Unglaubliche Reaktion des verschmähten Anbieters

Dieses Thema im Forum "Das Klavier: allgemeine Infos, Kauf, Reparatur" wurde erstellt von Shiraa, 11. Apr. 2007.

  1. Shiraa
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    Shiraa

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    Hallo an alle Virtuosen am Klavier und jene, die es werden wollen,

    ich habe ja nun seit längerem nach einem Klavier gesucht und hatte auch ein passendes ausgewählt - mit Eurer Hilfe. Im Voraus hatte ich mich im ortsansässigen Klavierladen umgesehen - wobei mir dort immer Zimmermann oder Hoffmann Klavier empfohlen wurde. Ich wollte lieber ein Yamaha. Ich holte also deutschlandweit Angebote ein, was zu einer Preisspanne von mehreren Hundert Euro führte. Ich nahm zunächst nicht das günstigste Angebot an, weil mich der hiesige Händler ja so nett beraten hatte. Später folgte ein um 500 Euro günstigeres Angebot von einem anderen Händler - ich nahm es dann an. Soweit eine Zusammenfassung.

    Nun rief der verschmähte Anbieter bei mir und bei dem günstigen Anbieter an, verbreitete Lügen und wirkte absolut nicht mehr sympathisch. Offenbar konnte der gute Mann nicht verlieren. Nun rief er erneut an und gab folgende Kommentare/Wünsche preis:

    -die Kiste (er meinte das Klavier) solle mir doch möglichst bald um die Ohren fliegen, um mir zu verdeutlichen, dass nur er die Garantie hätte leisten können
    -in Bälde würde mir die Rechnung für die 3stündige Beratung in seinem Geschäft zugehen
    -auch wünschte er dem gewählten Lieferanten alles Gute mit einer solch schrecklichen und gewissenlosen Kundin wie ich eine darstelle
    -die Welt sei dem Untergang geweiht, da das Internet alle ehrlichen Klavierbauer ruinieren wird

    Ist das nicht wunderbar?

    Beste Grüße von der bösen Kundin,

    Shiraa
     
  2. Klavirus
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    Klavirus

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    Ja, wirklich... aus seiner Sicht hat er ja auch recht :D

    allerdings würde ich es auch so wie Du machen- und bloß keine verbindlichen Daten herausgeben wie die Telefonnummer! ;)

    Virus
     
  3. Shiraa
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    Shiraa

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    Nun ja, solange sein Angebot nur 100 Euro vom besten Angebot abwich, hatte ich auch vor, bei ihm zu kaufen... Obwohl ich finde, dass 100 Euro auch nicht unwesentlich sind. Ich denke, andere Kunden hätten schon bei geringeren Preisunerschieden woanders gekauft. Aber dann fing er an, zu lügen... Nachdem er sich so benommen hat, hätte ich wohl das Klavier unter keinen Umständen bei ihm gekauft.
     
  4. Haydnspaß
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    Haydnspaß

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    War das nicht dieser Klavierhändler, der sich als Pianistin ausgegeben hatte?

    Dem muß das Wasser ja echt bis zum Hals stehen, wenn er zu solchen Methoden greifen muß. *geschockt*
     
  5. chief
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    chief Guest

    -die Welt sei dem Untergang geweiht, da das Internet alle ehrlichen Klavierbauer ruinieren wird

    Na, was soll ich dazu sagen:

    Wir leben sowieso in der Endzeit.

    Gruß Chief
     
  6. Moehre
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    Moehre

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    Seine Reaktion war nicht Ok. Das ist richtig.

    Aber zu verstehen ist es schon, wenn sich Kunden (generell gesehen, nicht nur bei Klavieren) sich im Laden mehrere Stunden alles schön anschauen und erklären lassen, häufig auch schon mit der Absicht, zehn Minuten später via Internet den niedrigsten Preis zu suchen.

    Klar sind 100 € auch ne Menge Geld, aber ich denke, da sollte man mit dem Händler sprechen...

    Häufig kommt ein höhere VKP auch durch diverse Serviceleistungen zu stande, die ein 600km entfernter Händler gar nicht anbieten kann... also sollte man das immer ein wenig abwiegen!
     
  7. Moehre
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    Moehre

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    Das Internet ruiniert nicht die erhlichen Klavierbauer, sondern all den Firmen die durch Service die Zufriedenheit des Kunden in den Mittelpunkt stellen.

    Die Händler, denen es was nützt, ist es sowieso egal, zu welchem Preis und was eine Woche später ist damitist. Hauptsache verkauft und Stückzahlen machen...
     
  8. chief
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    chief Guest

    Nochmal, wir leben im System der freien Marktwirtschaft und ich kann mir soviel Angebote holen wo und wann immer ich will.
    Wo ich dann letztendlich kaufe ist mein Entscheidung und damit muss sich jeder Händler abfinden.

    Gruß Chief
     
  9. clavio
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    clavio

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    Es ist scheinbar in Vergessenheit geraten: In Deutschland haben wir keine freie sondern eine soziale Marktwirtschaft.

    Gruß
     
  10. Haydnspaß
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    Haydnspaß

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    :rolleyes:

    schön wärs... ;)
     
  11. chief
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    chief Guest

  12. Shiraa
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    Shiraa

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    Nein, es war ein Händler aus Leipzig, nicht die pianistin.
    Die Serviceleistung des verschmähten Händlers bestand darin, Lügen zu verbreiten und zu Yamaha-Klavieren in seiner Beratung einen Satz zu sagen. Er sagte, dass die Garantie beschränkt würde, wenn er das Klavier nicht warten würde, außerdem seien die Beine der Reiner-Klavierbank verschraubt und nicht verleimt. Ich war gar nicht 3h im Laden und seine Beratung beschränkte sich auf die Bechstein-Gruppe - lediglich darauf. Als ich ihn nach der V-Serie von Yamaha fragte, sagte er sowas wie "Ja, die haben viele Modelle. Das Sortiment ändert sich ständig - damit kenne ich mich nicht so aus"... während er das sagte, lief er direkt auf die Ecke des Ladens zu, in der Hoffmann-Klaviere standen... Einen besseren Service bot er also nicht an.

    Er kann mir gern die Beratung zu Yamaha-Klavieren in Rechnung stellen - allerdings möchte ich dann gern eine Gutschrift, denn ich informierte ihn immerhin darüber, dass es die V-Serie gibt, von ihm hingegen kamen keinerlei neue Informationen für mich... :D

    Ich hatte mehrfach mit dem Händler gesprochen und ihn auch immer über den aktuellen Stand informiert, um ihm die Chance zu geben, mitzuhalten. Er rief aber nur bei den anderen Händlern an und beschwerte sich, dass sie mir solche Preise anbieten... :confused: Es sei nicht fair, dass ich durch deutschlandweite Anfragen den Preis solange heruntertreiben würde, bis sich der Händler "nackt rechnen" muss... das sind die Folgen eines Polypols - nicht die des Verhaltens des Kunden. Man muss doch damit rechnen, dass Kunden abspringen, oder? Dann kann man doch nicht aggressiv werden und alle Involvierten stänig anrufen.

    @chief: Wir leben definitiv in einer sozialen Marktwirtschaft. Ansonsten müssten sämtliche Transferleistungen wegfallen (ALG, Kindergeld, Renten, usw.) und der Staat dürfte gar nicht in das Wirtschaftsgeschehen eingreifen (d.h. Handel sämtlicher Gütern zulassen - z.B. auch Drogen, Waffen; keine Festpreise; keine Mindestpreise; keine Einschränkung der Entstehung von Monopolen; kein Umweltschutz usw.).
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. Apr. 2007
  13. Haydnspaß
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    Haydnspaß

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  14. chief
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    chief Guest

    Wir müssen schon bein Thema bleiben, sonst Hokus Pokus....

    Ich darf also mein Klavier in welcher Wirtschaft auch immer,kaufen wo ich will.

    Auch im Internet, obwohl ich damit die Welt zugrunde richte.

    Gruß Chief
     
  15. Moehre
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    Moehre

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    Natürlich kann das jeder machen, wie er es möchte.

    Allerdings sollte man auch drüber nachdenken, was mit den Händlern in der eigenen Stadt ist. Ist es in Ordnung geziehlt eine Beratung in Anspruch zu nehmen und "kaufinteresse" zu zeigen, um anschließend mühelos Preise sich zu schicken lassen?


    Warum gehen wohl immer mehr schöne Innenstädte kaputt?
     
  16. chief
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    chief Guest

    Warum gehen wohl immer mehr schöne Innenstädte kaputt?

    Das will ich dir sage: Vielleicht liegt das an den Atombomben oder an dem "Sauren Regen"
    Aber jetzt: Spaß beiseite.
    Ich gebe dir jetzt mal zwei Beispiele von einem nicht unbedeutetem Klavierladen.
    Berlin: Steinway&Sons
    Laden liegt in der Hardenbergstr. gegeüber der TU- Mensa. Nebendran ist Bote&Bock ein Notenhandlung. Will sagen: Da ist richtig was los!
    Beispiel München:
    Klavierladen: Steinway&Sons
    Liegt an einer Aufallstrasse, hat ein ganzes Gebäude gemietet.
    Hat auch einen Konzertsaal im Haus und fördert den Pianistischen Nachwuchs.

    Was sagste nu?

    Gruß Chief
     
  17. Shiraa
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    Shiraa

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    Es ist auch einfach zu bedenken, welche Art Händler in der eigenen Stadt sitzt, oder? Der betreffende ist kein spezieller Yamaha-Vertragshändler, sondern ein Bechstein-Spezialist. Allerdings verkauft er auch andere Klavier - nur nicht so gern, denn meines Erachtens dürfte die Marge für "Fremdmarken" geringer ausfallen bzw. kann er wegen der geringen Yamaha-Abnahmemenge gar nicht den Preis bieten, den andere noch tragen können.

    Wie auch immer - es sollte doch dem Käufer freistehen, wo er kauft. Wenn man schon keine kundengerechte Beratung anbietet, sondern immer wieder in eine andere Ecke des Ladens läuft, um für sich selbst eine bessere Marge zu erzielen, dann muss man doch damit rechnen, dass der Kunde abspringt. Wenn man jedoch verloren hat, dann hat man nicht das Recht, den Kunden und andere Anbieter deswegen zu terrorisieren. Sollte er mich noch einmal anrufen, dann werde ich ihm mit rechtlichen Schritten drohen und diese dann auch einleiten - das macht wenigstens Spaß. ;)
     
  18. chief
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    chief Guest

    Das ist richtg, Herztlichen Glückwunsch.

    Ansonsten drohe mit Atombomben und Selbsmordatentätern.

    Fabian: Das ist Humor den vielleicht keiner versteht: Also Hocus Pocus...

    Gruß Chief
     
  19. Steffen D.
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    Steffen D.

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    Hier bin ich richtig

    Haha, da trifft man sich in der Welt der modernen Wirtschaft. Auch hier sind wohl die selben Ansätze wie bei der Urheberrechtsproblematik zu sehen. Wer kennt nicht personalifizierte Werbepost. Händlerterror. Das Händler aggressiv werden, wenn Kunden abspringen oder nicht mitziehen kann man doch verstehen, jedenfalls wenn man eine verbissene Oberlehrereinstellung hat. Ausserdem machen es ja andere Industrien vor. Dass Freiheit nicht immer erwünscht ist, wissen wir ja längst. Aber wir wissen uns zu wehren. In diesem Sinne geht ein Gruss an Shiraa: deinen letzten Satz hätte auch ich nicht anders ausgesprochen! :cool:
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. Apr. 2007
  20. Shiraa
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    Shiraa

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    Nein, chief, der finanzielle Aufwand wäre doch zu hoch - und eine Atombombe würde doch die Touristen verscheuchen, ebenso wie ein Selbstmordattentäter. Und was, wenn vor dem Laden gerade kein Parkplatz frei ist? Das Italienische Generalkonsulat befindet sich in der gleichen Straße. Man könnte das als Angriff respektive Rache wegen der Sache mit der Fußball-WM fehldeuten, Weltkriege - ach, Krieg der Welten - wären die Folge und alles nur, weil Herr K. kein allzu netter Mensch ist und weil Leipzig ein Parkplatzproblem hat. Das ist keine besonders gute Idee - effektiv vielleicht, aber nicht effizient.

    @Steffen D.: Frau lässt sich halt nicht alles gefallen - und Gerichtssäle sind doch unglaublich toll eingerichtet! Ich war und bin stets erneut begeistert davon... ich hätte einen anderen Beruf wählen sollen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. Apr. 2007