Froberger: Libro Quarto, Toccata IV in F, FbWV 110

pianovirus

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Froberger reiste während und nach dem 30-jährigen Krieg im Dienst bzw. gefördert von Kaiser Ferdinand III. unermüdlich durch ganz Europa und nahm die dabei gewonnenen musikalischen Eindrücke auf – besonders geprägt durch seine Studienjahre bei Frescobaldi in Rom – bevor er 1653 nach Wien zurückkehrte.

Mindestens zwei reich dekorierte Manuskripte (Libro Secundo [1649] und Libro Quarto [1656]) waren dem Kaiser gewidmet (und ihm und seinem Umfeld vorbehalten, also nicht in weiteren Abschriften oder Drucken verbreitet) und 1657 noch eine Lamentatio über dessen Tod. Hier eine schöne, sehr lyrisch beginnende Toccata aus dem Libro Quarto:

 
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Fips7

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Schön gespielt.
Hm, es entbehrt nicht eines gewissen "optischen Widerspruchs", das Tablet auf dem Cembalo... ;-)
 
pianovirus

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Danke, lieber Fips! Das Tablet ist nun schon mehr als zwei Jahre alt, in seinem Bereich also auch quasi historisch. Außerdem blättere ich auf historisch informierte Weise, mit einem altmodischen Bluetooth-Fußpedal statt mit Grimassen oder Zwinkern. Also, das hat alles seine Richtigkeit... ;-):-D
 
B

Bavaria blu

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@pianovirus
Nachdem ich vor einiger Zeit auf meinem Digi das Bach Bouree II mit Cembalo Sound eingespielt habe, weiß ich seither dass das nicht so einfach ist.
Well played.
 
T

Tastateur

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Was machst du bei Minute 3:15? Das sieht so aus, als ob du da einen alten Kaugummi der links klebt jetzt rechts anklebst.
 
pianovirus

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Was machst du bei Minute 3:15? Das sieht so aus, als ob du da einen alten Kaugummi der links klebt jetzt rechts anklebst.
Nein, das mache ich nur, wenn die Kamera nicht mitläuft! :lol:

Dieses Instrument hat wie die meisten italienischen Cembali zwei 8'-Register. Ich schalte das eine ab und das andere ein (man kann auch beide gleichzeitig nehmen). Du hörst den Klangunterschied deutlich, der Klang ist nach 3:15 "nasaler" als davor. Das würde ich in Zukunft wohl nicht mehr so machen; an dieser Stelle ist es den Aufwand nicht wert, bzw. es lenkt von der Musik ab, wenn der Wechsel so wenig subtil vor sich geht.
 
 

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