Titel wie z.B. "Zanarkand" in 2 Stunden lernen?


M
Marc1977
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Hallo Leute,

da ich leider immer noch keine Noten lesen kann übe ich div. Stücke auswendig.
Sehe mir dann Youtube Tutorials an.

Vor ein paar Wochen habe ich Zanarkand gelernt. Nicht unbedingt das schwerste Stück (ist ja relativ) - aber bis ich es perfekt konnte vergingen gut 2 Wochen!

Nun lese ich aber in div. Kommentaren, dass dieses Stück bestenfalls Übungspotential für 2 Stunden bietet. Sind das alles Musikgenies bzw. Savants? *g*

Also mit "Ein Stück können" - meine ich übrigens, dass alles (!) stimmt (laut-leise Pedalarbeit - Gefühl ect.) und nicht nur das "Abspielen" der Tonfolgen.

Mich würds halt nur einmal interessieren, denn wenn das unnormal ist (1-2 Wochen für so ein Stück) dann brauch ich für Chopin ja 2 Jahre^^

Danke für alle Antworten.
 
silversliv3r
silversliv3r
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Mit der Zeit verbessert man sich nur technisch und musikalisch, also das Spielen direkt betreffend, sondern man lernt Stücke auch deutlich schneller, weil das Gehirn sich zunehmend leichter damit tut, etwas nicht unbedingt Natürliches wie ein Musikstück zu verinnerlichen.

Natürlich hängt's aber auch sehr von der eigenen Übemethode ab, wie viel Erfolg man hat, das ist ganz weites Thema.

Alles Liebe
 
T
Tschaeff89
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huhu,

also ich hab des stück auch im repertoire, und hatte auch weit länger als 2 übungsstunden^^ (liegt wohl daran dass ich damals blutiger anfänger war und noch kaum ne tonleiter spielen konnte) aber es ist schon realistisch, WENN z.B. Arpeggios keine Probleme bereiten (in Zanarkand lernst einen und kannst alle 4 bei den 16teln ;-) ) und man das stück ned auswendig können will (wäre in 2h wohl nur "so in etwa auswendig").

Ich würde meinen, erfreu dich an dem, was du erreicht hast, und zweifle nicht zu sehr an dir selbst! =)

PS: nen Savant würde das Stück hören und danach (fast)fehlerfrei aus dem Gehör nachspielen ;-)

MfG
 
Y
Yannick
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ich bin eben über den titel gestolpert, weil mir eine freundin mal erzählte , wie schön es sein. naja sie hat wenig ahnung von klaviermusik und ich habe sie höflich abgetan, jetzt habe ich mir gedacht, probierst du es halt mal schnell aus und siehe da knapp eine stunde und es läuft wie geschmiert, noch mal eine halbe und die schwierigere lief auch. aber wie gesagt auf solche stücke kommt man in der regel nur, wenn man noch etwas unerfahrener als ich am klavier ist und dann ist es klar , dass auch so ein stück eine weile braucht, nicht umsonst stolpert man in der ersten stunde noch im 5 ton raum rum.
achso meiner ansicht nach, sollte man , wenn man dann sowas spielen möchte einfach unterricht anfangen, dann kommt man wesentlich schneller auf das selbe spielniveau, wie wenn man sich mühsam durch youtubevideos von irgendwelchen diletanten wühlt!


gruß
 
N
neohawaii
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Hallo Leute,

da ich leider immer noch keine Noten lesen kann übe ich div. Stücke auswendig.
Sehe mir dann Youtube Tutorials an.

Vor ein paar Wochen habe ich Zanarkand gelernt. Nicht unbedingt das schwerste Stück (ist ja relativ) - aber bis ich es perfekt konnte vergingen gut 2 Wochen!

Nun lese ich aber in div. Kommentaren, dass dieses Stück bestenfalls Übungspotential für 2 Stunden bietet. Sind das alles Musikgenies bzw. Savants? *g*

Also mit "Ein Stück können" - meine ich übrigens, dass alles (!) stimmt (laut-leise Pedalarbeit - Gefühl ect.) und nicht nur das "Abspielen" der Tonfolgen.

Mich würds halt nur einmal interessieren, denn wenn das unnormal ist (1-2 Wochen für so ein Stück) dann brauch ich für Chopin ja 2 Jahre^^

Danke für alle Antworten.

Das hat ja nichts mit "Genie" zu tun sondern mit der Übung.
Und wer schon etliche weitaus schwerere klassische Stücke vom Blatt gespielt hat für den ist to Zanarkand natürlich ne Lachnummer.

(Liszt war zum Beispiel so gut im Notenlesen das er Griegs erstes Klavierkonzert vom Blatt spielen konnte!)
 
Guendola
Guendola
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Nun lese ich aber in div. Kommentaren, dass dieses Stück bestenfalls Übungspotential für 2 Stunden bietet. Sind das alles Musikgenies bzw. Savants? *g*

Eigentlich heißt es ja "Idiot Savant", aber am ehesten trifft man es wohl, wenn man "Savant" wegläßt, das sind vermutlich die typischen Vertreter der Schnelllernspezies und eigentlich sagt man auch nicht "Idiot" sondern "Blender" oder "Angeber". Informationen, die man im Internet erhält, sollte man immer mir Vorsicht genießen ;)

Aber es kommt ja auch darauf an, wie gut man spielt. Es soll schon vorgekommen sein, daß ein Pianist ein Klavierkonzert in den paar Stunden der Anreise zum Konzert gelernt hat, weil er versehentlich ein anderes Werk einstudiert hatte. Aber zwischen solchen Leuten und denjenigen, die mehrere Wochen für ein einfaches Stück brauchen, gibt es vermutlich Vertreter jeder Abstufung. Obendrein kommt es ja auch auf den Anspruch an, den man selbst an sich hat. Ein Stück im richtigen Tempo zu spielen, ohne sich dabei zu verspielen, braucht ja viel weniger Zeit, als das Stück einzustudieren, bis man in der Lage ist, es so vorzutragen, daß es auch anderen gut gefällt.
 
S
sephilosophia
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Werde nie verstehen, was Leute an diesen "Spielmusiken" finden :confused:
In der Zeit wo man sich mühsam abmüht, Taste für Taste aus einem Video herauszufiltern, hat man längst Noten lesen gelernt.
Marc1977: Du wirst, sehen, dass du, wenn du Noten lesen kannst, bzw. grundsätzliches Wissen über Tonarten, Akkorde und Takt dir angeeignet hast, viel rascher Stücke lernst. Weil du sie nämlich analysieren kannst. Wenn du die wichtigsten Akkorde einer Tonart kennst und jene in Umkehrungen, apeggiert, etc. spielen kannst, dann ist für die meisten Stücke dieses Niveaus die Begleitung schon mal erledigt. Je mehr du theoretisch weißt, desto rascher findest du Formen und Strukturen in Stücken, ohne sie Taste für Taste zusammenklauben zu müssen. Die Tastenklauberei birgt ja die Gefahr, dass beide Hände sich gemeinsam zum Rhythmus und Gleichklang etc. fortwursteln, bis es dann irgendwann "klickt". Das ist unnötiges Mühsal und lässt dich rasch an Grenzen stoßen (du hast ja selbst gesagt, dass du dann etwa für Chopin ewig bräuchtest). Ziel sollte sein, jederzeit von beiden Händen zu fühlen, was diese unabhängig(!) erledigen, nur so können sie zusammenwirken. Paradox, ist aber so ;)
Voraussetzung ist freilich, dass du Tasten triffst (grob vereinfacht ausgedrückt) und da führt nunmal kaum ein Weg an Unterricht vorbei.
 
N
neohawaii
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Flüchtigkeitsfehler, ist mir natürlich klar das er nur eins geschrieben hatte.

Wilhelm Backhaus konnte angeblich jedes Stück in seinem Repertoire ohne Vorbereitung während dem spielen in jede beliebige Tonart transponieren.

Scheint doch bei manchen eine Gabe zu sein

Naja ein Lehrer von mir kann auch in jeder beliebigen Tonart spielen, eben weil er früher alle möglichen Tonleitern rauf und runter geübt hat.

Überhaupt hat das Können größten Teil mit Fleiss und hartem Training zu tun, letztendlich fliegt einem das wenigste zu.

Steinigt mich aber ich würde sogar so weit gehen zu sagen das theoretisch fast jeder halbwegs intelligente Mensch ein technisch guter Pianist werden könnte....musikalisch spielen kann natürlich nicht jeder aber die Technik an sich ist eine reine Übungssache.
(siehe China, die können wohl kaum alle so toll Klavier spielen weil die mehr "Talent" haben ;))
 
 

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