Bechstein Flügel Modell A von 1909

  • Ersteller Ersteller az13
  • Erstellt am Erstellt am

  • #21
Genau so.
Oder besser.
Oder schlechter.

Womit wir beim eigentlichen Problem der Einschätzung wären. Dass Rahmen und Reso gut sind, bedeutet nicht, dass alles andere gut ist. Wenn die Mechanik nicht mehr zu gebrauchen ist und das Nussbaumfurnier Zähne zeigt, ist damit heute kein hoher Preis mehr zu erzielen. Aber wer weiß das schon.
 

  • #22
Tastatur ist aus zu der Zeit üblichem Material.
War das zur Zeit der Elfenbeintasten? Dann sofort 'runter mit den Belägen und persönlich an die Landschaftsbehörde übergeben. Die sorgt für eine Überstellung nach Afrika und eine angemessene Bestattung der sterblichen Überbleibsel.

Oder sie vertickt die Plättchen unter der Hand an einen Gemmenschnitzer. Der macht Amulette gegen den bösen Blick daraus.

CW
 

  • #24
Tastatur ist aus zu der Zeit üblichem Material.
Übersetzung:

"Ich war zu faul, mir die erforderliche Vermarktungsgenehmigung für eine Elfenbeinklaviatur zu besorgen."
 
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  • #25
Von der Optik her, ist es eher schwierig holzfarbene Flügel zu veräußern, da müßt es schon ein ziemliches Schnäppchen sein.
 
  • #26
Was sollen wir denn dazu sagen? Zuerst einmal ist der technische Zustand für eine Preisfindung wichtig. Sofern es hier überhaupt um die Preisfindung geht, denn auch das wissen wir ja nicht.

Was wir wissen: Bechstein Modell A (ca. 1,85 m lang), Baujahr 1909, in den sechziger Jahren neu Nussbaum furniert, vor 11 Jahren das letzte Mal reguliert. Angeblich tolles Instrument laut Klaviermacher. Elfenbeintasten.

Was wir nicht wissen: wurde bei der Neufurnierung alles generalüberholt? Also neue Saiten, Hämmer samt Stielen und Röllchen? Oder sind heute noch die alten Saiten, Hämmer und Röllchen von 1909 drauf? Wie viel wurde seitdem darauf gespielt? Und wie viel wurde seit der letzten Regulierung vor 11 Jahren darauf gespielt? Ist das Instrument total abgespielt? Es hat immerhin 2 Weltkriege mitgemacht.

Wenn man mal googelt, dann findet man dieses Modell generalüberholt und neu in schwarz polyestert schon ab 12.500 € vom Händler. Von privat gibt es auch einige Annoncen, die interessanterweise schon den Preis gesenkt haben. Also sind die Leute ihren Flügel nicht losgeworden und bieten ihn deswegen billiger an.

So aus dem Bauch heraus würde ich für so ein Instrument von privat an privat irgendwas zwischen 2.000 und 4.000 veranschlagen und vorhersagen, dass man in jedem Fall einen langen Atem braucht. Aber wert ist ein Gegenstand immer nur das, was ein Anderer bereit ist, dafür zu zahlen. Und wenn man nur sehr wenig dafür bekommt, dann ist das halt so. Aber bei einer Sache kann man sich fast immer sicher sein: die Verkäufer bekommen deutlichst weniger dafür, als sie gedacht haben. Wenn es denn mal die Hälfte dessen ist, was sie geglaubt haben. Oder gewollt haben.
 
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  • #28
Liebe Marlene, ich habe angekündigt, daß ich das Instrument im Marktplatz anbieten will. Dazu werde ich mir Zeit lassen. Also haben Sie bitte noch etwas Geduld; Sie wollen ihn ja sowieso nicht kaufen.
 
  • #30
Ich verstehe beim Instrumentenmarkt diese ominöse Geheimnistuerei nicht. Da werden Instrumente wie exklusive Besonderheiten beschrieben, die nur einer auserwählten Gruppe von Heiligen vorgeführt werden . Auf Online-Marktplätzen werden die Seriennummern geschwärzt, als wäre es die PIN für das Öffnen der Tastenklappe. Dabei sind Flügel industriell hergestellte Massenprodukte, selbst die im Hochpreissegment. Genaue Angaben zur Herkunft, zum Zustand und zur Pflege können nur helfen und sparen beiden Seiten Zeit.
 
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  • #31
Es ist der verzweifelte Versuch ein Produkt höherwertig zu inszenieren.
 

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