Feurich Baujahr 1965 für 2800 € ????

  • Ersteller des Themas lubekka
  • Erstellungsdatum
L

lubekka

Dabei seit
Mai 2013
Beiträge
2
Reaktionen
0
Guten Abend.....Ich bin hier neu und ich versuche jetzt zum dritten Mal meine Nachricht zu schreiben. Sie wird immer kurzer, da sie immer wieder verschwindet... Also hier meine telegraphische Nachricht:

Feurich Baujahr 1965 , ca. 110, für 2800 € : Ist der Preis zu hoch? Zu wenig? Was soll ich beachten? Holz etwas verkratzt, deswegen nciht als Möbelstück interessant.... Ein wunderbarer Klang, schöne Tastatur. Ich suche ein Klavier für eine kleine Wohnung, beginne nach langer Zeit wieder Klavier zu spielen, habe höhe Ansprüche und max. 4000 €...

Im Wettbewerb ein Schimmel 1987, ca. 115, für 3000€, und ein Sauter 1993 für 4.900.

Wer kann mir eine Meinung geben? Ich bedanke mich sehr!!!!!
 
Jonathan

Jonathan

Dabei seit
Jan. 2013
Beiträge
219
Reaktionen
6
Hallo lubekka,

Sauter habe ich immer als sehr hart, geradezu metallisch empfunden... Es kommt immer darauf an, welches Klangbild du verfolgst: Eher ein brilliantes, hartes? Dann wäre Sauter was für dich, oder Yamaha (gebraucht)... Ansonsten die anderen beiden.
Zum Feurich: Bj. 1965 kann bedeuten, dass noch ein paar zusätzliche Kosten auf dich zukommen: Je nach Abnutzung spätestens nach ca. 40 Jahren sollten die Hammerköpfe des Klaviers abgezogen und neu intoniert werden, die restliche Mechanik bedarf dann meist auch einer Überholung.
Je nach Zustand, Klang usw. könnten 2800 für das Feurich bzw. 3000 € für das Schimmel-Klavier durchaus ein gutes Geschäft sein: Neue (ganz) deutsche Klaviere beginnen meist bei 8000 €.

Sind die drei Angebote von einem Klavierbauer oder von privat?

Viel Glück bei der Klaviersuche!
Jonathan
 
L

lubekka

Dabei seit
Mai 2013
Beiträge
2
Reaktionen
0
Lieber Jonathan, vielen Dank für Deine Infos. Die drei Klavier sind von einem Händler (ich weiß nicht, ob er selber Klavierbauer ist, er lässt die Klaviere allerdings in seinem Lager bearbeiten).
Ja, Sauter ist in der Tat hell wie eine Glocke.... aber nicht oberflächlich, sonder mit Charakter. Für Bach wäre optimal. Was meinst Du mit "ein Paar zusätzlichen Kosten"? Wie werde ich merken, dass das Klavier diese Reparaturen brauchen wird ?

Liebe Grüße
lubekka
 
Jonathan

Jonathan

Dabei seit
Jan. 2013
Beiträge
219
Reaktionen
6
Hallo lubekka,

wie hoch die Kosten sind kann man so nicht genau sagen, ich habe für die genannten Arbeiten bei meinem Klavier 1500 € gezahlt.
Wenn das Klavier aber von einem (guten und seriösen) Händler verkauft wird, kann man schon davon ausgehen, dass die Arbeiten wenn nötig schon erledigt und im Preis mit inbegriffen sind.
Ob z.B. die Hammerköpfe in einem guten Zustand sind, erkennt man, wenn man von oben in das geöffnete Klavier auf die Hämmer schaut:
Wenn an den Stellen, wo die Hämmer auf die Saiten treffen, deutliche Einkerbungen zu sehen sind, deutet das darauf hin, dass entsprechend nötige Arbeiten (Hammerbefilzung abziehen, nachintonieren) noch nicht gemacht worden sind.
Auch an der Mechanik lässt sich das feststellen: Ist das Spielgefühl "wackelig" oder zäh? Ist der Anschlag ungleichmäßig? All das deutet z.B. auf eine schlecht oder noch nicht gewartete Mechanik hin.

So, viel Text, hoffe ich konnte weiterhelfen! ;)

Grüße
Jonathan
 
 

Top Bottom