Silent: Wer von Euch hat ein MagicStar V4s von PianoDisk nachgerüsten lassen?

Forty9
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Liebe Forumskollegen,
wer von Euch hat ein Silent System bei seinem eigenem Klavier nachrüsten lassen und kann von seinen persönlichen Erfahrungen berichten. Ich habe hier im Forum so viele unterschiedlichen Berichte gelesen, allerdings fast nie von richtigen usern dieses Systems.

Meine Auslösung bei meinem Yamaha U3 von 1992 liegt zur Zeit bei ca. 4-5mm ohne Silentsystem (man sieht es ja) und mein Klavierbauer meint, dass er mit der MagicStar Stoppleiste ohne Probleme 2mm + 2mm hin bekommt, was ja in diesem Falle kaum eine Verschlechterung bedeuten würde.

Trotzdem lese ich auch viele Vorbehalte und Nachteile hier im Forum: Von Klappergeräuschen bis hin zu massiv veränderten Auslösungen, die piano Spielweisen erschweren sollen, und, und, und...

Ich schwanke zwischen dem MagicStar Einbau oder der Investition in ein Stagepiano für das gleiche Budget (Roland FP7f; Yamaha CP50, Nord Piano).

Wenn ich mir mit dem Einbau eines Silentsystemes nicht das U3 bzw. das Spielgefühl versauen würde, würde ich lieber zum Silentsystem greifen.

Insofern würde ich mich über Antworten von wirklichen Usern dieser Systeme freuen (Erfahrungsberichte).

Danke und Gruß
48
 
fisherman
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Wie sähe denn eine wirklich optimale Auslösung am U3 aus? Wären dass dann nur 2 mm? Und wie würde sich das auf Dein Spiel auswirken?
 
Tastenjunkie
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Ich schwanke zwischen dem MagicStar Einbau oder der Investition in ein Stagepiano für das gleiche Budget (Roland FP7f; Yamaha CP50, Nord Piano).

Wenn ich mir mit dem Einbau eines Silentsystemes nicht das U3 bzw. das Spielgefühl versauen würde, würde ich lieber zum Silentsystem greifen.

48

Hallo Forty9

Ich kann nur zum Thema Silent an sich etwas sagen.
Habe seit 3 Monaten ein Yamaha YUS1 mit Silent ab Werk. Wenn man mal
davon ausgeht, dass die werksseitig eingebauten Silent-Systeme und außerdem die von Yamaha mit Abstand die besten sind, die man bekommen kann (das ist nicht primär meine Meinung, sondern ich höre und lese es an allen Ecken und Enden), dann rate ich Dir folgendes:

Erwäge sehr genau, ob die Variante mit dem Stage-Piano nicht die bessere ist.
Ich finde das Yamaha-Silent ok, d.h. man kann damit arbeiten, aber Klang und Spielgefühl sind jetzt wirklich nicht der Brüller. Ich nutze es zum Üben nach 20 Uhr und um intensiv vertracktes zu bearbeiten, wenn ich die Nachbarn nicht überreizen will. Ich habe auch ein Stage-Piano und wenn ich darauf eingespielt bin, liegt es mir deutlich besser als das Silent.

Der entscheidende Vorteil beim Silent-Klavier ist, dass Du am selben Instrument beides machen kannst, also akustisch und über Kopfhörer, ohne beim Wechseln immer hin und her zu laufen und den Raum zu wechseln. Das genieße ich sehr. Aber wenn ich es nicht schon hätte würde ich mir sehr genau überlegen, ob ich für diesen kleinen Luxus über 2000 Euro hinlegen würde.

Ich habe keine Erfahrungen mit nachträglich eingebauten Silent-Systemen (nur den Korg-Bausatz habe ich mal angespielt und fand ihn grauenhaft), man hört aber überall, dass die durch die Bank nicht viel taugen. Und vor diesem Hintergrund würde ich an Deiner Stelle die Stage-Piano-Variante bevorzugen.

Ist aber nur meine persönliche Einschätzung.
 
M
Micho
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Ich habe gleich zwei Instrumente nachrüsten lassen, da ich in einem Haushalt mit vier Klavierspielern wohne und die Nachbarn schonen wollte.
Zum einen ein Genio Pro-S Grand in einen Bechstein-B-Flügel von 1889, zum anderen ein Genio Pro-S in ein großes Förster-Klavier von 1920.
Im ersten Fall (Flügel) war ich überhaupt nicht zufrieden, im zweiten Fall (Klavier) bin ich zufrieden mit dem Einbau.
Beim Flügel hatte ich den Eindruck, das sich die Spielart durch den Silent-Einbau geändert hat, bin mir im Nachhinein aber nicht mehr ganz sicher.
Beim Flügel liegt die Auslösung auch nach dem Silent-Einbau bei ca. 2 mm, also praktisch kein Unterschied zu vorher, da bei diesen modernen Systemen im Flügel mit zwei Stoppleisten gearbeitet wird, wobei die zweite unter die Auslösepuppen gleitet. Ich hatte aber trotz der unveränderten Auslösung Schwierigkeiten im pp-Spiel, und zwar vor allem im Silent-Modus. Ich benutzen den Silent-Modus deshalb nicht mehr, das Ganze war also ganz klar eine Fehlinvestition.
Ganz anders beim Klavier: hier merke ich überhaupt keine Änderung in der Spielart, weder im akustischen noch im digitalen Modus. Da der Einbau recht günstig war (ich habe nur 700 € gezahlt, da ich bei dem Verkäufer gleichzeitig einen Flügel gekauft habe - war also sozusagen der Selbstkostenpreis), bereue ich hier nichts. Das einzige, was theoretisch stören kann, ist, dass bei meinem Klavier im Bassbereich die Dämpfer beim Abheben (d. h. beim Niederdrücken der Taste) von hinten gegen die Stop-Leiste drücken (hier fehlt einfach der Platz - obwohl es sich um ein großes und tiefes Klavier handelt), so dass sich hier der Tastenwiderstand erhöht hat und keine Auslösung spürbar ist. Da dies jedoch nur die untersten vierzehn Tasten betrifft, die man selten spielt und dann auch noch oft als Akkord, merke ich das beim Spielen nicht.
Also, meine Schlussfolgerung: beim Klavier keine Bedenken und gute Erfahrungen, beim Flügel rate ich aufgrund meiner Erfahrungen ganz klar von einem Silent-Einbau ab.
 
Forty9
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Hallo,
Danke für die Antworten (Micho, Tastenjunkie und fisherman), aber doch sehr ernüchternd das Feedback. Es bestätigt aber auch mein Bauchgefühl besser nicht in eine Technik zu investieren, die anscheinend bei den richtigen Klavierfreunden (so mein Eindruck hier im Forum) wenig verbaut wurde - oder sind jetzt alle skifahren?
Ein gutes Stagepiano mit gewichteter Tastatur in dieser Preisklasse bietet ja parallel auch eine Menge.
Ich war gestern übrigens ganz begeistert vom Clavia Nord Piano/Konzept mit den Bösendorfer (Grand Imperial) und Steinway (Model D)Samples.
Da muß sich ja mein U3 zukünftig warm anziehen. Der Klang war unglaublich und als Ergänzung und zum Üben eine sehr sinnvolle Erfindung, meine jetzt die Chance sich diese tollen Flügelsounds downloaden zu können (Nord-Library). Beides (U3/Nord) zu nutzen scheint mir jetzt die bessere Alternative zu sein.
Gruss
49
 
Tastenjunkie
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Was ich noch vergessen habe:
Ein weiterer Vorteil beim Silent ist, dass Du immer die gleiche Tastatur unter den Fingern hast, auch wenn das Spielgefühl im Silent-Modus nicht das gleiche ist wie akustisch.
Aber mit der Unsicherheit bzgl. des evtl. versauten Spielgefühls bei Deinem U3 durch den Silent-Einbau würde ich Dir trotzdem zum Stagepiano raten. Außerdem kannst Du ein Stage bei Bedarf auch mal mitnehmen (Urlaub, Auftritte etc.). Das Nord Piano ist soundmäßig sicher ganz vorne mit dabei. Bei den Tastaturen liegen allerdings genau wie bei akustischen Instrumenten gefühlt Welten zwischen den verschiedenen Herstellern, deshalb teste ruhig auch mal noch Roland (z.B. RD700NX, FP-7f), Kawai (MP6 und MP10) und Yamaha (CP5 und CP50).

Zitet: Da muß sich ja mein U3 zukünftig warm anziehen.

Vorsicht mit solchen Äußerungen! :D So etwas löst hier im Forum oft Stürme aus, ob Digitalpianos jetzt genau so gut oder sogar besser sind als akustische. :bongo:

Viel Spaß bei Ausprobieren!
 
Forty9
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Zitet: Da muß sich ja mein U3 zukünftig warm anziehen.

Vorsicht mit solchen Äußerungen! :D So etwas löst hier im Forum oft Stürme aus, ob Digitalpianos jetzt genau so gut oder sogar besser sind als akustische. :bongo:

Viel Spaß bei Ausprobieren!

Ein Digi klingt ja nur so gut wie sein akkustisches Original, wenn überhaupt, also keine Gefahr ;)

Das Original wäre allerdings kein U3 sondern ein guter Flügel...:???:

Gruss
49
 
fisherman
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Nimm zum Ausprobieren auch noch die Varianten mit rein, die bereits kleine eingebaute Speaker haben (Urlaub!): Yamaha P-155 und Kawai ES-6.
Ansonsten kann ich Dir nur zu Deiner Vorab-Entscheidung raten. Hin und wieder ist es nämlich sehr erfrischend, auch mal einen Orgel,- Fender Rhodes- oder Cembalosound auszuprobieren! Hat mir schon über manche Frustphase hinweggeholfen!
 
Forty9
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Nimm zum Ausprobieren auch noch die Varianten mit rein, die bereits kleine eingebaute Speaker haben (Urlaub!): Yamaha P-155 und Kawai ES-6.
!

Für den Urlaub hätte ich ja noch mein P95, auf dem ich z.Zt. am meisten übe (das stört mich ja gerade und führte zur Überlegung dieses Beitrages).


Eingebaute LS benötige ich nicht, das Digi hängt an meiner sehr guten Anlage oder Kopfhörer (deshalb ja auch die Idee mit den guten Samples).

Habe schon viel probiert und noch drei Pianos im Blick: Nord Piano, Roland RD700NX und das CP50, auch wegen der Vielfalt (Sounds, Layer, etc.) an Möglichkeiten, die mich übrigens auch motivieren in Frustphasen. Das P155 und das ES6 sind aber sicher auch sehr gut.

Die ultimative Lösung wäre ein freistehendes Haus, keine Nachbarn und ein Bösendorfer oder Steinway, wo wir wieder beim Original wären....

Gruss
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