Beratung beim Kauf eines alten kleinen Flügels

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Guten Tag,
ich möchte mich hier vorstellen. Mein Name ist Ulf,bin 51,spiele nach 30 Jahren Pause wieder Klavier und bin am Kauf einen kleineren Flügels interessiert. Gewisse Kompromisse bezüglich des Klanges bei den bevorzuhgten 150cm Flügel sind mir bewusst, der mögliche freie Blick über das Instrument und die Instrumentenästhetik sind mir aber auch wichtig. Am liebsten wäre mir ein Instrument aus den 20/30er Jahren was dann nur technisch instandgesetzt werden sollte. Ist es realistisch bei einem Einkauf von 500-1000 Euro unter 4000 zu bleiben?
Für Eure Meinung danke ich schonmal im Vorraus.
 
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Wenn der Flügel eine gute Substanz hat und nur technisch instandgesetzt werden muss könnte das schon klappen mit dem Budget. Das heißt aber, dass die Oberfläche dann Original bleiben würde, weil alleine eine Neulackierung mit einigen Tausend Euro zu Buche schlägt. Das Maß 150 ist allerdings recht selten. Falls bis 160 auch noch passen sollte, gibt es eine viel größere Auswahl für einen Treffer. Ich hatte vor einem Jahr eine ähnliche Situation - bei mir wurde es dann ein 163 er Grotrian-Steinweg-Flügel, mit dem ich sehr glücklich bin.
Viel Erfolg bei der Suche.
Gruß Stefan
 
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Ich war mal 1,83 groß.
Jetzt nur noch 1.81 groß.
Wird bestimmt noch weniger.
:009:
 
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Mein Ibach von 1922 (160, "Zwergflügel" laut damaligem Katalog) liegt etwas über Deiner oberen Preisgrenze, aber nicht sehr viel. Klanglich bin ich nach wie vor sehr zufrieden.

Was Du brauchst, ist Geduld beim Suchen und (hoffentlich) Finden.
 
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Bei den Kleinflügeln unbedingt Blüthner Modell 11 berücksichtigen, der klingt wirklich gut, gibts allerdings selten so günstig. Ebenfalls besonders gut Glockenflügel von Mand, oder der Doppelkreuzer von Ibach.
 
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Danke bisher für die Vorschläge.Den Mand Glockenflügel und den kleinsten Ibach 160 werde ich bei meiner Suche berüchsichtigen.
 

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So einen hab' ich. Bei meiner Suche nach Kleinflügeln hat dieses Modell gewonnen. Ich habe ein Exemplar um 1940, er wird aber bis heute gebaut. Die Exemplare aus DDR-Zeiten haben einen schlechteren Ruf, sind aber auch deutlich günstiger zu haben. Irgendwann wurde meines Wissens der Rim etwas geändert, er ist dann hinten breiter, wodurch vermutlich der Reso etwas größer wird und der Basssteg nicht ganz bis an den Rand vom Reso reicht, wie es bei mir der Fall ist (mit entsprechenden Nachteilen für den Klang)

Falls Du, @Flügelklang, meinst, dass Heimaufnahmen bei der Entscheidungsfindung helfen, kannst Du Dir hier (Vorsicht, Eigenwerbung!) ein paar anhören: https://soundcloud.com/dilettant-3 (Bis auf die Papillons, die sind woanders aufgenommen).

Man findet auch häufiger Grotrian-Steinwegs in dieser Größe, die hatten mir auch immer ganz gut gefallen.
 
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Bei den Flügeln der 150-160cm Klasse ist erhöhte Aufmerksamkeit angebracht, weil die gerne als professionelle Übe- und Lehrinstrumente ge- oder besser verbraucht werden.
Man trifft hier häufiger auf abgespielte Exemplare als z.B. bei den größeren Flügeln.
 
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Ich habe die Verkaufsanzeige eines Flügels gesehen, der bei mir um die Ecke steht. Der Flügel ist von Czapka & Sohn aus dem Jahr 1900 und hat eine Wiener Mechanik.

Nun kommen meine Fragen:

Welche Auswirkungen hat die Wiener Mechanik (Prellzungenmechanik) auf Klang und Spielbarkeit?

Wie bekomme ich den Flügel in die 2. Etage eines Mehrfamilienhauses? Ich mache mir Gedanken wegen des Treppenhauses. Sind Flügelbeine evtl. abschraubbar und was ist dann mit den Padalen? :denken:Selbstverständlich werde ich nicht selber rumschrauben. Sollte es zum Kauf kommen lasse ich den Flügel liefern.

Preislich liegen die Vorstellungen des Verkäufers bei 1300 Euro. Die letzte Stimmung war 2018. Ohne den Flügel gespielt zu haben finde ich das zunächst einmal günstig. Liege ich da richtig?
 
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J+S

Guest
Flügel mit Wiener Mechanik kann man in den meisten Fällen allenfalls verschenken und selbst dann will ihn keiner haben ...
So ist es, wenn nicht wenigstens Bösendorfer drauf steht.

Das soll dich aber nicht davon abhalten mal dort hinzugehen und ihn auszuprobieren.

Was den Transport angeht: selbstverständlich lassen sich Beine und Lyra demontieren.
Ob er dann durch das Treppenhaus passt, sagt dir der potentielle Spediteur.
 
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Danke, das hilft mir schon weiter. Anschauen kostet nichts und auf jeden Fall den Preis nachverhandeln. Tendenz: Finger weg.
 
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120 Jahre alt, Wiener Mechanik...

Wenn der nicht gerade von einem wirklichen Meister restauriert wurde, der dann auch Garantie darauf gibt: Eher Finger weg. Aus der Zeit gibt es auf willhaben.at massenhaft Instrumente aus Wien, die alle billig, aber nicht unbedingt preiswert sind.

Wenn das Budget so schmal ist, dann lieber ein einigermaßen gutes, gebrauchtes Pianino kaufen als einen schlechten Flügel.
 
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Ich habe Zeit mir ganz gemütlich etwas zu suchen. Ich habe ja mein altes Yamaha Digitalpiano.

Bis jetzt habe ich jedes Pianino, das ich mir in Privathaushalten angesehen habe, stehen lassen. Nicht eins kam in die nähere Auswahl. Selbst ich konnte erkennen, dass die Wiederherstellung den Wert der Klaviere überstieg. Bei keinem war ein Gutachter dabei, den hätte ich erst nach der Erstbesichtigung hinzugezogen. Sonst wird es etwas teuer....
Bei diesem Flügel hatte ich den Gedanken, wow evtl. ein Schnäppchen. Größe und Aussehen hätten gepasst und der Preis wäre kein Problem gewesen. Ich muss nichts über das Knie brechen. Kommt Zeit, kommt Instrument.
 

Barratt

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Wie bekomme ich den Flügel in die 2. Etage eines Mehrfamilienhauses? Ich mache mir Gedanken wegen des Treppenhauses.
Grundsätzlich (unabhängig vom konkreten Fall) lassen sich Flügel viel besser um solche Ecken herumpfriemeln als Klaviere. Beine + Lyra werden sowieso abgeschraubt, ggf. auch Deckel oder sogar Mechanik können leicht abgebaut werden. Pianospeditionen transportieren lieber Flügel als Klaviere. Einen Flügel bis Türhöhe (1,90 m) bekommt man angeblich überall rein (hochkant). Ab 1,90 m muss im Türbereich abgekantet werden, was wiederum erhöhten Platzbedarf zum Rangieren fordert.
 
 

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