Auf verwachsenem Pfade

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HappyKlene

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Ich hab mir gestern noch mal auf verwachsenem Pfade von Janacek angehört und bin wieder mal begeistert davon.
Deswegen schwanke ich gerade etwas und überlege anstatt einer Auswahl von op. 22 von Prokofiev Visions fugitives diesen Zyklus zu spielen.
Deswegen würde mich gerade interessieren, ob es "sich lohnt" auch davon nur eine Auswahl zu spielen, oder ob es schöner ist, den komplett zu spielen? Und auch wenn Schwierigkeitsgrade immer relativ sind, wie schwer ist Janacek im Vergleich zu Prokofiev? Wer macht mehr Arbeit, technisch und musikalisch gesehen?
Und kann man mit kleinen Händen und Spannweiten Janacek gut spielen, oder gibts da irgendwo Schwierigkeiten?
Zugegeben, ich habe die Noten von Janacek bis jetzt nur überflogen, aber ich werde mir sie in den nächsten Tagen mal genauer ansehen.
 
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Gomez de Riquet

Gomez de Riquet

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Die salomonische Lösung: Am besten spielst Du beides. Janáceks Zyklus ist weniger bekannt; das spräche für die "verwachsenen Pfade".

Zur Portionierbarkeit: Die Stücke aus Janáceks Zyklus sind zu verschiedenen Zeiten entstanden; auch zu unterschiedlichen Anlässen (die "Friedecker Maria" war ursprünglich für Harmonium komponiert). Das würde eine Teilaufführung erlauben. Andrerseits hat Janácek den Stücken eine sehr plausible Aufeinanderfolge zugedacht. Das sollte man ernstnehmen. - Auch Prokofieffs Zyklus ist häppchenweise entstanden (während des Krieges, teilweise als Reaktion auf die revolutionären Ereignisse in Rußland), was jedenfalls erlauben würde, eine Stückauswahl zu spielen. Aber auch hier ist der Formverlauf des ganzen Werkes sehr durchdacht, und die Stücke werden noch reizvoller durch das jeweilige Umfeld, in dem sie stehen.

Zur Schwierigkeit: bei den "Visions" sehr unterschiedlich, manche laienfreundlich, manche pianistisch sehr anspruchsvoll. Die "Pfade" sind zuweilen "sperrig", was damit zusammenhängen mag, daß Janácek kein ausgesprochener Klavierkomponist war.
 
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HappyKlene

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Danke Gomez, für deine ausführliche Antwort!
Leider bleibt mir bei Prokofiev nichts anderes übrig, als nur eine Auswahl zu spielen, da ich mind. eines (Nr. grad nicht im Kopf) nicht spielen kann, wegen der Dezimen. Das hat mich etwas geärgert, aber daran kann ich nun mal nix ändern :-P
Ich habe auch vor beide zu spielen, die Frage ist: welches zuerst, sprich was dieses Jahr und was erst nächstes oder übernächstes *grins*.
 
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Musikhasser

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@HappyKlene

Was ist aus dem Janacek "auf verwachsenem pfade" Projekt geworden? Ich übe den Zyklus gerade ein, sofern ich demnächst wieder mehr Zeit zur Verfügung habe, werde ich die meiste Aufmerksamkeit den 10 sperrig kleinen Stücken widmen. Man könnte ja, falls es motiviert, nen Stichtag ausmachen wo man die Einspielungen hochlädt? Bin nur Amateurautodidaktniveau. So vielleicht zur Jahreswende hingehend. Grüße
 
H

HappyKlene

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@Musikhasser

Ich hab sie noch gar nicht gespielt... Hatte die Noten schon oft genug in der Hand und immer wieder überlegt... Aber auch mit Prokofievs Visions fungitives bin ich nie über das erste hinaus gekommen... Dafür habe ich ein paar der Schostakowitsch Preludes op34 gespielt. Und damit werde ich auch ab Oktober weiter machen. Und zwar teils solo, teils in der Bearbeitung von Lera Auerbach für Bratsche und Klavier. :-)

Für Janacek sieht es daher bei mir in nächster Zeit eher schlecht aus...
Aber ich wünsche dir viel Spaß dabei. Joh hat sie ja alle gespielt und auf CD aufgenommen. Vielleicht kannst du dich mit ihm über die Stücke austauschen.

Viele Grüße
Happyklene
 
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