Verdünnung für Protek CLP?

Klimperer

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Liebe Klavierbauer,

Hat einer von euch schon mal Protek CLP verdünnt bzw. Rückstände neu aufgelöst? Wenn ja, womit?

Ich bekam vor geraumer Zeit einen Rest Protek CLP von einem europäischen Klavierbauer geschenkt, der mir einige Materialien zuschickte (danke nochmal, Michael!). Dieses Schmiermittel gibt es hier, in Südafrika, nach allen bisherigen Recherchen, nicht zu kaufen. Auch liefert Schaff es mir nicht aus den USA, weil es als "hazardous material" gilt.

Eigentlich hatte ich erst wenig vom besagten Rest gebraucht, aber das Lösungsmittel ist im Laufe der Zeit verdampft. Wenn ich also den in der Flasche verbliebenen Rückstand mit einem geeigneten Lüsungsmittel wieder lösen kann, habe ich erstmal wieder genug.

Nur ist die Frage, womit löst man das Zeug auf? Laut Hersteller ist es ein fluorinierter Kohlenwasserstoff (sozusagen flüssige Teflon-Kurzbausteine), was ich nicht unbedingt zur Verfügung habe. Ich hätte im Labor Methanol, Ethanol, Propanol, Aceton, Isopropanol, Äther, MEK, Xylol, Toluol, etc. etc.

Wenn mir jemand praktische Erfahrungswerte posten könnte, wäre ich sehr dankbar.

Freundliche Grüße,
Mark
 
Ivory

Ivory

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Hallo Mark,
wenn es sich bei Protek um ein Methacrylat-Polymer handelt kommst auch Du mit Aceton, Xylol, Ether, MEK, Toluol weiter.
Gruß Ivory
 
Wiedereinaussteiger

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Hallo Mark,

ich bin jetzt kein Chemiker.

Es geht doch wohl bei PRotek CLP um "geschwemmte" Feststoffpartikel. D.h. letztlich wird mittels einer Flüssigkeit eine Art Mehl auf die Teile gebracht.

Wenn das richtig ist, dann dürfte man wohl praktisch x-beliebige Lösungsmittel benutzen dürfen, die nur das pudrig vermahlene Teflon selber eben nicht anzulösen schaffen.

Wichtigste Aufgaben des Lösungsmittels sind, keine Holz- und Filzteile anzugreifen, und sich nach dem Auftragen an Ort und Stelle dann an der frischen Luft möglichst zügig zu verflüchtigen, damit die mehligen Feststoffpartikel am zu schmierenden Orte ihren Job tun können.

Freundlichen Gruß vom WEAS
 
Klimperer

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@ Ivory:
Nein, kein Plexiglas. ;) Sondern fluoriniertes Material. Aber MEK mag's bringen, siehe unten.

@ WEAS:
Nee, eben nicht; genau das ist der springende Punkt: es ist m.W. keine Schwemme von Teflonpulver, sondern wirklich eine Lösung von fluoriniertem Polymer in fluoriniertem Lösungsmittel. Protek ist klar und dünnflüssig.

@ Styx:
Danke, meine eigenen Recherchen und auch Antworten aus dem Ami-Forum deuten bisher auf Methyl-Ethyl-Keton (was ähnliches wie Aceton).
 
 

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