Gebrauchtes Konzertklavier Steingräber oder andere Vorschläge?

Henry

Henry

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Deswegen schrieb ich explizit davon, dass bei der Besaitung kein modernes Material zum Einsatz kam, so dass bei gleicher Tonhöhe weniger Spannung auf der Gesamtkonstruktion ist.
Kann man machen, die historischen Saiten sind weicher, da hält das Instrument des scho aus - nur...sie sind auch leiser, reißfreudiger und haben eine geringere Stimmhaltung.

Ich habe ja meine ABS auch historische Saiten verpaßt, klar kann ich den mit den Saiten durchaus auch auf 442 Hz ziehen, aber so recht ausklingen tut er nur bei maximal 437 Hz.
 
Peter

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Bechsteinfan
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Schaue immer wieder mal. Steht genau bei 440. Klar ist längst ne Stimmung nötig aber generell hält die lange und in meinen Ohren klingt das alles noch sehr gut. Hat sich im Lauf der Jahre alles gut gesetzt.
 
Henry

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Da könnte man sich natürlich auch fragen, wie es um Deine Ohren bestellt ist... :teufel:

Man gewöhnt sich auch an Verstimmungen, so sie nicht abrupt erfolgt.

Ich erlebe es öfter daß Kunden nach Jahren bei mir anrufen (meist weil ne Taste hängt) und meinen, es könnte vielleicht auch mal wieder gestimmt werden, so es denn nötig wäre.

Beim anspielen des Instrumentes zieht es mir dann die Knopflöcher zusammen, so greisslich ist des inzwischen.

Der Kunde jedoch bemerkte es nicht.

@Peters Flügel fand ich beständig verstimmt vor und da waren auch vor mir Fachleute am Werke - daß er nach mir die Stimmung über 3 Jahre auf 440 Hz gehalten hätte, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen....

Nach der Pandemie werd ich mal wieder nach Berlin fahren, und dann schau mer mal was mich dann für n "schräger Otto" erwartet :005:
 
OE1FEU

OE1FEU

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Ja, das mag wohl sein. Interessant fand ich in dem Zusammenhang, dass es seit dem Lock-down des Konzertlebens ja eine ganze Menge Aufnahmen oder Livestreams von Pianisten am heimischen Flügel gibt. Ich habe mich gewundert, wie viele davon krass verstimmt sind.

Das hat Dich echt verwundert? Wirklich?

Davon, dass die meisten der Mühlen seit Jahrzehnten nicht reguliert und intoniert worden sind, wollen wir erst gar nicht reden,
 
Henry

Henry

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Das hat Dich echt verwundert? Wirklich?

Davon, dass die meisten der Mühlen seit Jahrzehnten nicht reguliert und intoniert worden sind, wollen wir erst gar nicht reden,

Die finalen Plattenbrüche häufen sich ebenfalls in Lockdownzeiten - mal irgendwann von privat (ebay oder so) gekauft, jetzt hat man ja Zeit um es mal stimmen zu lassen...tja, dumm gelaufen!
 
T

tomtempest

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Ach ja? Schon mal daran gedacht, dass die Stahlsaiten aus früherer Zeit ganz andere Materialeigenschaften hatten als heute und dementsprechend bei gleicher Tonhöhe andere Zugkräfte herrschten? Es hat schon einen Grund, das z.B. Paulello verschiedene Saitenqualitäten bei identischem Durchmesser liefert.

Einen 1862er neu besaiteten Bechstein auf 443 zu ziehen war jedenfalls kein Problem.

Mir ging es bei der Bemerkung nur um das >=440Hz Dogma.
Von 1885 bis 1939 war ja eher 432 oder 435Hz die "Norm" und die Konstruktion des Klaviers und der Saitensatz oft entsprechend. Bei einer Neubesaitung kann man das natürlich berücksichtigen.
Darüber gibt es aber bestimmt einen anderen Thread...
 
 

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