Arpeggio macht Probleme - Hilfe!


Sesam
Sesam
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Huhu, liebes Forum!

Ich möchte nach einer Übemethode, also Herangehensweise fragen, wenn das Arpeggio-Spiel nicht auf Anhieb klappt. Zwei Dinge bereiten mir da Schwierigkeiten. Und zwar liegen 1. die Töne (relativ) weit auseinander, so, dass man den ganzen Arm mitbewegen muss und 2. erklingt in der rechten gleichzeitig die Melodie auf der Takt 1, da passiert es mir dann regelmäßig, dass ich die Töne der rechten Hand genauso schnell nehme wie das Arpeggio links. Wie kann man das denn in Schritte zerlegt gut üben, so als Ganzes komm` ich da nicht wesentlich weiter. Irgendwie geht`s schon, aber klingt halt nicht sauber.
Wer sich konkret die Noten ansehen will: es geht um die Moszkowski Etüde op.72 Nr.11 As-Dur, da sind diese Mistviecher! Teilweise liegen die Arpeggio Töne fast eine Oktave auseinander und dann auch noch schwarz, damit man ja schön abrutschen tut....:rolleyes: Weiß da jemand einen Übe-Trick?

Vielen Dank und lieben Gruß,
Sesam
 
Klavirus
Klavirus
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Hi,

scheint, es handelt sich um neue Technik für Dich, da hilft nur Üben... Ich habe grande was ähnliches (Mozart), da passiert es mir, dass die Töne unregelmäßig kommen. Ich denke mal, dass langsames Üben hilfreich ist sowie ab und zu das (schnelle) Ausprobieren der besten Handbewegungen. Mehr kannst Du da nicht machen, das wird mit der Zeit, wenn sich's wirklich um ein technisches Problem handelt.

Sicher kommt auch noch ein Profi-Tipp, der nützlicher ist,

also, weiter machen

Klavirus
 
Sesam
Sesam
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Ja, danke für den ermutigenden Zuspruch. Ich seh` schon, nicht verzagen, Klavirus fragen :D

LG, Sesam
 
B
Bachopin
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Hi Sesam,

die Etüde kenn ich nicht, kann also keinen direkten Tip geben.
Aber vielleicht versuchst du den nächsten Ton zu sehr mit den Fingern zu erreichen, das sollte man glaube ich nämlich nicht tun.

Falls es daran liegt also versuchen den nächsten Ton, gerade wenn's weit auseinander liegt, mehr durch eine gesamte Positionierung der Hand durch den Arm zu erreichen, ohne dass der Finger nach der Taste "sucht"/greift.

Gruß
 
Klavirus
Klavirus
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Gell? Ist's nicht erfrischend, von mir Zuspruch zu erhalten? Ne, aber mal im Ernst, bei solchen Sachen gibt' halt wenig "Tricks", wo man mit wenig üben weg kommt, meine Meinung.

Habe gerade eine exzessive Übephase, übe mehr als 3 Stunden am Tag, und merke, dass mir das wirklich was bringt, auch wenn halt manches nicht gleich will und ein paar Wochen dauert. Ausdauer ist gefragt. Und jetzt bitte keine ironischen Bemerkungen mehr, wo ich es doch echt lieb gemeint hab, gell?

Klavirus

Nehm jetzt meinen Schnuller und geh' ins Bett...:razz:
 
Sesam
Sesam
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Hallo ihr beiden!

Ja, das mit dem "Finger-sucht-nächsten-Ton" stimmt und macht das ganze sehr zäh. Das Problem ist eben, dass diese Arpeggien in dieser Etüde echt schlecht in der Hand liegen. Ich muss das wirklich sehr intensiv üben, einfach mal so die Hand über die Tasten ziehn, is` nich. Das zweite Problem ist wie gesagt, dass mir an der Stelle, wo diese Viecher notiert sind, mir jedesmal der Rhythmus futsch geht, weil ich rechts das Tempo automatisch beschleunige. Ach, ich bin zu verkrampft... das ist es. Ich probiers jetzt erst mal mit Feuchtwanger.

LG, Sesam
 
F
Franz
Guest

Probier mal als Vorübung das vierstimmigen Arpeggio in Bass und Akkord zu trennen. Also zuerst mit dem 5. Finger das tiefe As, dann mit 321 den Akkord es as c1. Das sollte das sichere Finden der Griffe unterstützen.

Dann kannst Du das es als "Scharnier" benutzen und eine Art Wippübung machen. Also, das es bleibt liegen (Stützfinger). Du spielst das As und "wippst" rüber zu as und c1.

Feuchtwangers Abprall-Technick hilft bestimmt auch.

Bei der Ausführung des Arpeggios ist wichtig, das As schnell genug los zu lassen (Pedal)

Wenn Du die ideale Handstellung findest (ziemlich flach) liegen die Griffe gar nicht so schlecht.

Moszkowski hat übrigens sehr schöne Etüden geschrieben, sie sind leichter als Chopin, deshalb gut geeignet als Vorbereitung. Ich finde, ein paar sollte man gespielt haben.

http://www.youtube.com/watch?v=h7THwyTGuMw
 
Sesam
Sesam
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Probier mal als Vorübung das vierstimmigen Arpeggio in Bass und Akkord zu trennen. Also zuerst mit dem 5. Finger das tiefe As, dann mit 321 den Akkord es as c1. Das sollte das sichere Finden der Griffe unterstützen.

Dann kannst Du das es als "Scharnier" benutzen und eine Art Wippübung machen. Also, das es bleibt liegen (Stützfinger). Du spielst das As und "wippst" rüber zu as und c1.

Feuchtwangers Abprall-Technick hilft bestimmt auch.

Bei der Ausführung des Arpeggios ist wichtig, das As schnell genug los zu lassen (Pedal)

Wenn Du die ideale Handstellung findest (ziemlich flach) liegen die Griffe gar nicht so schlecht.

Moszkowski hat übrigens sehr schöne Etüden geschrieben, sie sind leichter als Chopin, deshalb gut geeignet als Vorbereitung. Ich finde, ein paar sollte man gespielt haben.

http://www.youtube.com/watch?v=h7THwyTGuMw

Huhu Franz!

Das war jetzt sehr hilfreich: als ich "Scharnier" gelesen habe, kam die Erleuchtung: ich darf die Hand nicht drehen! Das ist/war nämlich das (unbemerkte) Problem, dass ich nicht über das es "gewippt" bin, sondern die Hand daumenwärts gedreht habe, mit dem Ergebnis, dass die Finger immer in einem relativ großen Winkel zu den Tasten standen, was man aber gar nicht so wahrnimmt, wenn man sich auf das "Treffen" konzentriert. Mit dem Wippen bzw Scharnier wird die ganze Bewegung gleich 10x schneller und treffsicherer. Ha, das war jetzt ein 1 Million $ Tipp. Tja, so ist das, wenn die eigene KL im Urlaub ist, dann muss das Forum ran... Danke, Franz :kuss:

Lieben Gruß,
Sesam
 
Geli
Geli
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Gute Idee, Franz!

Hat vielleicht noch jemand eine Übungs-Methode für den Schlußlauf in Chopins "Sternenregen" ? Die letzten vier Takte sind ja in Ordnung, die beiden Takte davor kriege ich nicht fließend hin :(
LG
Geli
 
 

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