Daniel Hope ein Star schießt mit Kanonen auf Satirespatzen

Destenay

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https://hundert11.net/daniel-hope-konzerthaus/



Offener Brief an Daniel Hope - Bad Blog Of Musick
Was ich Ihnen also sagen will, lieber Herr Hope: wollen Sie sich nicht vielleicht doch noch einmal überlegen ob Sie nach Ihrer sicherlich verständlichen ersten Beleidigung über das Video den beiden Schöpfern die Chance zu einer persönlichen Begegnung (und damit verbundenen Entschuldigung) geben...
BLOGS.NMZ.DE
 
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reymund

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Danke für den Beitrag.
 
Destenay

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http://www.klassikinfo.de/berliner-konzerthaus-verteidigt-massnahme-gegen-moderator-arno-luecker/


Konzerthaus Berlin Lieber ...........

anbei die Stellungnahme des Konzerthaus-Intendanten Sebastian Nordmann: „Es ist der Eindruck entstanden, wir hätten Arno Lücker am Konzerthaus gekündigt. Dies ist nicht der Fall. Arno Lücker moderiert als freier Mitarbeiter fünfmal in der Saison die Reihe „2x hören“ am Konzerthaus Berlin. Ich habe lediglich entschieden, ihn für die kommende Saison nicht erneut als Moderator zu engagieren. Es geht mir dabei nicht um den „Shred“ als solchen, sondern um den eingesprochenen Text mit sexuellen Ausdrücken, die ich als beleidigend und respektlos empfinde. Diese Art von „Humor“ ist nicht mit den Aufgaben eines Moderators vereinbar, der zugleich Gastgeber am Konzerthaus ist.“

Viele Grüße aus dem Konzerthaus
 
Bassplayer

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Wenn der Moderator die Rechte des Künstlers nicht verletzt hat, bräuchte er vor dem anwaltlichen Vorgehen nicht zurück zu schrecken und er hätte das Video als sein künstlerisches Werk stehen lassen können und hinter seinem Schaffen stehen können, z.b. mit einem offenen Brief an Hope, wie er vom Blogger vorliegt.

Meine Vermutung ist jedoch, dass er Grenzen des Urheberrechts verletzt hat und deshalb zurück ziehen musste und das wäre aus meiner laienhaften Einschätzung unprofessionell oder zumindest eigenes Risiko. Paul Panzer erklärte mal, die größte Mühe sei es bei seinen früheren Telefonanrufen gewesen, die Gesprächspartner, die auf seine Anruferrolle reingefallen sind, für eine Veröffentlichung zu gewinnen.

Inwieweit Hope Einfluss auf die Entscheidung des Konzerthauses hatte, darüber kann im Hinblick auf die Gegendarstellung nur spekuliert werden. Also in dubio pro hope.
 
Peter

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Bechsteinfan
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Wenn der Moderator die Rechte des Künstlers nicht verletzt hat, bräuchte er vor dem anwaltlichen Vorgehen nicht zurück zu schrecken
Darum geht es doch gar nicht. Es geht um die völlig überzogene, kindische... Reaktion, die so ein anwaltliches Vorgehen und dessen Folgen überhaupt erst möglich macht.

Wer in der Öffentlichkeit steht und sich über so einen banalen Scheiss aufregt und zudem noch zu blöd ist zu kapieren, dass man es erst mal so weit bringen muss, um in einer Satire zu landen, gehört nicht in die Öffentlichkeit.
 
thomas 1966

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Da ich das Video nicht kenne, kann ich nicht beurteilen wie (un)angemessen die Reaktion von Hrn. Hope war.
Aber in dem Blog von Moritz Eggert lese ich folgendes:
Trotz seines Angebotes, sich in einem persönlichen Gespräch bei Ihnen zu entschuldigen,
Arno Lücker hat sich entschuldigt, mehr kann er nicht tun,
Man geht also davon aus, man könne sich selber entschuldigen; von der Schuld befreien, sozusagen. Darin liegt ein Denkfehler.

Ich sehe das so:
Man kann um Entschuldigung bitten und der Geschädigte kann diese gewähren oder auch nicht - nach seinem Ermessen.
 
Destenay

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thomas 1966

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Ein Ausschnitt aus dem Link aus Beitrag #7
Lücker erklärt gegenüber BR-KLASSIK, er habe niemanden beleidigen, sondern mit seinem "Lausbuben-Humor" den Zugang zur ernsthaften Klassikszene erleichtern wollen.
Wenn ich das mit der Stellungnahme des Hrn. Hope vergleiche:
Im Kern geht es um ein von Arno Lücker bearbeitetes Video („Shred“), das einem Moderations-Auftritt von mir eine andere als die originale Tonspur hinterlegt – und zwar explizite Worte über Genitalien, Exkremente und sexuelle Handlungen. Dem Zuschauer erscheint es so, als ob ich diese Worte über mich selbst spreche.
dann frage ich mich, wo die Grenzen sind.
Meint der das ernst? Das sollte den Zugang zur Klassikszene erleichtern?
 

Bassplayer

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Außerdem sind die Grenzen dessen, was gesellschaftlich noch bei Satire und Humor akzeptiert wird, enger geworden, siehe als sexistisch empfundene Witze über Frauen; das gilt natürlich auch bei sexistisch empfundenen Bemerkungen gegenüber Zugehörigen anderer Geschlechter und unabhängig davon, welches Geschlecht der Äußernde hat, wenn man das alles konsequent zu Ende führt. Und aus dem Blickwinkel müssten viele nach dem derzeitigen Maßstab über die Satire empört sein, wenn die Beschreibung von Seiten Hopes zutrifft.
 
hasenbein

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Hmmm... Genitalien, Exkremente, sexuelle Handlungen... Kopfkino!

Hat nicht irgendwer einen geheimen illegalen Link, unter dem man das Video doch noch angucken kann? :-D:coolguy::teufel::bomb::musik:
 
Barratt

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Es geht mir dabei nicht um den „Shred“ als solchen, sondern um den eingesprochenen Text mit sexuellen Ausdrücken, die ich als beleidigend und respektlos empfinde. Diese Art von „Humor“ ist nicht mit den Aufgaben eines Moderators vereinbar, der zugleich Gastgeber am Konzerthaus ist.
Im Kern geht es um ein von Arno Lücker bearbeitetes Video („Shred“), das einem Moderations-Auftritt von mir eine andere als die originale Tonspur hinterlegt – und zwar explizite Worte über Genitalien, Exkremente und sexuelle Handlungen. Dem Zuschauer erscheint es so, als ob ich diese Worte über mich selbst spreche.
https://hundert11.net/daniel-hope-konzerthaus-stellungnahmen/

Ich kann den Typen verstehen. Nicht jeder findet explizite Worte über Genitalien, Exkremente und sexuelle Handlungen "lustig". Nach dem Motto "Sage mir, worüber du lachst, und ich sage dir, wer du bist" war der sensible Künstler womöglich einfach nur entsetzt über das Publikum oder die Personen, mit denen er hin und wieder zusammenarbeitet? Ekel – emotionaler Stress –> Kurzschlussreaktion?
Immerhin ist somit der Name Daniel Hope deutlich bekannter geworden. :lol:

@Destenay , ist er bei Dir unter Vertrag? Gewitzter Schachzug! :super:
 
Häretiker

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emotionaler Stress –> Kurzschlussreaktion?

Wenn dem so wäre: Das kann man nicht mehr nachträglich ändern? Sowas wie "Sorry, war nich' so dolle, habe etwas überreagiert?"

Man muss ja Witze dieser Art ja nicht lustig finden, man könnte sie doch mal tolerieren. Kommt aus dem Latinesischen und bedeute soviel wie 'ertragen, erdulden'. Da steckt eine kleine Prise Leid drin. Aber der Umfang der Toleranz, den wir von anderen einfordern ist oft anders als die eigene Toleranz. Menschlich, halt.

Im technischen Sinne kann ich z.B. Homosexualtität nicht tolerieren, weil das Leidenselement fehlt bei mir. Für mich ist sie normal. Wo kein Leid, da keine Toleranz. Technisch gesehen. Für Rabulistiker.

Und, wie gesagt: Es war als Shred gekennzeichnet. Dor ist klar, dass die Audiospur manipuliert wirde. Wenn man nicht gerade die letzten 10 jahre unter einem Stein verbracht hat. Dann könnte man aber immer noch - als mündiger, aufgeklärter Mescnh - sich die Mühe zu machen zu recherchieren (oder recherchieren zu lassen), was ein 'Shred' ist und welche soziokulturelle Rolle er hat.

Hätte, hätte , Fahradkette.

Jedenfalls - so ist mein primitives Gehrin - ist DH jetzt erst einmal unter 'Unsympath' abgelegt. Damit erkauft man sich i.A. auch einen Platz nicht an der Sonne, sondern auf der No-Buy-List.


Wenn es einen Shred über mich gäbe, würde ich mich freuen, dass ich so bekannt bin. :-)


Grüße
Häretiker
 
Peter

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Dann könnte man aber immer noch - als mündiger, aufgeklärter Mescnh - sich die Mühe zu machen zu recherchieren
Nicht mal das müsste man, auch tolerieren muss man es nicht, wenn man es nicht kann. Man ruft einfach bei dem (noch nicht mal fremden) Typen an und sagt dem: "Ey, nimm das wieder weg Du doof und Du schuldest mir ein Bier", erledigt. Aber nee, es wird gleich ne Unterlassungsklage gemacht, Medien werden eingebunden.... Das ist doch das Bescheuerte: Man spricht noch nicht mal drüber, geht gleich über Dritte. Ich kann das nicht nachvollziehen. Wichtigtuerischer Pimpf!
 
 

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