Dissonanzen - verstecken oder hervorheben?

Schreibt auch wiki:
"Der Begriff Dissonanz (von lateinisch: dis = „unterschiedlich, auseinander“ und sonare = „klingen“) ist in der Musik die Bezeichnung für Intervalle und Akkorde, die als „auflösungsbedürftig“ empfunden werden."

"Dass ein Intervall nicht als Dissonanz gehört wird, heißt nicht, dass es keine Dissonanz ist, sondern die Wahrnehmung der Dissonanz hat sich verändert. So müssen im Jazz Dissonanzen nicht mehr aufgelöst werden. Sie gehören als Farbklänge zur akkordischen Klangwelt des Jazz."
 
Nochmal zurück zur Frage: Ich glaube, wenn man eine Dissonanz "kaschiert", erweckt man den Eindruck, als habe man deren Sinn nicht verstanden. Es ist ein bisschen wie das "Schwer-leicht"-Schema in der Klassik, das, wenn es nicht ausmusiziert wird, von Klassik-Liebhabern als "leichtfertig" oder gar "hart" interpretiert wird. Genauso wie man etwa falsche Töne so leise spielen kann wie man will, man sie aber trotzdem hört, so klingen Dissonanzen am Ende "falsch" wenn sie nicht als Dissonanzen vom Spieler empfunden und wiedergegeben werden.
 

Zurück
Top Bottom