Fänger (?) stehen nicht parallel - Wichtig?


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semifusa
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Hallo!

(entschuldigt bitte die vermutlich viele Schreib- und Grammatikfehler; die deutsche Sprache ist wirklich nicht die einfachste... :()

Da ich auf der Suche nach einem Klavier bin, lese ich schon seit einigen Monaten eure hilfreiche Beiträge. So habe ich, wie empfohlen, relativ viele verschiedene Klaviere bespielt, und endlich habe ich "mein" Klavier gefunden! (übrigens bei einem Händler der in diesem Forum einen guten Ruf hat).

Der Klang ist -für mich- wunderbar, das Klavier spielt sich sehr angenehm und scheint in einem sehr guten Zustand zu sein (Baujahr ist 1927). Das einzige, das mich ein bißchen verunsichert, ist dass die Fänger, wenn sie wirklich so heißen, ziemlich schief stehen. Ein Foto ist dabei.

Und die Frage ist, natürlich: hat das eine wichtige Wirkung, bzw. sollte man es unbedingt regulieren lassen?

Vielen Dank!
semifusa
 

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Tastenscherge
Tastenscherge
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Die Fänger sorgen dafür, dass die Hämmer abgefangen werden. Das sollte schon gleichmäßig sein. Aaaber: Gleichmäßigkeit ist nur wichtig bei der Fanglinie, d.h. dass die Hämmer nach dem Anschlagen in einer Linie stehen. Dagegen ist eine ungleichmäßige Fängerlinie (die du ansprichst) nicht wirklich wichtig. Wenn die bei neuen oder generalüberholten Klavieren ungleichmäßig ist, ist etwas faul. Bei gebrauchten Klavieren hingegen ist das eher die Regel und nicht schlimm. Manche Tasten wurden halt mehr gespielt als andere, und solange nicht komplett alle Filze ausgetauscht wurden, ist das halt das Ergebnis. Also nur optisch unschön. Man kann natürlich den Fang noch über die Spieltiefe regulieren, wobei ich mich aber frage, was schlimmer ist: ungleichmäßige Spieltiefe oder schiefe Fängerlinie.
 
M
Moehre
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Dort stimmt mit ziemlich hoher Sicherheit die Tastenhöhe bzw eher gesagt die Spieltiefe der Halbtöne nicht. Oder vielleicht auch beides.

Vor allem in der Mittellage wird die Spieltiefe der Halbtöne deutlich größer sein als die der weißen Tasten. Kann man sehr gut daran erkennen, da immer die Fänger der Halbtöne (vor allem in der ML) etwas weiter zurück stehen.

Stellt erstmal kein riesen Problem da... Man hat nur ein ungleichmäßiges Spielgefühl, was unangenehm sein kann.
 
S
semifusa
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Danke, Tastenscherge und Moehre!

Das sind gute Nachrichten, dann muss ich mir erstmal nicht so viele Sorgen machen.

Ein ungleichmäßiges Spielgefühl habe ich beim probespielen nicht gemerkt, zumindest nicht extrem. Hoffentlich bleibt es so!
 
Tastenscherge
Tastenscherge
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Ein ungleichmäßiges Spielgefühl habe ich beim probespielen nicht gemerkt, zumindest nicht extrem. Hoffentlich bleibt es so!

Dann gibt es keinen Grund sich Sorgen zu machen. Die Bedürfnisse von Klavierbauern und Klavierspielern gehen sowieso diametral auseinander :D

Klavierspieler denken in Kategorien von passt, gefällt, geht schon oder auch nicht. Klavierbauer denken eher in mm von Reguliermaßen und wundern sich manchmal, wie unkritisch selbst professionelle Spieler manchmal sind. Ich habe einen Kunden, der ein international renommierter Jazzpianist ist, der allerdings die letzten 15 Jahre auf einer extrem runtergespielten DDR-Gurke geübt hat. Trotzdem hat das Instrument ihm gut gefallen.
 
 

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