Einfache bis mittelschwere Orgelwerke von Max Reger, Hoch-/Spätromantik

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Rauschpfeife

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Guten Abend,

Kann der ein oder andere von Euch vielleicht ein paar solcher Stücke (s.o.) aus der/des genannten Epoche/Komponisten nennen, die vielleicht nicht allzu schwer sind (so dass sie auch von einem C/D-Organist zu bewältigen sind.

Es darf sehr gerne kräftige und (musikalisch) schwere Musik sein! Etwas womit man die Orgeln der deutschen Romantik mal so richtig „ausspielen“ kann - ihr wisst was ich meine...

Vielen Dank für Eure Anregungen!
 
Axel

Axel

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Von Reger sind sehr einfach die Choralvorspiele op. 135a. Die Sammlung op. 67 ist sehr durchwachsen von leicht bis wirklich schwer.
By the way: op. 27 ist wirklich schwer.
Bei Schott gibt es drei Hefte mit leichten Orgelwerken: Choralvorspiele op. 135a, eine Choralvorspielsammlung mit einer 70er Opusnummer (finde ich etwas akademisch) und ein Heft mit kleineren freien Stücken.
Dann die Suite op. 92 und die Stücke op. 129. Ohne op. gibt es noch die bekannte d-moll Passacaglia, nicht sehr schwer, aber von Blatt - wie Reger meinte - geht es dann doch nicht.
 
Axel

Axel

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Bei Karg-Elert ist der Schwierigkeitsgrad auch recht unterschiedlich. Der Butz-Verlag hat mehrere Bände mit kürzeren Stücken zusammengestellt. Sehr zu empfehlen. Die Choralimprovisationen op. 65 sind extrem unterschiedlich, bekannt und gut machbar das o.g. "Nun danket". Etwas leichter schätze ich die Sammlung op. 78 ein.

Dann hätten wir noch Rheinberger, der in den anspruchsvollen Stücken nicht so schwer wie Reger ist, aber kaum wirklich leichte Sachen hinterlassen hat. Am ehesten noch 6 Stücke o. op., bei Butz erschienen. Die Einzelstücke sind fast alle nicht leicht, etwas kürzer sind die Monologe op. 162. Aus op. 156 vielleicht noch Abendfriede.

Die Choralvorspiele von Brahms sind ebenfalls zu empfehlen.

Von Liszt gibt es eine Reihe kleinerer Stücke, die ausgesprochen meditativ sind. Wenn du in etwas größeres einsteigen willst, ist vielleicht die Evocation ein gutes Stück.

Ansonsten kannst Du es natürlich auch abseits der ausgetretenen Pfade versuchen. Gustav Merkel war ein respektabler Komponist, Adolf Hesse auch. Oder ein Tipp aus dem Rheinland: Carl Sattler, vielleicht die Variationen über "Großer Gott".
 
Rauschpfeife

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Vielen Dank für die hilfreichen Antworten und Empfehlungen! "Nun danket..." von Karg-Elert ist schon mehr oder weniger im Repertoire. Ich werde mir mal Zeit nehmen, all die anderen Werke zu sichten. Besonderen Dank an Axel für die Mühen beim Heraussuchen.

Grüße
 
S

St. Francois de Paola

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Ich finde B-A-C-H von Liszt sehr wirkungsvoll und vom Schwierigkeitsgrad her eher in der Mitte anzusiedeln.
Im Manual sind ein paar etwas gemeine Passagen, das Pedal ist aber wirklich von vorne bis hinten leicht.
 
S

St. Francois de Paola

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Das ist sicherlich deutlich über dem, was allgemein in einer C-Prüfung erwartet wird, meiner Meinung nach aber weitaus leichter als z.B. Ein feste Burg von Reger.
 
Axel

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Das ist sicherlich deutlich über dem, was allgemein in einer C-Prüfung erwartet wird, meiner Meinung nach aber weitaus leichter als z.B. Ein feste Burg von Reger.
Sehe ich ähnlich. Ich habe es genau einmal unterrichtet, auch mit einer Schülerin, die pianistisch ausgesprochen fit war. Dann ist das im Pedal natürlich kein Problem mehr. Nach meiner Erfahrung können das aber 90% der C-Organisten nicht.
 

hintersatz

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Helmut Völkls Sammlung
Freie Orgelmusik des 19. Jahrhunderts für den gottesdienstlichen Gebrauch
sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, siehe auch Ingo Bredenbachs Rezension:

https://www.carus-verlag.com/kompon...ie-orgelmusik-des-19-jahrhunderts-band-i.html

Die mittlerweile 3-bändige Sammlung kann man sehr empfehlen, Reger kommt nur am Rande vor, der ist ja s.o. bereits gut verlegt. Es sind auch ein paar wirklich leichte Stücke dabei, wenn man (ich kenne nur Bd.1+2) die Sammlung (für das Orgelnachspiel etwa) komplett parat haben möchte, ist es schon etwas mehr Arbeit.
Es ist denke ich auch ein Anliegen des Bändchens, den Begriff "deutsche Orgelromantik" aus der staubigen B-A-C-H/Morgensternfantasie-Schublade herauszuholen.

Den ersten Band habe ich vor Jahren mal eingespielt. Von derAufnahmetechnik her würde ich das heute anders machen:
http://www.youtube.com/view_play_list?p=83EC55920E588D01
 
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