Welches ist das schwierigste Instrument?

Welches Instrument ist am schwierigsten?


  • Umfrageteilnehmer
    287

D
DerOlf
Dabei seit
20. Feb. 2021
Beiträge
1.417
Reaktionen
730
Bassisten sind halt selten Frontschweine.
Schließlich heist es ja "Es ist Frühling ... man kann die Sänger vögeln hören".

Ich spielte den Bass in einigen Bands .. ich habe das nie wirklich gelernt ... aber der erste Bandkollege der mich anwarb, sagte "achwas ... du kannst Gitarre spielen, da ist E-Bass kein Problem für dich". Er hatte Recht ... es war kein Problem.

Dass es einen Mangel an Bassisten (nichtmal nur an guten ) gibt, habe ich dann sehr schnell gemerkt ... ich konnte mich vor Anfragen kaum retten, nachdem bekannt wurde, dass ich jetzt auch Bass spiele ... aber in den meisten Bands war mir der Job als Basser einfach nur zu stumpfsinnig und monoton. Da ist ja Schlagzeug in einer Bierzeltkombo noch interessanter.
Darauf, dass es groovt, will ich mich nicht ausruhen ... denn das halte ich für Selbstverständlich und daher nicht für eine echte Leistung.

Interessant ist, dass sich zwar alle einig sind, wie wichtig Bass doch ist ... witzigerweise spielen aber von den Leuten, die das gerne feststellen, nur recht wenige Bass in ihren Kombos ... die wollen im Grunde also nur Basis schmarotzen, sie aber selbst nicht liefern.
 
Häretiker
Häretiker
Dabei seit
11. Nov. 2014
Beiträge
4.382
Reaktionen
4.944
Eines der am leichtesten zu spielenden/erlernenden Instrumente ist der E-Bass (noch leichter: Mini-Akustikbässe wie z.B. der Kala U-Bass).

Es ist mir ein absolutes Rätsel, warum dennoch so wenige Leute Bock haben, Bass zu spielen, so dass allerorten Bassistenmangel herrscht und dadurch leider auch die Kompetenz von Bassisten oft sehr niedrig ist (weiß man um die Einfachheit des Instruments, ist es geradezu lächerlich, was einige Bassisten, die ständig am Gigs-Spielen sind, nur draufhaben; unglaublich, wie faul einige sind...). Denn der Bass ist ja ein sehr wichtiges Instrument in der Band, das sehr bestimmend für den Groove und Sound ist und auch die Basis der Harmonik bildet! Letztlich wichtiger als Drums - Drums kann man weglassen, Bass nicht.

Meiner Meinung nach wäre eine PR-Kampagne für Bass (bzw. ein Bass-Programm an Schulen und Musikschulen, vielleicht mit Mini-Bässen a la U-Bass) tatsächlich mal eine sinnvolle Maßnahme, im Gegensatz zu vielen anderen Fördermaßnahmen oder Pädagogikprojekten.

Bei Thema "Bass und seine Rolle" fällt mir das hier ein:
"My Job is to make him sound better."


https://www.youtube.com/watch/?v=PHdo1qWNWI4

Grüße
Roland
 
Ambros_Langleb
Ambros_Langleb
Dabei seit
19. Okt. 2009
Beiträge
9.804
Reaktionen
12.980
Mich würde interessieren, ob hier vielleicht jemand praktische Erfahrungen mit der Maultrommel hat und wie er/sie die Schwierigkeit des spielens einschätzt.
 
Dorforganistin
Dorforganistin
Dabei seit
22. Apr. 2015
Beiträge
3.112
Reaktionen
2.809
Mich würde interessieren, ob hier vielleicht jemand praktische Erfahrungen mit der Maultrommel hat und wie er/sie die Schwierigkeit des spielens einschätzt.
Ich besitze mehrere Maultrommeln, bin allerdings über die Grundlagen nicht hinausgekommen - allerdings weniger wegen irgendwelcher gefühlte Schwierigkeiten, sondern eher aus Zeitmangel. Aber das hilft dir jetzt vermutlich nicht wirklich weiter.
 
B
brennbaer
Dabei seit
30. Dez. 2015
Beiträge
2.250
Reaktionen
1.714
Das erste, was mir bei "Maultrommel" immer in den Sinn kommt, ist die "Sesamstraße"
 
D
DerOlf
Dabei seit
20. Feb. 2021
Beiträge
1.417
Reaktionen
730
@Häretiker
Victor Wooten spricht mir aus der Seele ... vor allem das mit der Theorie und den "falschen" Tönen und vor allem das mit dem "my Job is to make YOU sound better". Er bezieht das ja nicht nur auf den Bass, sondern sagt im Grunde, dass in einem Ensemble restlos JEDER Musiker genau diesen Job hat ... andere besser klingen lassen.

"Your Job is to make the others sound better" (eigentlich meint er ja ein "even better" ... aber sagen tut ers nur 1 oder 2 mal).
Bitte einrahmen, und in den Proberaum hängen. Besser kann man "hört aufeinander" nicht ausdrücken.
 
cwtoons
cwtoons
Dabei seit
28. Apr. 2011
Beiträge
9.303
Reaktionen
7.519
Der Einstieg auf dem Ebass ist verhältnismäßig einfach. Zu kapieren, welche Rolle das Instrument im Zusammenspiel mit anderen Musikern hat, ist dann schon nicht mehr so einfach. Die modernen spietechnischen Anforderungen alle zu beherrschen, ist vielen Hobbybassisten dann schon eine unüberwindbare Hürde und eine Solonummer auf dem Bass zu zeigen (Charles Berthoud z. B.) schafft fast keiner. Wirkliche Könner sind halt auch auf dem Ebass - der ja alten, konservativen Musikprofessoren bis heute nicht als vollwertiges Instrument gilt - sehr selten.
Die meisten Hobbyspieler bleiben bei einem undefinierbaren Gebrummel in den tiefen Tönen hängen und verstecken ihr "Spiel" hinter der durch die Physik bestimmten akustischen Grenze. Tiefe Töne lassen sich nun einmal schwieriger hören als hohe. Auch nachzulesen bei Patrik Süsskind "Der Kontrabass".

Ansonsten denke ich, ein Instrument ist umso schwieriger, je weniger bewegliche Teile es hat. Eine Geige, ein Cello oder ein Kontrabass ist nur eine Holzkiste mit Draht darüber. Bis da jemand fünf wirklich schön klingende Töne hintereinander produzieren kann, das dauert ewig. Eine Orgel oder ein Klavier dagegen bestehen aus tausenden beweglichen Bauteilen. Wer eine Taste gedrückt hat, kriegt auch einen klaren Ton.

CW
 
 

Top Bottom