Anfänger, die zweite

Forte

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So, nach dem Wechsel meiner Klavierlehrerin habe ich die Schwierigkeit meiner Stücke reduziert und arbeite jetzt mehr am Klang und an der Interpretation.

Über sachliches feedback würde ich mich freuen.

Eric Satie Gnossienne No. 1
 
fisherman

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Lieber Forte, normalerweise halte ich mich bei Einspielungen mangels Wissen zurück. Aber da wir uns ja kennen und ich die Gnossiene auch gespielt habe (und immer noch spiele) UND weil ich Parallelen sehe, gibts hier ne kritische Antwort:

Zunächst mal ist die G#1 auf DEINEM Instrument alles andere als leicht. Sehr schnell wird da manches zu knallig, was wahrscheinlich zarter angedacht war. Da wären wir wieder beim "unbarmherzigen" vs. "verzeihenden" Instrument. ;-). Im Augenblick verschleppst Du noch Tempi und dadurch wird das ganze recht unruhig und überdramatisch. Hab ich genauso gemacht. ;-) Soweit ich weiß, sind die G. von knossischen Tänzen inspiriert. Versuch mal, auf Deine Einspielung zu tanzen- dann merkst Du die Tempifehler sehr schnell.

Auch bringst Du m.E. zu starke Dynamikwechsel INNERHALB der einzelenen Sequenzen. Da läuft ein Film ab - so ein schwarzweißer, französischer. Bruce Willis ist nicht dabei ;-) Ich orientiere mich sehr stark an Saties "kryptischen" Anmerkungen, die meines Erachtens das Stück in Sinneinheiten unterteilen. M.E. sind diese Sinneinheiten deutlich unterschiedlich zu spielen (Thibaudet). Und ich würde wirklich versuchen, gemäß dieser Angaben zu spielen: "Sehr leuchtend, sehr glänzend" - "Fragen Sie!" – "Vom Ende des Gedankens" usw. Das ist mir im Moment noch zu "gleichartig". Vielleicht wäre dieses Stück auch mal eine Gelegenheit, das Una-Corda-Pedal zu malträtieren? Zumindest in der ersten "Figur" stehe ich da dauerhaft auf der Bremse, so dass der Klang von ganz weit weg - wie im Nebel - daherkommt.

Vermutlich siehst Du während des Spiels - ebenso wie ich - einen Film. Das muss aber nicht der gleiche sein, solange er französisch und schwarz-weiß ist ... Drei laienhafte Ratschläge:
1) Denke an den "Tanz" - dann stimmt auch der Rhythmus
2) Gestalte die Phrasen deutlicher - hier kann Dein Flügel sein Spektrum aufzeigen.
3) Vermeide übermäßige Dramatik

Beim nächsten Treff darfst Du dann gerne sagen: Hic Rhodos, hic salta"!

PS: Gute Entscheidung der KL! ;-)
 
 

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