—-

Ambros_Langleb

Ambros_Langleb

Dabei seit
Okt. 2009
Beiträge
9.184
Reaktionen
11.724
Falls ich das Klavier neu regulieren lasse, was empfehlt ihr?
Rufe Julius Feurich an und frage ihn nach den fehlenden Angaben.

Generell wird eine Regulierung nach über 20 Jahren Deinen Spiel"komfort" sicher befördern. Mein F 123 (Bj. 2009) mißt mit Rollen übrigens 124 cm.

Ich wünsch Dir viel Freude mit dem Klavier.

Friedrich
 
klaviermacher

klaviermacher

Dabei seit
Apr. 2008
Beiträge
8.053
Reaktionen
3.294
Hallo nochmal

für die Profis, an die sich meine Fragen richten, stelle ich hier die Reguliermasse ein:

aktuelle Daten von der Feurich Homepage:
Pianos F 116, F 118, F 123
Steighöhe 45 mm
Auslösen 2 mm
Abfangen Bass 18 mm
Abfangen Mittellage 15 mm
Abfangen Diskant 13 mm
Halbgang 23 mm
Spieltiefe 10,1 mm
Spielgewicht 52 gr.
Höhe der Halbtöne 12 mm

Laut meiner Service/Garantiekarte von 1988:
Steighöhe 46-47,5mm
Auslösen Bass 4,0mm
Mittellage u. Diskant 3,5mm
Spieltiefe 10,1mm
Abfangen 15,0mm
Halbgang 20,0mm
Bändchenluft 29,0mm


Das sind doch teilweise deutliche Unterschiede.

Falls ich das Klavier neu regulieren lasse, was empfehlt ihr?
Wie wirken sich die Unterschiede überhaupt aus?

Grüße Jörg
Hallo Jörg,

Wie man sieht, kann man Regulation auf verschiedenste Weise machen - selbst bei ein und dem selben Fabrikat...

Ich empfehle Dir jemand zu holen, der was von der Sache versteht und die Spielart so einstellt, dass Du Freude hast.

:klavier:



LG
Michael
 
H

h.h

Dabei seit
Apr. 2007
Beiträge
294
Reaktionen
19
Ich kann ja gut verstehen, dass man Geld verdienen will/muss.
Aber warum dann gleich den eigenen guten alten Namen verheizen? Man hätte wenigstens J. Feurich oder ein ähnliches kleines Unterscheidungsmerkmal für die Zweitmarke nehmen können, so wie es andere Hersteller machen.
"Julius Feurich" gab es als günstigere Zweitmarke schon mal.
Gem. meinen Infos lässt nicht Feurich seine Instrumente in China bauen sondern Wendl&Lung hat Feurich übernommen und vertreibt seine Instrumente jetzt unter diesen Namen.
 
R

Rubato

Guest
... fand ich allerdings fast ausschliesslich die Chinaware. Falls ich oder meine Erben mein Klavier in ferner Zukunft mal wieder verkaufen wollten, dürfte es schwer sein, sich davon abzusetzen.
Oder es dürfte schwer sein, ein "Exotenklavier" aus deutscher Produktion, die es dann schon seit vielen Jahren nur noch in verschwindendem Umfang gibt, zu verkaufen, wo doch jeder nur noch die dann erheblich besseren und preiswerteren Premiummarken aus China kauft.

Bei japanischen Klavieren und Autos oder auch bei koreanischen Handys hat man diese Argumente alle schon mal gehört ...

Gruß
Rubato
 
J

jazzjens

Dabei seit
Sep. 2009
Beiträge
38
Reaktionen
0
Nö, das wurde von Euterpe gebaut. :floet:
Ist aber wirklich ein herrliches Klavier.
Die Firmen Feurich, Euterpe und W.Hoffmann waren eine Produktionsgemeinschaft zwischen 1959 und 1991 in Langlau. Die Fertigungsqualität der Instrumente war auf einem (hohen) Niveau. Technisch haben sich die Instrumente aber unterschieden, wobei die meisten Feurich-Konstruktionen auf der Basis früherer Feurich Instrumente entstanden.

LG Jens
 
Ambros_Langleb

Ambros_Langleb

Dabei seit
Okt. 2009
Beiträge
9.184
Reaktionen
11.724
Die Firmen Feurich, Euterpe und W.Hoffmann waren eine Produktionsgemeinschaft zwischen 1959 und 1991 in Langlau. Die Fertigungsqualität der Instrumente war auf einem (hohen) Niveau.
Na das hatten wir vor kurzem schon mal. Faktum ist, daß Euterpe eine leichte Mehrheit ( 52:48 ) hatte. Und Klavierbaumeister hat vor kurzem hier klargestellt, daß in dieser Produktionsgemeinschaft das Kapital von Müller (Euterpe), von Feurich aber der gute Name kam. Diese Konstellation macht auch verständlich, wie Feurich 1990 unter die Bechstein-Räder kommen konnte.

M.W. gehört Feurich nicht W&L, aber er hat seinen Namen für deren China-Importe verkauft. Die "echten" Feurichs heißen jetzt "handmade by Feurich, Gunzenhausen". Ob das zur Differenzierung hinreicht, ist abzuwarten. Aber bei Bechstein kriegt man unter ein und demselben Namen ja auch ganz unterschiedliches.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
K

Klavierbaumeister

Dabei seit
Jan. 2008
Beiträge
1.327
Reaktionen
188
M.W. gehört Feurich nicht W&L, aber er hat seinen Namen für deren China-Importe verkauft. Die "echten" Feurichs heißen jetzt "handmade by Feurich, Gunzenhausen". Ob das zur Differenzierung hinreicht, ist abzuwarten. Aber bei Bechstein kriegt man unter ein und demselben Namen ja auch ganz unterschiedliches.
M.W. ist Ernest Bittner(Wendl&Lung) größter Anteilseigner an Feurich und dürfte damit auch in Gunzenhausen das Sagen haben.
Der Verkauf der Feurichs "handmade by Feurich, Gunzenhausen" erfolgt auch über W&L, Wien.

Ein 1988er Feurich dürfte noch zu den besten Instrumenten dieser Firma zählen.
Da konnte später Feurich Gunzenhausen nicht mehr daran anknüpfen und die heutigen Chinesen natürlich erst recht nicht.
Halte es in Ehren, so etwas wird es nicht mehr geben.
 
R

Rubato

Guest
Die haben begriffen, was Qualität wert ist.
Bei uns ist Geiz geil.

Kann man daraus nicht lernen?
Ja, natürlich, daraus kann und sollte man unbedingt lernen !

Der Denkfehler, der oft gemacht wird, ist jedoch, daß davon ausgegangen wird, alles bleibe so wie man es kennt oder so, wie es in den letzten Jahren war. Aber nichts bleibt so, wie man es kennt (Beispiele gefällig ? Berliner Mauer ! Wirtschaftliche Stabilität in Europa ! Fotoindustrie in Deutschland !). Und so wird sich auch ändern, daß "Chinaware" immer billig und qualitativ minderwertig ist. Zumindest, wer in längeren Zeiträumen denkt, sollte das als Möglichkeit mit berücksichtigen !

Gruß
Rubato
 
Shigeru

Shigeru

Dabei seit
Juni 2009
Beiträge
1.238
Reaktionen
410
Meinst du den mit L., der 2009 fast Konkurs angemeldet hätte, weil er zu spät auf Digital umgestiegen ist?

Der große S&S (soooo groß ist er ja nicht) ist ja auch schon trotz Premium zu über 30% in koreanischer Hand.

Die Zeiten ändern sich einfach und es wird in fast allen Branchen schwieriger, zu überleben. So wie die dt. Hersteller früher wegen japanischen Produkten gejammert haben, jammern (nicht nur) die Japaner heute wegen chin. Produkten.

Nur einer der Premiumanbieter hat es bis heute geschafft zu überleben und zwar dadurch, dass er immer und uneingeschränkt Premiumanbieter war und seiner Top Qualität treu blieb.
 

N

Neronick

Guest
Die Zeiten ändern sich einfach und es wird in fast allen Branchen schwieriger, zu überleben. So wie die dt. Hersteller früher wegen japanischen Produkten gejammert haben, jammern (nicht nur) die Japaner heute wegen chin. Produkten.
Das stimmt, die Zeiten ändern sich!
Deshalb sollte die Japaner sich eher Sorgen machen, wie sie die nächsten 1000 Jahre mit Fukushima umgehen, um zu überleben. Ist Radioaktivität jetzt eigentlich gefährlich, wie man immer erzählt hat? Wieso gibt es keinerlei "Konterganfälle" in den Nachrichten? Wieso passiert nichts? Wird nichts berichtet.

China macht sich seit Jahren zum Deppen der Welt: Sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse. Mafiabosse kaufen dicke BENZ. Wie überall auf der Welt. "Wer es lang hat, lässt es lang hängen", sagte man früher dazu. Alle "Flüsse sind umweltverseucht", berichtet das Fernsehen. Dann hat sich das Konkurrenzproblem doch bald erledigt?

Mein Kaufmotto lautet: "Kein Asia-Scheiß, egal zu welchem Preis". Es geht nicht um das Produkt als solches: Natürlich kann man in den Adidasschuhen laufen. Ich will das aber nicht. Sobald es auch nur EINE Wahlmöglichkeit gibt, wähle ich als Herkunftsland Germany, France, Italy... Die Chinesen schuften und schuften, und dann geben sie noch Kredite an Staaten und dann muss man ihnen später mal sagen "Pustekuchen!". Kapital ist international? Ja, zeitweise!

Apropos Wahlmöglichkeit: Auf Honiggläsern steht in der Regel: "Aus EU und nicht EU-Staaten". Schon gewusst? Die Drucker des Etiketts müssen sich totlachen! Der Honig kommt also nicht vom Mond.
 
R

Rubato

Guest
Mein Kaufmotto lautet: "Kein Asia-Scheiß, egal zu welchem Preis".
Volle Zustimmung, das ist auch genau mein Kaufmotto ! Nur: Es ist eben nicht alles "Sch...", was aus "Asia" kommt, und einen Überschuß in der Handelsbilanz hat Deutschland nun schon mal (nicht, daß ich das prinzipiell schlecht fände). Und was den chinesischen Arbeiter betrifft: ja, der schuftet viel mehr als wir, zum Teil, weil er einfach muß, zum Teil, weil er motiviert ist, gegenüber "uns" aufzuholen. Aber seiner Hände Arbeit hat einen genauso hohen Wert wie die unsrige, und ich würde das Ergebnis dieser Arbeit, eben das "China-Klavier", nicht so pauschal abwerten wollen. Aber diese Diskussion gabs in verschiedenen Fäden alle schon mal, und da gibts einfach unterschiedliche Meinungen, was ja auch gut ist.

Zurück vom OT: Was steht denn jetzt genau in den Tastenabdeckungen der neuen W&L-Instrumente ?

Gruß
Rubato
 
N

Neronick

Guest
O.T.



Conterganmissbildungen entstanden durch das Medikament Contergan (ein Schlafmittel), nicht durch radioaktive Strahlung.

Lg, Nessie
Sorry, Nessie, für das medizinisch falsch gewählte "Bild" (Beachte die Anführungszeichen, es handelt sich nicht um ein gemaltes oder fotografiertes Bild!). Der Grund ist, wir hatten seinerzeit in der Schule Lehrer vorgesetzt bekommen, die darauf "drillten", Worte nicht wörtlich zu nehmen, sondern die Aussage "dahinter" zu "sehen". Du hast mit deiner Richtigstellung vollkommen recht. Das Phänomen in Japan wundert mich dennoch, weil die Russen/Ukrainer ja radikaler totschweigen konnten.
 
Ähnliche Themen
—-
—-
——
——
 

Top Bottom