Entscheidungshilfe Kauf Klavier ode Digi für Wiedereinsteigerin

  • Ersteller des Themas Irene85
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Irene85

Irene85

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Hallo,

ich habe vor ca. 15 Jahren dem Klavierunterricht (8 Jahre, mittelmäßiges Können) den Rücken zugekehrt. Anschließen hab ich nur sporadisch auf einem Keyboard geklimpert und ich fürchte dass ich all mein Können mittlerweile verlernt habe...
Jetzt wohne ich in einem Haus und ich habe wieder den notwendigen Platz und auch wieder etwas Lust Klavier zu spielen.
Jetzt stellt sich für mich die Frage, was wohl das passende Instrument für mich wäre. Ich schwanke zwischen einem Digitalpiano und einem Klavier. Von den Digitalpianos habe ich das Kawai CA-58 und das Yamaha CLP 645 ausprobiert. Das Kawai CA-58 hat mir im Vergleich besser gefallen.
Danach habe ich auch ein Klavier (Kawai K-200) probiert und der Klang und das Spielgefühl ist doch ganz anders und schöner als ein Digitalpiano.
Natürlich ist auch der Preis ausschlaggebend. Ich habe Angst, dass ich mir jetzt ein Klavier kaufe, ich nicht regelmäßig übe und mir die Lust vergeht.
Andererseits ist eine Digitalpiano natürlich günstiger, aber der Klang und das Spielgefühl nicht schlecht aber etwas anderes. Und vielleicht mag ich dann bald nicht mehr mit dem digitalem Spielen, weil mir das Klaviergefühl abgeht.

Könnte ihr mir bei der Entscheidungsfindung helfen?
LG Irene
 
MicAA

MicAA

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In dem Fall würde ich erst einmal eines mieten bzw. mit Mietkauf-Option am Ende einer bestimmten Mietdauer. Dann bist du auf der sicheren Seite. Ich würde auch direkt zu einem akustischen Klavier gereifen, vor allem mit deiner bereits vorhandenen Erfahrung und da du weder Platz- noch Lautstärke-Probleme zu haben scheinst.

Egal ob Klavier oder E-Piano, generell gilt meiner Erfahrung nach: Je teurer desto höher ist auch der Verlust bei einem Verkauf. Da nehmen sich beide Arten wohl nicht sehr viel.
 
Ellizza

Ellizza

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Wenn das Haus nicht nur vorübergehend geplant ist, spricht doch nichts gegen die Anschaffung eines Klaviers.

Digitalpianos kauft man, wenn man auch sehr leise üben muss, und /oder der Geldbeutel sehr schmal ist.
 
Shigeru

Shigeru

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Langfristig denken und das Klavier nehmen würde ich sagen
 
FünfTon

FünfTon

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Natürlich ist auch der Preis ausschlaggebend. Ich habe Angst, dass ich mir jetzt ein Klavier kaufe, ich nicht regelmäßig übe und mir die Lust vergeht.
Dann ist die Entscheidung noch nicht richtig gereift. Digitalpianos sind da eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, erstmal die eigenen Ambitionen zu testen. Ich bin sogar noch eine Preisstufe unter deiner Planung einstiegen (nämlich bei 700 €) und mir nach über vier Jahren nun absolut sicher, wohin die Reise geht (jenseits der 9.000 €*).

Mieten ist natürlich auch eine Option, allerdings sind Mietkaufverträge meist auf maximal ein Jahr angelegt.

*) Was nicht bedeutet, daß man sich das Ganze samt Haus dazu auch leisten kann. :lol:
 
K

Klaus6

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Für den Fall, dass dir die Lust wieder vergehen sollte, ist die Differenz zwischen Ankaufspreis und Verkaufspreis entscheidend, und die ist beim akustischen Klavier oft geringer als bei digitalen Instrumenten. Auch im Vergleich zum Mietkauf wirst du da günstiger weggekommen, wenngleich es im Verkaufsfall natürlich mehr Organisation erfordert.

Ich habe lange auf digitalen Instrumenten gespielt. Ich finde sie gut als "Zweitinstrument", z.B. um auch nachts zu üben, aber mir würde auf Dauer der Spass an der Musik vergehen wenn das meine einzige Möglichkeit wäre.

Ich würde mir ein akustisches Mittelklasseklavier kaufen von einem renommierten Hersteller kaufen, nach Möglichkeit mit mindestens 115-120cm Höhe. Ab ca. 5000-6000 Euro bekommt man was vernünftiges. Kawai ist sicher ein guter Hersteller, aber da würde ich dann wenigstens noch ein bisschen mehr ausgeben und das K300 statt dem K200 nehmen. Wenn man sich was richtig schönes kaufen will an dem man den Rest seines Lebens Freude hat, sollte man allerdings lieber nochmal 10.000 Euro mehr drauflegen. Auch wenn die Kästen eines Kawai Klaviers genau so glänzen wie die eines Bechstein oder Grotrian Klaviers, so ist der Unterschied in Klang und Spielgefühl doch erheblich (und ich sage das als Besitzer eines Kawai K500).
 
Barratt

Barratt

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ich habe vor ca. 15 Jahren dem Klavierunterricht (8 Jahre, mittelmäßiges Können) den Rücken zugekehrt. Anschließen hab ich nur sporadisch auf einem Keyboard geklimpert und ich fürchte dass ich all mein Können mittlerweile verlernt habe...
Falls die "85" Dein Geburtsjahrgang ist, brauchst Du dir keine Sorgen zu machen. Das wird rasch alles zurückkommen. :super:


Ich schwanke zwischen einem Digitalpiano und einem Klavier.
Und vielleicht mag ich dann bald nicht mehr mit dem digitalem Spielen, weil mir das Klaviergefühl abgeht.
Zwei Aspekte:

1. Das INSTRUMENT
Ein Digitalpiano als Alleininstrument (also nicht als zusätzliches Ausweichinstrument) ergibt Sinn, falls absehbar ist, dass Du regelmäßig Rücksicht auf andere Leute nehmen musst. Falls das nicht so ist, gibt es keinen musikalischen Grund für das Digi (ausgenommen vielleicht Geräte aus dem digitalen Highend-Bereich).
Ein Digi aus dem "durchschnittlichen Preissegment" lässt sich bespielen wie ein echtes Klavier, oft sogar komfortabler, weil die Flügel- und nicht die Klaviermechanik imitiert wird, aber ohne das Klaviergefühl. Es ist Elektronik, es sind digital aufgenommene Klänge.

2. Die KOSTEN
Es gibt sehr schöne gebrauchte Klaviere/Flügel für recht kleines Geld, vor allem, wenn man mit "unpopulärem" Äußeren (= nicht schwarzlackiert) leben kann. Wunderbar: Alles lässt sich reparieren, verändern etc., aber selbstverständlich arbeitet der Klavierbauer nicht für ein Vergelt´s Gott. Zu den Anschaffungskosten kommen die Transportkosten (je nach Abhol- und Liefersituation ~ 500 €) und die Wartungskosten (abhängig von der Spielbelastung und vom Raumklima ca. 100 € jährlich).

Kurz: Von den Kosten her kommst Du mit dem Digi günstiger weg. Mehr Freude macht das "echte". :-)
 
ehenkes

ehenkes

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Ich habe Angst, dass ich mir jetzt ein Klavier kaufe, ich nicht regelmäßig übe und mir die Lust vergeht.
Aufgrund dieser Möglichkeit des Aufhörens, denn man braucht mehrere Jahre, bis man Klavierspielen wirklich kann, gibt es diese Miet-Kauf-Angebote. Vielfach bricht man aber nach ein bis zwei Jahren ab, weil man einfach nicht zufrieden ist mit dem Vorwärtskommen. Dann ist der Kummer groß, und der schwarze Kasten steht unbeachtet herum und wird nicht mehr gestimmt. Schwieriges Thema, ähnlich wie Jojo-Effekt nach Diät oder Nicht-Nutzen von Fitness-Center-Verträgen.
 
J. S. Schwach

J. S. Schwach

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Mietkauf ist mehr eine psychologische Sache, ich bezweifle, dass die Mieten den Wertverlust unterschreiten.

Gestern habe ich mit dem Klavierstimmer über Verbesserungen gesprochen. Der meinte, bevor ich größere Investition tätige, müsse ich entscheiden, wo das Klavier in 10 Jahren sein soll.

Ich sehe die Problematik hier ähnlich. Die TE ist unsicher, weil sie nicht weiß, ob sie in 10 Jahren noch ein Klavier braucht und wenn ja welches.
Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen. Wenn ich mir unsicher bin, werde ich aber garantiert nicht viel Geld investieren. Beim Digi sind sowohl die Kosten als auch der Wertverlust überschaubar. Andererseits kriegt man alte Klaviere nachgeschmissen. Man muss eben beim Kauf genau hinschauen und damit leben, dass man ein suboptimales Instrument hat.
Wenn's nervt, holt man sich halt was Besseres.
 
K

Klaus6

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. Andererseits kriegt man alte Klaviere nachgeschmissen.
Hm, die nachgeschmissenen Klaviere sind aber in der Regel auch "unter aller Sau"; da würde ich dann lieber was digitales nehmen.

Meiner Erfahrung nach gibt es beim Gebrauchtmarkt für Klaviere nur wenig Schnäppchen. Gute Klaviere kosten gebraucht auch noch viel Geld. Ganz anders ist es bei Flügeln. Da kann man zum Teil richtig gute Instrumente für einen Bruchteil des Neupreises bekommen.
 

Riesenpraline

Riesenpraline

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Ich habe Angst, dass ich mir jetzt ein Klavier kaufe, ich nicht regelmäßig übe und mir die Lust vergeht.
Ich kenne deine finanzielle Situation nicht und weiß daher nicht, was für dich ein "großer" Verlust wäre.
Aber fang doch erstmal mit einem günstigen Roland FP-30 an.
Da wäre der Wertverlust bei Wiederverkauf sehr überschaubar.

Wenn dir das Klavierspielen auf dem Roland nach einem Jahr immer noch Spaß macht, kannst du dir immer noch ein akustisches zulegen.
 
Irene85

Irene85

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Danke für die vielen Ratschläge! Ich hab mich nun doch schneller entschieden als gedacht. :)
Ich werde ein altes, restauriertes Klavier von Förster aus den 30er Jahren kaufen. Der Verkäufer hat mir versichert, dass es ein Klavier von guter Qualität ist und dass ich damit noch mindestens 20 Jahre spielen kann. Ich freu mich darauf.
 
B

Bela

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Toll. Gute Entscheidung und gratulation zu dem Instrument.
Vlt kannst du paar Bilder reinstellen.

Beste Grüße
Bela
 
ehenkes

ehenkes

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Ich werde ein altes, restauriertes Klavier von Förster aus den 30er Jahren kaufen.
Ein echtes akustisches Klavier sticht die digitalen Plastikkisten bei Weitem aus. Dein Förster ist vielleicht ein richtiges Schätzchen, das auf dich gewartet hat.
Ganz viel Freude und Wohlklang wünsche ich Dir damit. :geschenk::drink:

Hier kannst du dich über August Förster und seine Firma informieren und dich bereits auf dein akustisches Klavier aus traditioneller deutscher Fertigung einstimmen. Halte uns bitte informiert.
 
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ehenkes

ehenkes

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Es gibt akustische Dinger, die sind ausgelutscht ..., da spiele ich dann lieber auf einem digitalen Piano.
Die Frage ist, was ausgetauscht wurde ...
altes, restauriertes Klavier von Förster aus den 30er Jahren
Was genau wurde ausgetauscht? Restauriert kann alles und (fast) nichts bedeuten. Hast du den genauen Typ und die Serien-Nr.?
 
 

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