Pianoforte Fabrik Ernst Möller, Altona - Restauratio


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Dirk-HH
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Liebes Forum,

ich habe mich heute neu angemeldet und mich würde eure Meinung zu einer Restauration eines Klavieres der Pianoforte Fabrik Ernst Möller, Altona (Hamburg) interessieren.

Mir ist bewusst das eventuell niemand von diesem Hersteller gehört hat, aber Ernst Möller hat in Altona seit 1897 bis ca 1943 Klaviere produziert (vorher Friedrich Möller seit 1856 - Vater von Ernst Möller).

Mein Söhne und ich (die beiden spielen Klavier - ich nicht) sind seit Jahren auf der Suche nach einem Klavier dieser Marke, da Ernst Möller mein Urgroßvater ist. Nach langer Suche haben wir jetzt endlich eines gefunden wo unser Klavierbauer gesagt hat es ist ein Versuch wert. Kosten spielen hier nur eine untergeordnete Rolle da dies eine Familienangelegenheit ist …… das Klavier ist von 1911 und schon ein Unterdämpfer.

Wir versuchen auch soviel Informationen wie möglich weiter zugeben ( sofern wir können falls jemand ein Möller Klavier besitzt).

Bilder werde ich demnächst teilen.
VG
Dirk
 
Universaldilettant
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Das ist ja mal ein schöner Grund so ein Schätzchen zu erstehen! Und grundsätzlich ist jeder Zustand restaurierbar, wenn das Budget nur eine eingeschränkte Rolle spielt. Und SOOO alt ist das jetzt ja auch nicht, wenn das Instrument mit einem ähnlichen Qualitätsanspruch gefertigt wurde wie mein 1921er Kriebel...
Da bin ich mal gespannt auf das Projekt! :super:
VG
 
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Dirk-HH
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ja wir sind auch gespannt wie das wird - unser Klavierbauer hier im Norden hat Erfahrung mit alten Klavieren ( wir haben von ihm ein H. Schnell, Hamburg gekauft vor ein paar Jahren und auch das ist ca von 1912)

es ist momentan gleichmäßig verstimmt und es braucht eine Regulierung, Intonierung und auch die Klaviatur muß neu gelegt werden aber ansonsten sieht die Mechanik gut aus :) mal sehen
 
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joerch
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Schöne Geschichte, ich bin gespannt!
 
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Dirk-HH
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anbei ein paar Bilder von der Grundreinigung - 100 Jahre Staub entfernt 😬. Das Klavier darf sich jetzt noch ca 2 Wochen akklimatisieren und dann hoffe ich mal das unser Klavierbauer Zeit hat es sich einmal vornzunehmen. - Der Herr am Klavier ist Ernst Möller - die Aufnahme ist ca von 1912
 

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Dirk-HH
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was genau meinst du damit ? Sorry auch wenn ich aus einer Klavierbauerfamilie komme habe ich noch nicht soviel Ahnung. Ich möchte nur das soviel wie möglich Original erhalten bleibt und das das Klavier spielbar ist
 
Universaldilettant
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So sieht das "normalerweise" bei einem Klavier aus, so wie auch bei meinen (1921)
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da fehlt diese "schwebende" Leiste hinten zu den Saiten hin, und der Tastaturanschlag wird nach unten durch Filzscheiben begrenzt. Damit lässt sich der Tiefgang für jede Taste einzeln einregulieren, das dürfte mit der Leiste schwierig werden...
 
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Dirk-HH
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verstanden - auf alten Fotos die mein Vater gefunden hat ( Schwiegerenkel) war das bei diesem Klavier wohl auch mal so …… hat wohl jemand in den 110 Jahren geändert - werde ich berücksichtigen - danke für den Hinweis
 

agraffentoni
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Normalerweise ist der Anschlagsendpunkt der Taste durch Filzscheiben, die auf den vorderen Führungsstiften stecken definiert.
Dadurch kann jede Taste individuell durch Beilegen von unterschiedlich dicken Papierscheibchen eingerichtet werden.
So wie es jetzt mit der hinteren Anschlagsleiste ist, geht es nur pauschal mit den vier Befestigungsschrauben zu regulieren.
 
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Dirk-HH
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ps so sieht das auch bei unseren Schnell von 1912 aus .. also ich denke mal unser Klavierbauer weis was er tut da er das Klavier auch restautiert hat- werde ich ihn aber auf jedenfall darauf aufmerkasam machen - danke !
 
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@Dirk-HH hast Du dir meinen Kriebelthread mal durchgelesen? Da kann man sehen, was man als "interessierter Laie" auch selbst schaffen kann... (noch nicht abgeschlossen.... das dauert auch wohl noch was ;-) )
 
 

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