klingen rein zufällig so herausragend...
 
  • #15
Die Amis sind nicht alle Nichtskönner. Aber nicht jeder dort hat eine Ausbildung oder die Prüfung zum RPT. Das ist hier schon anders. Außerdem sind die halt experimentierfreudiger. Wäre ja auch schön, eine Abkürzung für das elendige Stechen zu haben.

Wenn man in Internetforen so schaut, dann findet man in den USA wirkliche Spezialisten, die genau wissen was sie tun. Allerdings auch viele Aussagen oder Fragen von Leuten, bei denen man schon anhand der Fragen erkennen kann, dass da nicht so viel hinter ist.

Die meisten Ideen zum Intonieren aus den USA haben hier jedenfalls nicht Fuß fassen können.
 
  • #16
Immerhin sind die Hammerfilze des Threaderstellers so hart geworden, dass er ja einen Versuch riskieren könnte. Frei nach dem Motto: "Was soll passieren, kaputt ist es ja schon …"
 
  • #17
Immerhin sind die Hammerfilze des Threaderstellers so hart geworden, dass er ja einen Versuch riskieren könnte. Frei nach dem Motto: "Was soll passieren, kaputt ist es ja schon …"


Nun gut, hier wurden die Hammerköpfe mit Nagellack behandelt... :005:
 
  • #18
Farbe?
 
  • #19
Klarlack, dazu gezielte Verstimmung.
In diesem Video schreibt der mittlerweile verstorbene Interpret, Mike Thomson, in einem Kommentar:

I had applied clear nail varnish to the striking surface of the hammers. I probably should have diluted it a little bit first, however. This is irreversible! I also detuned the piano by VERY slightly tightening one string of each trichord or bichord. You just need a slight twang. Tightening works better than slackening, because in time that note is likely to become less rather than more de-tuned, and it is an advantage to have variability from note to note of the degree of mistuning.
 
  • #20
... Mason&Hamlin klingen rein zufällig so herausragend...
Die Instrumente würden mich brennend interessieren.
Habe einige Aufnahmen gehört, auf denen mir die gefallen haben, weit besser als diese steinigen Wege.
Aber leider auf dem europäischen Markt nicht relevant.
:015:
 
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