Chopin-Ausgaben mit ausführlicheren Fingersätzen?

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Hallo zusammen,

ich hoffe, es ist okay, wenn ich diesen Thread mal mit meiner eigenen Chopin-Noten-Frage kapere.

Ich habe zwei Bände mit Chopin-Noten aus dem Henle-Verlag und zwar einmal die Preludes und einmal die Etüden. Nun finde ich leider, dass beide was Hilfen zum Fingersatz angeht sehr spärlich ausgestattet sind. Könnt ihr mir Ausgaben (andere Verlage?) empfehlen, die in dieser Richtung etwas ausführlicher sind?

Danke schonmal,
Roland
 
G

Gomez de Riquet

Guest
Hallo, Roland!

Die heutigen Urtext-Ausgaben sind mit Fingersätzen sehr zurückhaltend.

Ausführliche Angaben plus Kommentierung findest
in der Cortot-Ausgabe (bei Editions Salabert) -
aber ich möchte sie Dir nicht unbedingt empfehlen.

Um Cortot tobt ein Glaubenskrieg.

Nimmst Du Unterricht?
Laß Dir doch von Deinem Lehrer/Deiner Lehrerin
Tips zum Fingersatz geben.

Viele Grüße,

Christoph
 
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Hallo Roland,

in imslp.org findest Du Ausgaben mit Fingersätzen.
Ich spiele gerade die Etüde op. 25 Nr. 2 und bin mit den angegebenen Fingersätzen sehr zufrieden. :)
 
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Die Fingersätze aus der Cortot-Ausgabe finde ich genial. Auf jeden Fall sind es wert eingehend geprüft zu werden ;)

Mit den Übungen muss man freilich vorsichtig sein, weil sie die Hand teilweise sehr fordern (belasten) und man da wirklich besonnen mit umgehen muss.

Jedenfalls sind das die Erfahrungen, die ich mit der Ausgabe gemacht habe.

lg marcus
 
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Hallo Roland,

noch ein anderer Vergleich:
Die Edition Peters gibt etwas ausführlichere Fingersätze an als Henle.
Ob diese Ausgaben gefallen, musst du entscheiden. Ich persönlich ziehe den Urtext von Henle vor.

Grüße, Madita
 
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ich hab eine fascimile-ausgabe der etüden op.25.
da stehen die originalfingersätze by chopin himself drin ;)
sehr interessant find ich das
 
P

pianovirus

Guest
Ich habe auch mal die Cortot-Fingersätze zu ein paar Etüden angeguckt, und mir gefielen sie meistens nicht. Zum Beispiel op. 10/2, wohl das einzige Stück, das Chopin von hinten bis vorne mit Fingersätzen versehen hat; da fand ich Cortot etwas eigenartig (aber wie Gomez sagte, das ist letztlich immer eine persönliche Sache, was einem am besten liegt). Aber in der Beschäftigung mit mehreren verschiedenen Fingersätzen lernt man ja eigentlich auch immer etwas. Deshalb würde ich einfach Deine Henle-Ausgabe als Haupttext verwenden und dann in alle möglichen Ausgaben (z.B. die von Dimo erwähnten auf IMSLP) zur Inspiration reingucken.

P.S. Ich weiss nicht, ob alle Ausgaben von diesen Seiten auch auf IMSLP sind, und ob Fingersätze drin sind - ggf. mal nachschauen:
http://www.cfeo.org.uk/dyn/index.html (Chopin First Editions Online)
http://chopin.lib.uchicago.edu/ (Chopin Early Editions)
 
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Hallo,
für die Préludes habe ich es nicht im Kopf, aber definitiv die meisten
Fingersätze für die Etüden findet man in der Wiener Urtext Ausgabe herausgegeben von Badura-Skoda.
Diese Ausgabe beinhaltet alle Lesarten inklusive Padarewski und Cortot.
Auch die etwas sperrigen Godowski-Fingersätze finden sich dort.
Ich habe diese Ausgabe für mich zur Seite gelegt, weil so viele unterschiedliche Fingersätze an irgendeinem Punkt einfach nur noch
eine Reizüberflutung darstellen.
Aber interessant ist diese Ausgabe schon.

Beste Grüße
Claudius
 
 

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