Interessantes Klavier, Gussrahmen hinten

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Einflügler

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Hallo Experten. Ich konnte ein sehr altes Grotrian Klavier ergattern (ca 1870). Es hat aber (mindestens) eine Besonderheit. Der Gussrahmen ist quasi hinten! Das Klavier verspricht grundsätzlich einen schönen Klang zu haben.
Kann jemand etwas zu dieser Konstruktionsweise sagen (wurde das auch von anderen Herstellern gemacht, gibt es viele solche Klaviere, gibt es dazu Erfahrungen...?)
Ich kann bisher nur eines sagen, dass das Klavier brutal schwer ist!!!
 

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altermann

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Gauf,

wenn ich an einem Klavier sitze, egal welches, ist der Gußrahmen immer in Blickrichtung gesehen vor mir, also hinten, oder so. :021:
Was willst du denn mit diesem alten Gelump bewerkstelligen?
Einer von uns beiden ist besoffen oder so.

Gauf!
 
ehenkes

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Das ist echt alt. Hast du ein Museum?
 
Peter

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Bechsteinfan
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Kann jemand etwas zu dieser Konstruktionsweise sagen (wurde das auch von anderen Herstellern gemacht, gibt es viele solche Klaviere, gibt es dazu Erfahrungen...?)
Die Rasten aus Guss zu machen war mal eine Idee, derer sich mehrere Klavierhersteller bedienten. Sie hielt nicht lange an weil die Dinger viel zu schwer waren. Selbst Flügel wurden in kleiner Anzahl so gebaut. So die Auskunft von Balas.
Mein Bechsteinklavier ist auch so ein Teil. @agraffentoni hat mich kürzlich auf eine Anzeige aufmerksam gemacht, wo genau das gleiche Bechstein angeboten wurde. Ich rief den Verkäufer an, um mehr zu erfahren. Daher weiß ich, dass Bechstein das so mindestens 6 Jahre lang gebaut hat (1865-1870).

@Einflügler , interessant finde ich, dass bei mir der Gussrahmen und die Rasten aus einem Teil und quasi wie ein Käfig mit zwei offenen Seiten ist. Der Reso ist von der offenen Seite hineingeschoben und an zwei Seiten festgeklemmt, Rest des Klavieres ist an den Rahmen drumrum gebaut.
Bei Deinen Bilder nicht ersichtlich aber es würde mich interessieren, ob das bei dem Grotrian auch so ist.

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Einflügler

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Danke Peter für die Infos. Ich hab das Klavier mal hochgezogen aber die Stimmung hält nicht. Die akkustisch Anlage wurde mal gemacht und ist i. O. (ich sehe weder Resorisse noch Reparaturstellen aber die Lackierung sieht neuer aus. Die Stege haben praktisch keine Risse. Das Klavier hat einen kräftigen und reinen Klang bis ins a4 und sehr schönen Bass. Die Mechanik ist zweigeteilt, d. h der obere Teil lässt sich herausnehmen. Die Mechanik spielt sich sehr gut fühlt sich überhapt nicht alt an. (abgesehen von den klemmenden Tasten etc.). Insgesamt ein schönes Instrument. Nur wie gesagt höllisch schwer. (Als ich es zum ersten mal anheben wollte fühlte es sich an als wäre es am Boden festgeschraubt zu zweit konnten wir es mit Mühe und Not auf einer Seite anheben.)
 
Peter

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Bechsteinfan
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zu zweit konnten wir es mit Mühe und Not auf einer Seite anheben
Ja die Dinger wiegen echt die Hölle. Ich habe das Ding mit Micha zu zweit in das Auto gehievt. Ich weiß nicht wie wir das geschafft haben. Raus aus dem Auto brauchte es schon vier Leute; nur um es auf den Rücken zu legen oder wieder aufzustellen drei Leute. :018:

Bei Deinen Bilder nicht ersichtlich aber es würde mich interessieren, ob das bei dem Grotrian auch so ist.
Wie sieht es damit aus? Geht der Gussrahmen bei Dir unten und rechte Seite auch "herum"?
 
Einflügler

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Der Gussrahmen bildet einen Käfig in dem der Rest eingebaut ist. (das graue unten ist auch Metall). Übigens sind die Rippen des Resos extrem massiv. (vlt. hat es auch darum noch keine Resorisse bzw. Reparaturstellen?). Ich werde das Klavier nach Weihnachten dann genauer erforschen, der Klang ist jedenfalls wie gesagt kräftig und klar bis zuoberst.
Die Bassaiten sind sehr stark gekreuzt und der Bassteg liegt weit rechts. Jedenfalls ist der Bass besonders sonor wirklich aussegegewönlich schön (besser als bei anderen Klavieren dieser Baugrösse).
 

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Peter

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Bechsteinfan
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Ja dann ist das ganz ähnlich wie bei Bechstein.
 
Ragtimer

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@Einflügler
Auch wenn bei solchen Aufnahmen immer viel verloren geht...
Ein Klangbeispiel fände ich toll, so wie du schwärmst. :super:
 
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Peter

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Klingt halt noch arg verstimmt. Da lässt sich der Klang nur erahnen.
 

Drahtkommode

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Hast du was an den Hämmern gemacht?
 
Einflügler

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Wenn man bedenkt, dass das Instrument gebaut wurde als Franz Liszt noch am Leben war und ein Jahr bevor Rachmaninoff geboren wurde!
Ich hatte das Klavier auf 443 und dann auf 440 hochgezogen. Heute habe ich die Stimmung bei 438 ausgearbeitet, letzendlich wird es wohl bei 435 stehen bleiben.
 
 

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