Feux follets - hat jemand eine andere Ausgabe?


Haydnspaß
Haydnspaß
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Seit ein paar Tagen befasse ich mich ja etwas intensiver mit Liszts gefürchteten Feux follets.
Dank wikipedia weiß ich jetzt sogar, was "feux follets" sind :p

http://de.wikipedia.org/wiki/Irrlicht

http://en.wikipedia.org/wiki/Will_o'_the_wisp


Nun gibt es noch eine Unsicherheit bezüglich des Notentexts. In den Takten 30 - 37 (falls ich mich nicht verzählt habe) hat die linke Hand ständig wechselnde Vorschläge, es beginnt mit g ges g ges g ges etc. Merkwürdigerweise kommt in meiner Ausgabe in Takt 34 die Reihenfolge durcheinander. Logischerweise wüde ich folgende Vorschläge in Takt 34 erwarten: ges c ces c, im Takt 35 stimmts wieder, nämlich ces c ces c usw.

Falls jemand eine andere Ausgabe als die Sauer-Ausgabe (Peters) hat, würde mich sehr interessieren, was die anderen Ausgaben für Vorschläge in Takt 34 haben.
 
K
koelnklavier
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Die Reihenfolge der Vorschläge T 34 in der GA von Editio Musica Budapest (Szelenyi/Gardonyi):
g-ces-c-ces​
Scheint also offensichtlich kein Irrtum zu sein.

Viel Vergnügen. Paß auf, daß Deine Finger nicht heiß laufen oder Funken sprühen :D
 
H
HaKuNa
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Auch in meiner Version (Henle Verlag, Urtext) hab ich g-ces-c-ces , kann also nur bestätigen was koelnklavier gesagt hat! :)
 
Haydnspaß
Haydnspaß
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Yep hab extra nachgeschaut, keine spezielle Anmerkungen zu diesem Takt. Sonst hör dir doch ein paar youtube Aufnahmen an, vielleicht hört man's ja raus, dann hättest du auch eine Antwort :p

Theoretisch wär das eine Möglichkeit. Aber man hört den Unterschied eh kaum, bei den Klangwolken, die da produziert werden, kann man da eh nichts erkennen ;)

Hier ist einer, der relativ sauber spielt, aber man hört die Vorschläge bei dem Tempo auch nicht:

http://de.youtube.com/watch?v=K98EgwRh-CU

Okay, ich bin jetzt zu der Überzeugung gelangt, daß man absolut überhaupt keinen Unterschied hört, und dann spiel ich wenigstens logisch richtig :p
 
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M
Marcel Petzold
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Also der Notentext ist schon richtig, aber durch die zusätzlichen Sprünge wird es natürlich "etwas" schwerer. Wenn man es jedoch richtig spielt, kommt die melodische Linie klar zum Vorschein. Kissin hat das sehr schön gespielt:

http://de.youtube.com/watch?v=aRycoaMRqis
 
K
konstantin
Guest
meine ausgabe(edition peters) auch g, ces,c,ces.
das aufgelöste g macht auch sinn, da sich dort auch rechts die harmonie auflöst (auch rechts ist ja diesmal g statt ges)
 
Haydnspaß
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Hier kann man mir ein bißchen beim Klimpern zugucken... ;)

(Video und Link wieder entfernt)
 
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Christoph
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Wusste gar nicht, dass du so bei YouTube vertreten bist. Hab mir alles angeschaut......*verneig bis zu den Zehnspitzen*:)

besonderst die h-moll Fuge - meine K-Lehrerin würd mich töten, wenn ich die so spielen würde ;)

P.S. Feux follets scheint ja kein großes Problem für dich zu sein
 
Haydnspaß
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Wusste gar nicht, dass du so bei YouTube vertreten bist. Hab mir alles angeschaut......*verneig bis zu den Zehnspitzen* : )


"Was der Künstler sich wünscht, ist ja nicht Lob,
sondern Verständnis für das, was er angestrebt hat,
einerlei, wie weit sein Versuch gelungen ist. "
Hermann Hesse

Der Künstler freut sich über das Lob aber trotzdem :D

besonderst die h-moll Fuge - meine K-Lehrerin würd mich töten, wenn ich die so spielen würde ; )

Das Thema sollten wir besser an anderer Stelle weiterdiskutieren :)

P.S. Feux follets scheint ja kein großes Problem für dich zu sein

Jedenfalls nicht größer als eine Menge anderer schwieriger Stücke. Das Tempo, in dem die Feux follets üblicherweise gespielt werden, wäre allerdings schon ein Riesenproblem, wenn ich es genauso schnell spielen wollte :floet:
Die Tempoangabe lautet übrigens Allegretto.
 
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Hacon
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Sagmal Haydnspaß, wie hast du das jetzt bitte so schnell geschafft?
Das waren doch gradmal 2 Wochen.
Bist du Konzertpianist?
 
K
konstantin
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@Haydnspaß: das ist zwar ein bisschen off-topic, aber vlt. trotzdem ganz interessant:
Ich habe die Etüde vor ein paar Jahren mal bei Prof. Hellwig in einem Kurs gespielt und er hat mir verraten, dass es vollkommen in Ordnung ist, wenn man die erste Stelle der Doppelgriffe mit der linken Hand abnimmt, was mich damals selbst vollkommen überrascht hat, weil ich
1. das nie gewagt hätte :)
2. auf die Idee nicht gekommen bin

Also in deinem Video ist das dann die gesamte Stelle 0:46 - 1:10, danach hat man ja links die Sprünge, da geht das sowieso nicht.
Wenn du aber einigermaßen große Hände hast, probiert das mal aus, also die Unterstimme der Doppelgriffe mit linker Hand, 2-1. Das ist anfangs total strange, spielt sich aber letztendlich ziemlich gut. Und es kommen noch genug schwere Stellen in dem Stück :)
 
 

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