Kleines deutsches klavier Seiler 116 primus oder großes tschechisches W.Hoffmann T122

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veinieoo

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Hallo zusammen,

ich bin neu hier, und ich suche ein Klavier für meine 7-jährige Tochter. Sie übt momentan auf einem Digitalpiano. Nach 1 1/2 Jahre Klavierunterricht möchten wir jetzt ein echtes Klavier kaufen. Wir suchen ein Klavier um ca. 8000 Euro, das für Anfänger bis zum Fortgeschrittene geeignet ist. Für mich als absoluten Laien habe ich momentan nur an der neuen klavier gedacht. Ich habe ein Seiler 116 Primus und W. Hoffmann T122 im Auge.

Für Seiler 116 Primus habe ich ein Angebot als 8970 Euro (Ohne Finanzierung) bekommen, weil dieses Klavier 2 mal ausgeliehen worden ist. Wenn ich mit Finanzierung kaufen möchte, dann kostet 10000 Euro. Der Klavierhaus-Inhaber hat das Klavier gespielt, und der Klang gefiel mir. Er sagte mir, dass das Modell Primus komplett in Deutschland gebaut wird.

Für W. Hoffmann T122 habe ich nur im Internet geschaut. Das Klavier ist schön und der Klang ist auch angenehm (aus Youtube Video:zunge:). W. Hoffmann kostet UVP 7990 Euro (aus Bechstein-Webseite). Vielleicht kann man den Preis noch ein bisschen runterhandeln? Dieses Modell wird in Tschechien gebaut.

Lohnt es sich, für ´´made in Germany´´ 1-2000 Euro mehr auszugeben? Hat das tschechische W. Hoffmann auch gute Qualität? W. Hoffmann T122 ist größer als Seiler 116 Primus. Soll ich das größere und günstigere Klavier kaufen? Je größer desto besser? Oder ist ein Klavier am besten ab 122 cm?
 
Barratt

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Für W. Hoffmann T122 habe ich nur im Internet geschaut. Das Klavier ist schön und der Klang ist auch angenehm (aus Youtube Video:zunge:).

Der Eindruck auf YT oder ähnlichen Quellen hat leider wenig mit der Realität zu tun. ;-) Das W. Hoffmann wird in der Tat in Tschechien gefertigt, hier, 140 km von Seifhennersdorf entfernt.

Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Fertigung in Tschechien keine gleichwertige Qualität erzeugt, als wenn das Werk in Deutschland verortet wäre.

Gleichwohl, der enorme Preisunterschied zwischen C. Bechstein und W. Hoffmann hat natürlich Gründe, die weniger beim Herstellungsstandort als im Fertigungsaufwand (und ein bisschen auch im Markenimage ;-)) zu finden sind. Die T-Linie der Bechstein-Marke "W. Hoffmann" habe ich als erstaunlich gut empfunden, als ich seinerzeit im Bechsteinzentrum herumprobierte. Vom Klang und von der Spielweise her. Witzigerweise besser als die damalige Academy-Serie (heute "Bechstein" ohne das C.), spürbar besser als die V-Linie und selbstverständlich deutlich besser als Zimmermann (die Low-Budget-Marke von Bechstein). Vielleicht hatte ich aber nur ein besonders gelungenes Exemplar unter den Fingern? :denken:


Im Unterschied zu Digitalklavieren gleicht kein "richtiges" Klavier zu 100% dem anderen, auch wenn es der gleiche Hersteller und die gleiche Marke ist. ;-) Deshalb unbedingt immer selbst ausprobieren und vertraglich die Seriennummer des Instruments festhalten. Das gilt für alle Instrumente, egal ob sie in Indonesien oder in Hamburg gefertigt wurden.
 
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veinieoo

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Der Eindruck auf YT oder ähnlichen Quellen hat leider wenig mit der Realität zu tun. ;-) Das W. Hoffmann wird in der Tat in Tschechien gefertigt, hier, 140 km von Seifhennersdorf entfernt.

Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Fertigung in Tschechien keine gleichwertige Qualität erzeugt, als wenn das Werk in Deutschland verortet wäre.

Gleichwohl, der enorme Preisunterschied zwischen C. Bechstein und W. Hoffmann hat natürlich Gründe, die weniger beim Herstellungsstandort als im Fertigungsaufwand (und ein bisschen auch im Markenimage ;-)) zu finden sind. Die T-Linie der Bechstein-Marke "W. Hoffmann" habe ich als erstaunlich gut empfunden, als ich seinerzeit im Bechsteinzentrum herumprobierte. Vom Klang und von der Spielweise her. Witzigerweise besser als die damalige Academy-Serie (heute "Bechstein" ohne das C.), spürbar besser als die V-Linie und selbstverständlich deutlich besser als Zimmermann (die Low-Budget-Marke von Bechstein). Vielleicht hatte ich aber nur ein besonders gelungenes Exemplar unter den Fingern? :denken:


Im Unterschied zu Digitalklavieren gleicht kein "richtiges" Klavier zu 100% dem anderen, auch wenn es der gleiche Hersteller und die gleiche Marke ist. ;-) Deshalb unbedingt immer selbst ausprobieren und vertraglich die Seriennummer des Instruments festhalten. Das gilt für alle Instrumente, egal ob sie in Indonesien oder in Hamburg gefertigt wurden.

Vielen Dank! Ihre Antwort ist sehr hilfreich. Am kommenden Samstag fahren wir nach Bechsteinzentrum in Frankfurt, und meine Tochter kann selbst auf dem Klavier spielen. Wie Sie vorgeschlagen haben, müssen wir unbedingt dort hin fahren und selbst ausprobieren, ob das Klavier uns gefällt.:-)
 
 

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