Empfehlung für Aufnahme-Hard- und Software

C

chopinfan

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1. Nov. 2009
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Hallo ihr Lieben,

ich bin auf der Suche nach erschwinglicher, aber dennoch qualitativ guter/ausreichender Hardware (Mikrofone, Kamera) und Software (fürs Notebook; Komprimieren und Bearbeiten von Videos; Zusammenführen von Ton- und Videospur) für Klavieraufnahmen.

Ein weiteres Wunschkriterium ist die relativ leichte Verständlichkeit der Komponenten - d.h., man sollte die Teile auch als Normalo anwenden können, ohne mehrjährige Elektrotechnikausbildung.

Mir würde auch ein Link auf eine geeignete Website oder ein Tutorial sehr weiterhelfen. Am meisten jedoch Eure eigenen Erfahrungen.

Vielen Dank im Voraus :-).

LG
chopinfan
 
Meine aktuelle Variante ist ein Zoom H1N mit 5m USB Kabel , OTG Adapter direkt ans Handy... Ich habe kein Bock an schneiden und bearbeiten und nehm so einfach beides gleichzeitig auf dem Handy auf....

Mir reicht die Qualität (Ton ist bei mir deutlich besser als auf dem Handy.... liegt aber auch am Phone) da ich beides relativ unabhängig positionieren kann.

Kosten gute 100.- Euro (bei vorhandenem Android Phone)

Klangbeispiel hier:

 
Ich benutze zwei Behringer B5 Kleinmembranmikros, die ich mit einem Zoom auf SD-Karte aufnehme. Ich filme mit einer Handykamera und einer Digicam. Die Spuren der Behringer, die Spur des Zoom und die Kameraspuren füge ich in Davinci Resolve zusammen, dort kommen dann noch die Noten dazu.

Ohne die Kleinmembraner macht das Zoom alleine schon recht brauchbare Aufnahmen, allerdings in XY. Umgekehrt kann man mit den Kleinmembranern aufs Zoom verzichten, wenn man ein günstiges USB-Interface an einem Computer betreibt. Bei den Mikrofonen ist es eine Glaubensfrage, wieviel man ausgeben möchte, die B5 sind schon arg billig. Handystative müssen nicht viel tragen und sind günstig.

Das ist alles leicht aufzubauen. Resolve ist eine umfangreiche Filmbearbeitungssuite, in der man sich schon verlieren kann. Für meinen Arbeitsablauf benötige ich aber nur ein paar immer wiederkehrende Funktionen, die zu lernen dauerte nicht lang. Das Programm ist in der Basisversion kostenlos, und wenn man doch mal etwas Exotisches machen möchte, geht es wahrscheinlich damit.
 
Hmmm, ich bin ja totaler Anfänger in diesen Dingen. Deshalb verzeiht mir, falls meine Fragen anfangs noch etwas doof sind. Ich stelle sie hier trotzdem:

Ist es auch möglich, an ein leistungsfähiges Notebook zwei Mikrofone anzuschließen (evtl. per USB?) sowie eine Kamera, und anschließend am Notebook in einem Video-Ton-Aufnahmeprogramm auf "record" zu drücken, und beide Dinger (Mikros und Kamera) laufen los?

Ich benutze zwei Behringer B5 Kleinmembranmikros, die ich mit einem Zoom auf SD-Karte aufnehme.
Das mit der SD-Karte hört sich für mich ziemlich kompliziert an. Wie kriegst Du denn anschließend die Tondatei von der SD-Karte auf Deinen Rechner?

Die Spuren der Behringer, die Spur des Zoom und die Kameraspuren füge ich in Davinci Resolve zusammen,
D.h., die Behringer-Mikrofone nehmen Ton auf, Zoom aber zusätzlich auch noch? Hast Du dann am Ende zwei Tonspuren?

Und wie "kapiert" das Davinci Resolve-Programm, wie Ton und Bild zusammenpassen müssen (das muss doch auf die Millisekunde genau zusammenpassen, oder?).

Bei Gelegenheit werde ich mich in die ganze Sache mal einlesen. Ich finde die Thematik ganz reizvoll :-).
 
Hmmm, ich bin ja totaler Anfänger in diesen Dingen. Deshalb verzeiht mir, falls meine Fragen anfangs noch etwas doof sind. Ich stelle sie hier trotzdem:

Ist es auch möglich, an ein leistungsfähiges Notebook zwei Mikrofone anzuschließen (evtl. per USB?) sowie eine Kamera, und anschließend am Notebook in einem Video-Ton-Aufnahmeprogramm auf "record" zu drücken, und beide Dinger (Mikros und Kamera) laufen los?
Für die Mikros brauchst du genau dafür ein USB Audiointerface , ob es die Möglichkeit gibt eine Kamera da synchron zu starten, weiss vielleicht jemand anders...

Das mit der SD-Karte hört sich für mich ziemlich kompliziert an. Wie kriegst Du denn anschließend die Tondatei von der SD-Karte auf Deinen Rechner?

per USB anschliessen und rüberkopieren nehme ich an...

D.h., die Behringer-Mikrofone nehmen Ton auf, Zoom aber zusätzlich auch noch? Hast Du dann am Ende zwei Tonspuren?

Und wie "kapiert" das Davinci Resolve-Programm, wie Ton und Bild zusammenpassen müssen (das muss doch auf die Millisekunde genau zusammenpassen, oder?).

Genau aus dem Grunde nehme ich lieber direkt parallel übers Handy/Kamera mit angeschlossenem Zoom auf ( Hab hier aber auch ein Audiointerface, Kleinmembraner etc... aber das ganze Gebastel und synchronisieren find ICH persönlich total unattraktiv...)
Bei Gelegenheit werde ich mich in die ganze Sache mal einlesen. Ich finde die Thematik ganz reizvoll :-).
Wenn das so ist kannst du damit ein komplett neues Hobby neben der Musik anfangen bei Bedarf :blöd:
 
Wenn das so ist kannst du damit ein komplett neues Hobby neben der Musik anfangen bei Bedarf :blöd:
Oh ja, man muss echt aufpassen, da nicht im Kaninchenbau verloren zu gehen. So wie es mir ein bisschen ergangen ist. Glücklicherweise habe ich es mir verkneifen können, bei der Hardware hoch ins Regal zu greifen. Jetzt habe ich hier seit über einem Jahr zwei Behringer C-2, ein Focusrite Scarlett 2i2 USB Audiointerface, eine Fuji X-T3 und sämtliche Kabel und Stative dafür. Und noch keine einzige Aufnahme damit gemacht, da mir der Aufbau zu aufwendig ist, da ich ihn aus Platzgründen jeden Abend wegräumen müsste ... :blöd:
 

Ich würde sowas (oder ähnliches) empfehlen:


Das Teil nimmt Bild und Ton bereits synchron in guter Qualität auf. :011:
 
Cool, kannte ich noch nicht. Das Problem ist aber, dass für ein optimales Ergebnis die Mikros eine andere Position als die Kamera benötigen.
Ich pflanze die Mikros immer auf das Klavier und, wenn Zeit ist noch eins für den Raumklang in den Raum.
Andererseits ist das wohl eher ein persönliches Hobby. Meine Aufnahmen werden nur innerhalb der Familie auf Handys angeguckt und da dürfte das Zoom Q2n-4K normal gut ausreichen. Wichtig ist, das man beim Sound die Aufnahmeautomatik ausschalten kann, sonst ist es nix mit der Dynamik. Das sind 24 Bit Recorder schon deutlich hilfreich.
 
Ist es auch möglich, an ein leistungsfähiges Notebook zwei Mikrofone anzuschließen (evtl. per USB?) sowie eine Kamera, und anschließend am Notebook in einem Video-Ton-Aufnahmeprogramm auf "record" zu drücken, und beide Dinger (Mikros und Kamera) laufen los?
Ja, Mikros kann man beliebig viele an einem Notebook anschließen, vorausgesetzt, das USB-Interface verfügt über entsprechend viele Eingänge. Mit Kameras ist es ähnlich. Das alles synchron live aufzunehmen, ist allerdings ein bisschen umständlich und braucht auch Prozessorleistung. Manche Software kann das, z.b. OBS, ist aber Gefrickel.
Deshalb ist es für mich einfacher, jede Audio- und Videospur getrennt aufzunehmen und später am Computer gemütlich zusammenzufügen. In Resolve z.B. ist das ein Mausklick, das Programm analysiert die Spuren und legt sie perfekt übereinander. Dann muß auch kein Computer am Klavier stehen. Vor der Synchro braucht man keine Angst zu haben.

Das mit der SD-Karte hört sich für mich ziemlich kompliziert an. Wie kriegst Du denn anschließend die Tondatei von der SD-Karte auf Deinen Rechner?
Ich lege die SD vom Zoom (mit den Tonspuren) und die SD von der Digicam in einen USB-Kartenleser und verschiebe alles in einen Sammelordner auf meiner Computerfestplatte. Das Handy schließe ich ebenso an und hole mir die dort aufgenommene Videospur.

D.h., die Behringer-Mikrofone nehmen Ton auf, Zoom aber zusätzlich auch noch?
Ja, das ist aber eine Spielerei. Für einen guten direkten Stereoklang reichen zwei Mikros. Die zusätzliche Stereospur vom Zoom nehme ich etwas weiter weg vom Flügel auf und versuche, das als eine Art Raumklang hinzuzumischen. Sind also vier Tonspuren.

Und wie "kapiert" das Davinci Resolve-Programm, wie Ton und Bild zusammenpassen müssen (das muss doch auf die Millisekunde genau zusammenpassen, oder?)
Das ist eine eingebaute Funktion mancher dieser Suiten. Du markierst die zu synchronisierenden Spuren, das Programm schaut sich die Wellenformen an und legt alles fein übereinander. Händisch ist das aber auch kein Hexenwerk, z.B. mit Audacity, wie Demian bereits empfohlen hat. Da zoomt man ein bisschen ran und zieht die Wellenformen so übereinander, daß es paßt. Abweichungen im Millisekundenbereich sind unhörbar. Manchmal gibt es da Probleme, falls die Aufnahmegeräte in ihrer Aufzeichnungsart nicht ganz kompatibel sind, dann wird die Tonspur später wieder asynchron. Solche Automatiken wie bei Resolve gleichen das wiederum aus.

bei Gelegenheit werde ich mich in die ganze Sache mal einlesen. Ich finde die Thematik ganz reizvoll :-).
Es stimmt, man kann viel Zeit damit verbringen, die dann am Klavier fehlt. Für mich hat es ein bisschen gedauert, bis dieser Arbeitsablauf stand, jetzt muß ich aber kaum noch drüber nachdenken.
Wenn du mehr Kontrolle über das Endprodukt haben willst, ist so eine Lösung sicher sinnvoll. Wenn es dir aber reicht, einfach ein paar gute unkomplizierte Aufnahmen zu machen, dann finde ich die Vorschläge der anderen gut. In der Q-Reihe von Zoom (und sicher auch bei der Konkurrenz) gibt es mittlerweile ein paar coole Kombigeräte, das Q2, Q8 ... Damit müßte es flott gehen, ich kenne diese Geräte aber nicht.
Mit solchen Lösungen kriegst du zwar nicht den allerbesten Klang und das tollste Bild, aber du sparst viel Zeit und kannst dich mehr auf die eigentliche Musik konzentrieren.
 
Gute Frage. Ich bin zunächst für alle Vorschläge offen (gerne auch per PN) und sortiere erst dann aus, was für mich unrealistisch ist.

Ich benutze zwei Behringer B5 Kleinmembranmikros, die ich mit einem Zoom auf SD-Karte aufnehme.
Noch eine Frage: Was ist denn "ein Zoom"? Ist das eine Hard- oder Software?

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Mittlerweile ist mir aus Euren Beiträgen klar geworden, dass ich zwei Dateien erzeugen sollte, einmal eine Videodatei (in welchem Format eigentlich üblicherweise? MP4?) und zweitens eine oder mehrere Audiodateien (ogg- oder wav-Dateien?). Anschließend muss ich mir diese Dateien auf meinen Rechner ziehen.
Dann benötige ich ein Videobearbeitungsprogramm (z.B. Davinci Resove, Camtasia, ...), mit dem ich beides (Video- + Audiodateien) zusammenmische. Das sollte dann möglichst so passieren, dass alle Tonspuren synchron sind (scheint gut machbar zu sein) und die Videoaufnahme zum Ton passt, damit es nicht wie schlecht synchronisiert wirkt (ist Letzteres nicht ziemlich schwierig?).

Für die Mikrofone benötige ich außerdem noch einen Ständer, da der Flügel relativ hoch ist. Nach was sucht man denn da? Nach "Mikrofonständer" ?

Alternativen:

  • Eigentlich hatte ich an eine etwas einfachere Lösung gedacht, nämlich an eine Kamera mit einem oder mehreren externen Mikrofonanschlüssen. Dadurch würde beim Videoaufnehmen der Ton gleich dazugemischt werden und die Arbeit im Videobearbeitungsprogramm würde entfallen. Gibt es solche Kameras?
  • Alternativ überlege ich, ob es möglich ist, an das Notebook zwei Mikrofone sowie eine externe Kamera anzuschließen, und dann mit einem Videoprogramm (welchem?) ganz simpel eine MP4-Datei aufzunehmen, gleichzeitig mit Bild + Ton.
  • Die einfachste Möglichkeit scheint die Aufnahme per Handy (Video + Audio) mit z.B. dem Shure MV88+ Video Kit zu sein, aber ich würde das Handy gerne aus der ganzen Thematik ausklammern.
 
Zoom ist ein Hersteller für günstiges Audio-Equipment.
Die besseren Mikrofone haben einen XLR-Anschluss und benötigen Phantomspeisung (eine Spannung, die anliegt). Die lassen sich nicht direkt an eine Kamera anschliessen.
Ziemlich gut (und falls Gebrauchtkauf in Frage kommt auch günstig) ist folgendes Setup von Peter - falls Du eine "echte" Kamera willst:
Ich hatte zufällig die gleiche Kamera und habe mir dann auch die winzigen Mikros besorgt. (Die auch eine kleinere Phantomspeisung benötigen, also am Handy nicht funktionieren)
 
Zuletzt bearbeitet:
Unter Umständen wichtiger als die Hardware ist die Positionierung der Mikrofone. Da ist man mit einem Stereomikrofon und USB-Kabel recht eingeschränkt.
Da empfehlen sich dann eben Mikrofone mit XLR-Anschluss, weil man die damit verwendeten (symmetrisch beschalteten) Kabel in beliebigen Längen verwenden kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Einstieg und auch danach ganz klar ein Audiorecorder wie Zoom oder Tascam mit stereo Mikrofon und am besten 2 XLR Eingängen, wenn man später externe Mikros anschließen möchte.
Vorteile:
Klein, Transportabel, Qualität in Ordnung, 24 bit Aufzeichnung, man kann einen billiges Fotostativ verwenden, einfache Bedienbarkeit.

Damit kann man viel rumspielen, Positionen ausprobieren usw. Und es kostet nicht zuviel.
Für das Video ein Telefon. Damit hat man keine Probleme mit der Schärfentiefe und kann schon Videoschnitt und Beleuchtung probieren.
Möchte man später mehr gehen noch 2 externe Mikros ran.
 
Google mal nach der "Zoom Q8" Kamera. Die hat schon recht gute Mikrofone, hat aber auch Anschlüsse für externe Mikrofone. Das wäre die wahrscheinlich einfachste Lösung für dein Vorhaben, da das Video gleich mit dem Ton der Mikrofone aufgezeichnet wird.

Da man jedoch Bild und Ton für bestmögliche Qualität meist nachbearbeiten muss, kann man gleich 2 separate Geräte für Audio und Video nutzen.
Google hierfür nach "Handy Recorder". Die gibt es in jeder Preislage und mit vielen verschiedenen Anschlussmöglichkeiten. Da kann man meist auch externe Mikrofone anschließen. Für Computer/Laptop/Handy gibt es Audio-Interfaces und Aufnahmesoftware (sogenannte DAW - digital audio workstation). Die meisten Handy Recorder funktionieren auch als USB-Audio-Interface, also wäre das die all-in-one-Lösung.
Für das Smartphone/die Kamera solltest du auf jeden Fall ein gutes Stativ verwenden. Kein 25€ Teil, das schon beim Anschauen umfällt oder kaputtgeht.

Preislich kann man für unter 150€ (Zoom h1 + Stativ) schon gute Tonaufnahmen erzeugen. Man kann natürlich auch tausende Euro ausgeben.

Für die nachträgliche Bearbeitung gibt es genügend kostenlose/günstige Software (ich nutze Reaper und Magix Video Deluxe).
In der Videobearbeitungssoftware synchronisierst du dann auch Video und Ton. Vom Fernsehen kennt man ja die "Klappe". Die macht einen kurzen, lauten Knall und man hat dadurch audiovisuell einen Anhaltspunkt zum Synchronisieren. Im Amateurbereich reicht natürlich auch einfaches Klatschen aus.
 

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