"Uralter", gepflegter Neuzugang

Dieses Thema im Forum "Das Klavier: allgemeine Infos, Kauf, Reparatur" wurde erstellt von Hyades, 7. Juni 2007.

  1. Hyades
    Offline

    Hyades

    Beiträge:
    7
    Hallo,

    die Leidenschaft für Klavier umfasst bei meiner Familie und mir nicht nur das Spielen, sondern auch Wartungen und Reparturen.
    Die Kenntnisse wachsen wie bei Spielen auch mit der Übung und so hat sich gestern ein weiterer "Pflegling" bei uns eingefunden, von dem ich mir gar nicht so sicher bin wieviel Pflege er eigentlich braucht.

    Die betage Dame aus Berlin aus dem Hause J. L. Duysen mit der Seriennummer 5554 präsentiert sich trotz Oberdämpfer erstaunlich fit. Keine Risse im Resonanzboden, kein Rost,Kreuzsaiten, keine Gradsaiten, eine sehr gleichmäßige Mechanik und gar nicht träge Mechanik. Natürlich ist es verstimmt, aber die Abweichung ist nicht so groß und erstaunlicher Weise, da ich es wirklich anders erwartet hatte, auf Kammerton a.

    Das Klavier stammt aus einer Familie in der sie bis gestern von Generation zu Generation weitergegeben wurde und gepflegt wurde, allerdings wohl bis vor 5 Jahren. Nun hatte das Klavier für die Familie zwar nicht gänzlich den Wert aber räumlich den Platz verloren und musste ausziehen.

    Scheint also erstmal nicht viel zu tun zu geben, letztlich wird der Klavierbauer mir wohl etwas dazu sagen, leider dauert das noch eine Weile.
    Da ich aber neugierig bin, möchte ich doch ein bisschen mehr zu der Geschichte des Klavier wissen, als die Familie mir erzählen konnte oder wollte.
    So habe ich über die Seriennummer noch nichts in Erfahrung bringen können, und neben dem Namenszug im Deckel sind zwei "Plaketten" angebracht, die eine mit dem Abbild von Franz Joseph, Kaiser von Österreich, König von Preußen und so weiter, die andere bezieht sich auf die Weltausstellung 1873 trägt also die Aufschrift "Dem Fortschritte" "Weltausstellung 1873 Wien".

    An letztere knüpft sich meine Neugier. War dieses Klavier auf der Weltausstellung 1873 ???:shock: (und somit 134 Jahre alt) oder hat der Fabrikant jedem Klavier nach der Weltausstellung aufgeprägt, dass er als Hersteller dort vertreten war? :confused:

    Vielleicht weiß ja jemand unter euch wie oder wo ich an weitere Informationen komme und vielleicht auch wie ich die vergilbten Elfenbeintasten wieder aufhellen kann.

    neugiere Grüße
    Hyades
     
  2. Nico_
    Offline

    Nico_

    Beiträge:
    74
    Hallo Hyades,

    ob du hier noch liest, weiß ich nicht.

    Aber ich weiß, dass ein Klavierrestaurator Elfenbeintasten bleichen und polieren kann. Die sehen dann wieder aus wie neu.

    lg
    Nico