50,- Euro für 45 Minuten ?

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robimarco

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24. Jan. 2008
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Habe einen Klavierlehrer kennengelernt, der wirklich ein erstklassiger Musiker ist, der sagt mir, daß er normalerweise
50,- Euro für 45 Minuten verlangt. Was haltet Ihr davon ?

Ich mein, o.k. die Qualität wäre ja in Ordnung aber der Preis ?
Gibt es Richtlinien in welcher Größenordnung sich die Unterrichtspreise bewegen dürfen ?

lg
Robimarco
 
Normaler Preis.

Wenn er wirklich ein erstklassiger Musiker ist (wo spielt er denn so? Was hat er sonst so für Credits?), ist das nun mal der Preis, den man zahlen muß. Gibt noch wesentlich teurere!

LG,
Hasenbein
 
Wenn Dir ein Klavierlehrer binnen 1 Stunde ein unglaublich schweres Stück beibringen könnte, würdest Du nicht 1.000€ oder gar 10.000€ für diese Stunde bezahlen? Qualität hat seinen Preis. Und wenn Du mehr und besser lernst, dann ist der im ersten Moment teuer erscheinende Klavierlehrer sogar billiger oder besser ausgedrückt preiswerter.
 
Habe einen Klavierlehrer kennengelernt, der wirklich ein erstklassiger Musiker ist, der sagt mir, daß er normalerweise
50,- Euro für 45 Minuten verlangt. Was haltet Ihr davon ?

Ich mein, o.k. die Qualität wäre ja in Ordnung aber der Preis ?
Gibt es Richtlinien in welcher Größenordnung sich die Unterrichtspreise bewegen dürfen ?

lg
Robimarco

Ist das der Preis für einmal 45 Min Unterricht oder Monatspreis für 45 Minuten wöchentlich. Bei uns in der Gegend kostet eine Einzelstunde (45 Min) ca. 30-40 Euro. Preis für wöchentlich 45 Min ist 80-100 Euro.

Ich habe allerdings nur die Preise von zwei Lehrern. Wenn der Lehrer gut ist und die 50 Euro für eine Einzelstunde, dann würde das für mein Empfinden passen.

Mawima
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ist das der Preis für einmal 45 Min Unterricht oder Monatspreis für 45 Minuten wöchentlich.

Das ist der Preis für einmal 45 Min Unterricht, wenn ich das hochrechne, würde sich der Monatebetrag bei 38 Unterrichtsstunden auf ca. 158,- pro Monat belaufen.

Über die Qualität gibt es keinen Zweifel, er ist ein excellenter Musiker, ausgebildeter Pädagoge, in der Bluesszene tätig.

Wenn Dir ein Klavierlehrer binnen 1 Stunde ein unglaublich schweres Stück beibringen könnte, würdest Du nicht 1.000€ oder gar 10.000€ für diese Stunde bezahlen? Qualität hat seinen Preis. Und wenn Du mehr und besser lernst, dann ist der im ersten Moment teuer erscheinende Klavierlehrer sogar billiger oder besser ausgedrückt preiswerter.

Da hast du grundsätzlich schon recht, nur, es muß sich halt alles in einem gewissen Rahmen bewegen und auch die Relation zum Nutzen sollte passen. Wenn es jetzt um eine Ausbildung gehen würde, damit ich in einigen Jahren ein guter Pianist wäre und mit meinem Können Geld verdienen würde - keine Frage. Für mich als Hobbymusiker muß ich das natürlich schon relativieren, was ist es mir wert, gut unterrichtet zu werden. Da muß ich mir halt überlegen wieviel Geld ich mir für mein Hobby leisten will und kann.

Ich wollte einfach nur ein Gefühl bekommen in welchem Preisrahmen sich die Unterrichtsstunden so bewegen. Mir ist schon klar, daß mit der Qualität auch der Preis steigt .....
 
Bist Du Anfänger oder Fortgeschrittener? Je nach Selbständigkeit kann es vielleicht auch Sinn machen, 1 x 45 Min jeden Monat zu machen.

Liebe Grüße,
Mawima
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Was bekommt denn eigentlich ein Handwerker die Stunde? Und wie viel Zeit, Geld und Arbeit hat der investiert, bis er den Beruf ausüben konnte? Hat der studiert?
- Genau genommen sind Klavierlehrer völlig unterbezahlt.

Gemessen an der allgemeinen Bezahlungssituation sind 50 Euro für 45 Minuten, bezahlt an einen studierten, konzertierenden, exzellenten Musiker völlig normal. Ich habe früher Mal 75 Euro pro Unterrichtseinheit gezahlt. Das war zeitlich zwar nicht so eng gesteckt, meistens ca. anderthalb Stunden oder auch mal länger, aber ich weiß, dass manche Professoren noch weit mehr verlangen. Ich bereue keinen Cent, den ich da investiert habe.

Die Frage ist natürlich, mit welchem Ziel du diesen Unterricht nimmst - bei mir war das die Studienvorbereitung, da wollte ich das Beste haben, was möglich ist.
 
Über die Qualität gibt es keinen Zweifel, er ist ein excellenter Musiker, ausgebildeter Pädagoge, in der Bluesszene tätig

Tut mir leid, aber dann muß man allerdings die hohe Qualifikation bezweifeln.

Gute Pianisten, die 50 Euro wert sind, können entweder auf hohem Niveau Klassik oder auf hohem Niveau Jazz spielen, da dort die ganzen pianistischen Möglichkeiten auch gefordert sind. Wenn's nur für Bluesmucke reicht (die pianistisch viel zu einseitig und undifferenziert ist, obwohl's natürlich coole Mucke sein kann), ist das alles andere als doll, und 50 Euro sind zu viel.

LG,
Hasenbein
 
Ich finde 50€ zwar einen durchaus hohen, aber schönen Preis :D ( s. Stilblüte). Man muss ja auch bedenken, dass dann in der Regel pro gegebene Stunde bezahlt wird, während beim monatlichen Rhythmus vom Schüler abgesagte Stunden trotzdem gezahlt werden müssen. Wenn also der Schüler kurz vor der 50€-Stunde absagt, gibt's meistens kein Geld.

Was die Bluesszene angeht, kann ich nicht mitreden, da kenne ich mich leider nicht aus. Allerdings ist ein hoher Preis nicht unbedingt ein Garant für hohe Qualität. Man kann es als Lehrer ja auch einfach mit 50€ versuchen und nehmen, was man kriegen kann. :p

Liebe Grüße

chiarina
 
ok, ich glaube wir können den Faden hier schließen.
Ich wollte keine Grundsatzdiskusionen auslösen sondern einfach nur eine Übersicht bekommen was Klavierlehrer so in etwa verlangen.

Ich kenne ihn und er ist einfach gut, er spielt übrigens nicht nur Blues sondern auch Jazz, Swing. Wollte einfach nur mal sehen welche Reaktionen da von Euch bezüglich der Preisvorstellung kommen.

Bin fortgeschritten und möchte mich eben auf dem Gebiet Jazz, Swing, Boogie weiterbilden. Ob es mir das Wert ist muß ich natürlich ganz alleine entscheiden, aber die Idee mit 45 Minuten einmal im Monat ist auch nicht schlecht.

lg
Robimarco
 

Mein KL ist auch nicht der günstigste, dafür ist er gut und ich lerne wirklich was bei ihm und das, obwohl ich nur alle 14 Tage zu ihm gehe. Damit relativiert sich der Preis natürlich wieder etwas...
 
60min 100.-
4 x 60min 400.-
wer absagt, zahlt trotzdem
wem das nicht passt, der findet was passenderes

mehr als zehn private Unterrichtsstunden je Woche (in 30 Wochen je Jahr) sind nicht drin, die Warteliste ist groß

auch solche Konditionen gibt es, aber die sind nur für Prüfungs- oder Wettbewerbsanwärter interessant
 
wem das nicht passt, der findet was passenderes
Sehr schöne Einstellung :cool:
"Aber ich bin doch alleinerziehend..." - "Aber ich bin doch Student! Wenn Ihnen das zu teuer ist, suchen Sie sich jemand billigeres."
- Wenn die nicht mal zwei Tage später anrufen "also, wir haben es uns überlegt..."

Was gut ist, kostet eben Geld. Und je mehr man verlangt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man zum Kinder-Zwischen-Parkplatz wird...
 
Vergütung für Unterricht

Warum entstehen solch hitzige Diskussionen über diesesThema, wenn jemand eine sachliche Frage stellt?
Der Preis für eine Unterrichtsstunde richtet sich nach Können des Lehrers, nach der Nachfrage und nach dem Angebot. Und vielleicht auch danach, wie ein Lehrer sich selbst vermarktet.
Meiner Meinung nach ist die Höhe der Vergütung auch abhängig von der Region und ob es städtisches oder ländliches Gebiet ist.
Es gibt bestimmt Unterrichtsstunden, die ihre 100 Euro wert sind, aber das ist für mein Empfinden nur in bestimmten Fällen gerechtigt, sprich bei angehenden Pianisten, Klavierstudenten oder weit fortgeschrittenen Amateurspielern und das muß der Klavierlehrer schon einiges drauf haben.

Wichtig bei der Frage nach dem Preis ist ja auch, ob stundenweise abgerechnet wird oder die Ferien durchbezahlt werden. Das sind ja immerhin auch 12 Wochen im Jahr. Der Klavierlehrer hat auch Spielraum in der Frage, ob er eine wegen Krankheit versäumte Stunde nachholen will, das hängt sicher auch vom guten Willen ab.
Wenn jemand 50 Euro für eine Unterrichtsstunde verlangt, würde ich auch die tatsächlich stattgefundenen Stunden bezahlen. Und der Lehrer müsste didaktisch und pädagogisch gut unterrichten können. Für Kinder, die nicht gerade eine pianistische Karriere machen sollen, halte ich 50 Euro für überdimensioniert. Bei Erwachsenen lass ich mir das noch gefallen, aber bei diesem Preis würde ich einen Musiker verlangen, der selbst auch aktiv Musik, entweder als Solist oder in einer Band, betreibt. Er könnte mich als Erwachsenen auch so unterrichten, daß ich genug Übungsmaterial für 2 bis 4 Wochen hätte und mir den Unterricht dann auch leisten könnte. Für Anfänger im ersten Jahr ist ein wöchentlicher Unterricht besser, um erstmal die richtigen Spieltechniken zu erlernen und sich nicht Falsches anzugewöhnen.
Wenn man Kinder unterrichtet, kann man meiner Meinung nach nicht soviel Geld verlangen, daß es sich keiner leisten kann oder soll Klavierunterricht nur für Priviligierte sein? Davon abgesehn, ist das für den Klavierlehrer ja nicht so anstrengend, Kinder zu unterrichten, und Kinder, die nicht lernfähig sind, gehören in die Hand eines Therapeuten, und Eltern, die ihrer Kinder nicht richtig erziehen, gehören in die Erziehungsberatung.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
:D:D:D:D ob schulischer Erfolg antherapierbar und schulischer Mißerfolg wegtherapierbar ist?

Derartige "Therapien" erinnern mich an Ostblockländer - dort wurde, wer was gegen die marxistisch-leninistische Doktrin sagte, für verrückt erklärt und zur "Therapie" in die Klapse gesteckt...

Wer sagt denn eigentlich, daß Gut-Zurechtkommen mit dem Kram, der in der Schule von einem verlangt wird, ein Zeichen für Gesundheit ist? Ist nicht eher ein Kind gesünder, das auf die doofe Stillsitzerei keinen Bock hat, sich weigert, beknackte Fakten, die mit ihm selber nix zu tun haben, auf Vorrat zu pauken, und lieber aus dem Fenster guckt und die Vögel und die schöne Sonne beobachtet bzw. schwänzt und sich an der frischen Luft bewegt?

Ich denke, heutzutage wird, um von der Gesellschaft anerkannt zu werden, ein bestimmtes Krankheitsbild von einem verlangt. Sonst ist man eigensinnig, ein "Aussteiger", Faulpelz, Dummkopf oder halt "Psycho".

LG,
Hasenbein
 
gesteckt...

Wer sagt denn eigentlich, daß Gut-Zurechtkommen mit dem Kram, der in der Schule von einem verlangt wird, ein Zeichen für Gesundheit ist? Ist nicht eher ein Kind gesünder, das auf die doofe Stillsitzerei keinen Bock hat, sich weigert, beknackte Fakten, die mit ihm selber nix zu tun haben, auf Vorrat zu pauken, und lieber aus dem Fenster guckt und die Vögel und die schöne Sonne beobachtet bzw. schwänzt und sich an der frischen Luft bewegt?

Ich denke, heutzutage wird, um von der Gesellschaft anerkannt zu werden, ein bestimmtes Krankheitsbild von einem verlangt. Sonst ist man eigensinnig, ein "Aussteiger", Faulpelz, Dummkopf oder halt "Psycho".

LG,
Hasenbein

Leider hängt doch auch Vieles von der sogenannten 'Begabung' ab.
Da gibt es Spezialisten, die mogeln sich mit einem minimalen Aufwand durch die Schule und Studium/Berufsausbildung, sind mit sich und der Welt zufrieden, wo andere, die vielleicht genauso 'viel' oder mehr investieren kläglich versagen.
Der Spruch "Effizienz ist angewandte Faulheit" funktioniert eben nicht bei Jedem.
Gruß
Toni
 
Leider hängt doch auch Vieles von der sogenannten 'Begabung' ab.
Da gibt es Spezialisten, die mogeln sich mit einem minimalen Aufwand durch die Schule und Studium/Berufsausbildung, sind mit sich und der Welt zufrieden, wo andere, die vielleicht genauso 'viel' oder mehr investieren kläglich versagen.
Der Spruch "Effizienz ist angewandte Faulheit" funktioniert eben nicht bei Jedem.
Gruß
Toni

Letzteres ist nicht ganz falsch - aber das liegt i.d.R. nicht unbedingt an Begabungsunterschieden, sondern daran, daß die, die scheinbar nur mit mehr Fleiß weiterkommen, sich unzweckmäßig verhalten: Z.B. ungünstige Angewohnheiten, Verbissenheit, unzureichendes Versuchen-zu-verstehen (möglicherweise weil man durch Erziehungsberechtigte gelernt hat, man "sei ja doch zu doof dafür"), Angst vor Fehlern etc.!

Leider lernt man in Schulen nicht, wie man sich zweckmäßiger verhalten kann - denn das würde eine entspannte, zugewandte, still-konzentrierte, freudig-forschende, akzeptierende Atmosphäre verlangen.

LG,
Hasenbein
 
Letzteres ist nicht ganz falsch - aber das liegt i.d.R. nicht unbedingt an Begabungsunterschieden, sondern daran, daß die, die scheinbar nur mit mehr Fleiß weiterkommen, sich unzweckmäßig verhalten: Z.B. ungünstige Angewohnheiten, Verbissenheit, unzureichendes Versuchen-zu-verstehen (möglicherweise weil man durch Erziehungsberechtigte gelernt hat, man "sei ja doch zu doof dafür"), Angst vor Fehlern etc.!

Leider lernt man in Schulen nicht, wie man sich zweckmäßiger verhalten kann - denn das würde eine entspannte, zugewandte, still-konzentrierte, freudig-forschende, akzeptierende Atmosphäre verlangen.

LG,
Hasenbein
Wie wahr, aber das wäre wohl ein unendliches Thema für einen neuen Faden...
Grüße
Toni
 

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