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St. Francois de Paola
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Ich habe in einem Anfall von Größenwahn damit begonnen, besagtes Stück aus Debussys Images zu üben. Über Sinn und Unsinn kann man sicher streiten, das soll hier aber nicht Thema sein. Wenn es nicht zu schlimm wird, werde ich in den nächsten Monaten auch mal die Community mit einer Aufnahme beglücken (oder auch nicht).

Folgendes frage ich mich aber:

1. Gibt es konkrete Bilder zu jedem Stück der Images oder waren die nur in Debussy Kopf? Gibt es genauere Beschreibungen von Debussy? Schnell hat man ja die Assoziation zu Monets Seerosen und Wasserlilienbildern.

2. In Takt 25 steht die Anweisung "Mesuré". Ich hätte gedacht, das heißt so etwas wie "a tempo", aber da spielt ja eigentlich jeder (professionelle) Spieler normalerweise mit Achtel 90-115 und damit eindeutig schneller als am Anfang (der der starken Agogik wegen auch schlecht mit Metronomzahlen festzulegen ist).
Vor allem hätte ich gedacht, die Anweisung ist so zu verstehen, dass man von 20-24 ein Accelrando macht und ab 25 wieder etwas zurück ins ursprüngliche Tempo geht - das macht aber kein Mensch (ich liege also wohl falsch, aber warum)..

3. Bisher habe ich den Eindruck, dass große Teile von dem Stück soooooooo schwer gar nicht sind, die ganze Passage von Takt 43 bis 64 macht mir manuell nicht all zu viele Sorgen, auch wenn v.a. die drei gegen acht Stelle etwas arbeitsintensiv ist, wenn man nicht dran gewöhnt ist. Die Passage 24-29 ist dafür umso schwerer, sicherlich eine der schwersten Passagen, die ich jemals geübt habe.
Da ist es im Moment so, dass ich vor allem schwer finde, gleichzeitig perlend ohne Betonungen und richtig zu spielen. Wenn ich einige falsche Töne in Kauf nehme, perlt es besser und umgekehrt.
Habt ihr da Anregungen für eine Übestrategie? Ich versuche momentan vor allem richtig zu spielen und hoffe die perlende Leichtigkeit ohne Betonungen nach und nach dazu zu gewinnen.
 
méchant village
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Das Stück ist meilenweit über meinen bescheidenen Fähigkeiten. Insofern kann ich nur mit „mesuré“ weiterhelfen. Kann auch heißen „mit Bedacht“, zurückhaltend.
 
Gernot
Gernot
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Könnte das nicht auch heißen, dass man da ohne Tempoänderungen spielen soll?
 
Klafina
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mesuré:

Großwörterbuch Pons: gemäßigt, gemessen
Petit Robert: gibt zusätzlich noch die Bedeutung von "régulier" = regelmäßig an ("déterminé, réglé par la mesure")
 
St. Francois de Paola
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So viel französisch, dass das gemessen heißt, kann ich auch noch, nur was das in der Praxis bedeutet, ist die Frage.
Könnte das nicht auch heißen, dass man da ohne Tempoänderungen spielen soll?

Durchaus möglich. Halten sich auch nicht so viele dran. Wenn die Harmonieänderung kommt von b, as, ges, ces nach b, as, ges, c machen fast alle etwas rubato und wenn die Figur mit der zweiten Harmonie rauf und runter geht, ist auch etwas accelrando beliebt, vielleicht liegt das aber auch nur daran, dass die zweite Figur etwas besser liegt und das Ineinandergreifen entfällt, die Passage also ein wenig einfacher wird.
 
méchant village
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@Gernot Im Sinne von „gemessenen Schrittes“.
 
mick
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Das "mesuré" bedeutet hier nichts weiter als "en mesure", also "im Takt" und hebt die Anweisung "quasi cadenza" wieder auf.

Über das Tempo der Stelle sagt das nichts, und es bedeutet auch nicht, dass man hier gänzlich ohne Rubato spielen soll.
 
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