Digital Piano Dexibell Vivo H10 und H10MG - Erfahrungen?


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sito1234
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Hallo Leute,

hat Einer von Euch schon einen Dexibell H10 oder H10MG (Flügelform) - Digitalpiano zuhause herumstehen oder konnte schon mal antesten oder Erfahrungen sammeln?
Ich frage, weil ich nach einem neuen Digi suche und meinen Hybrid (Yamaha N1X) verkauft habe - der hatte mich ständig mechanisch geärgert!. Da kam mir nur noch Kawai NV10S zuerst in den Sinn oder sogar die Silentversion vom GL10 (mit neuerdings ATX4), aber durch die Chipkriese gibt es Wartezeiten bis Anfang 2022!
Habe daraufhin von dem italienischen Hersteller Dexibell (früher Roland-Italien) den H10 angespielt mit der Fatar Tp400Wood-Tastatur, und war von Klang verplüft - im positiven Sinne ;-)
Der Dexibell H10MG (Minigrand) hat ein Soundboard (aus Stradivari-Holz) mit 4 Verstärker und insgesamt 15 Lautsprecher. Es gibt ihn im Moment aber nirgendwo zum anspielen. Die Tastaturen sollen bei beiden H10‘s die selben sein - damit könnte ich wahrscheinlich leben, obwohl nicht Hybrid, aber escapement, graduiert gewichtet, 3 Sensoren, Ivory-Touch etc.
Fühlte sich garnicht so schlecht an beim H10 mit den Holztasten, was und wie auch immer die das geschafft haben.

Also, ich liebäugle, nach diesem umhauenden, wahnsinns Piano-Sound jetzt mit dem Flügel „H10MG“.
Sehe es leider außer im Internet bei keinem Händler. Habt Ihr das Ding schon mal unter den Fingern gehabt und auch mal ohne Kopfhörer, akustisch laut im Raum hören können? Und wenn ja, welchen Eindruck habt Ihr davon bekommen?

Danke für Euer Feedback

Josef
 
samea
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Hallo @sito1234 , auf der Musikmesse habe ich das Dexibell Vivo H 10 angespielt. Mir persönlich hat es vom Klang und von der Klaviatur gut gefallen ( ich bin aber Anfänger ). Es ist bei mir in der engeren Auswahl für ein neues Piano gelandet. Die Modelle unterhalb des H10 sagten mir nicht zu. Ich fand den Klang (Lautsprecher ) nicht so gut und auch die Klaviatur war mir zu keyboardartig. Theoretisch hätte das nicht sein sollen, da die dortigen Modelle von der Klaviatur identisch sein sollten. Es kann also an der Softwareeinstellung gelegen haben.

Was mir bei Dexibell negativ aufgefallen ist, ist das auf der Messe die Mitarbeiter keinerlei Interesse an einer Kundenberatung im Pianobereich hatten. Dieses Desinteresse bestand kontinuierlich an allen drei Messetagen. Beraten wurde ausschließlich zu den Keyboards. So konnte ich nicht wirklich viel über das Instrument erfahren, denn auch ein Handbuch war nicht verfügbar. Es gab nur den Werbeprospekt.
 
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Shigeru
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Tastenscherge
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Dafür, dass das keine echte Flügel- oder Klaviermechanik hat (also kein echtes Hybrid-Piano ist), ist das aber ziemlich teuer mit 7.190 €. Nur weil es einen hölzernen Resonanzboden hat? Aber die Sounds auf der Homepage sind schon ziemlich gut, finde ich.
 
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sito1234
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Aha, also aus Fichte. :-)

Auf jeden Fall interessant. Von der Marke habe ich noch nie gehört.
Ja genau - Fichte! Aber eine der teuersten, angeblich mit speziellen akustischen Eigenschaften, die bei den teuren Instrumenten eingesetzt werden. 😉.
Dexibell macht ein mords Hype daraus, wenn man die Beschreibung liest.😂. Zu gern würde ich das mal live hören!


Hier Zitat:
What makes the spruce woods and, in particular, the Italian spruce from Italy’s Val di Fiemme region so popular as soundboard materials is that this species of wood has the property of absorbing higher tones more effectively; only transmitting the sounds we perceive as round and mellow.

This wood is particularly elastic, transmits sound better; and its naturally formed lymphatic channels are like tiny organ pipes that create a beautiful resonance.

For this reason, Italian spruce trees are cut down on a waning moon, between October and November, when there is less sap in the trunk.

In fact, the legendary violin luthier Stradivari and the Cremonese luthiers, whose instruments represent the pinnacle of musicality, use Italian spruce.

It is said that Stradivari himself wandered through the forests in search of the most suitable trees for the construction of his violins: centuries-old spruces whose wood, thanks to its particular capacity for “resonance”, provided the ideal raw material for the construction of his soundboards.

The innovation of Dexibell with the VIVO H10 MG digital mini grand piano is precisely that of using a soundboard in Italian Spruce from the Val di Fiemme combined with a ground-breaking multi-amplification system.
 
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sito1234
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Dafür, dass das keine echte Flügel- oder Klaviermechanik hat (also kein echtes Hybrid-Piano ist), ist das aber ziemlich teuer mit 7.190 €. Nur weil es einen hölzernen Resonanzboden hat? Aber die Sounds auf der Homepage sind schon ziemlich gut, finde ich.
Den Preis habe ich auch schon für 6.325€ gefunden - aber bin schon Deiner Meinung „zu teuer“. Doppelt so teuer wie der H10, der die gleiche Elektronik und Software und Tastatur hat.

Bei der Tastatur bin ich echt empfindlich, da ich bisher nicht nur akustische Pianos/Flügel und Hybrids (Yamaha Grand N1 und N1X) hatte. Dexibell hat wohl mit Fatar (ist ja kein unbeschriebener Hersteller von Tastaturen) die TP400wood speziell angepasst - was auch immer das heissen soll! Auf jedenfall war ich sehr skeptisch, aber nach 2 Minuten spielen, dachte ich mir : Upps, die hat aber was! Nicht mit Hybrid vergleichbar, aber auch nicht vergleichbar mit den teuren, guten Tastaturen wie RH-III. Irgendwo dazwischen. Sehr angenehm und ausgeglichen und präzise zu spielen.

Ich glaube, der so hohe Preis erklärt sich wahrscheinlich nicht nur aufgrund des speziellen Soundboards, sondern auch aufgrund der mehr-Verstärker und 15 Speaker, damit man einem „echten“ Flügel zumindest Volumentechnisch näher kommt🤷🏻‍♂️ Und bestimmt auch wegen dem einzigartigem Design, das von Ferrari–Designer wohl gemacht wurde (Mannomann - die sind doch teuer! ). Konsequent italienisch halt alles. Für mich ok.

Bin gespannt wer den schon mal spielen und mit offenen Flügel hören konnte.
 
Shigeru
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Bin gespannt wer den schon mal spielen und mit offenen Flügel hören konnte
Von Kawai gab es auch mal einen Digitalflügel (DP1), den man auf der Messe nur anschauen konnte (Prototyp) und der anscheinend nur 1-3 Mal in Deutschland verkauft werden konnte und bald wieder aus dem Programm genommen wurde.
Vielleicht hat Dexibell auch nur einen einzigen Prototyp gebaut und schaut, wie groß die Nachfrage ist.
Wenn man da nur ein paar Hunderter drauf legt, bekommt man ein gutes Klavier mit Silent/Anytime 4, also quasi 2 Instrumente in einem Gehäuse. Aber mir wäre das alles zu teuer, da ich das nicht brauche.
 
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sito1234
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Von Kawai gab es auch mal einen Digitalflügel (DP1), den man auf der Messe nur anschauen konnte (Prototyp) und der anscheinend nur 1-3 Mal in Deutschland verkauft werden konnte und bald wieder aus dem Programm genommen wurde.
Vielleicht hat Dexibell auch nur einen einzigen Prototyp gebaut und schaut, wie groß die Nachfrage ist.
Wenn man da nur ein paar Hunderter drauf legt, bekommt man ein gutes Klavier mit Silent/Anytime 4, also quasi 2 Instrumente in einem Gehäuse. Aber mir wäre das alles zu teuer, da ich das nicht brauche.
Laut Dexibell selbst kommen sie nicht mehr hinterher mit der Produktion der Bestellungen und Auslieferungen. Sehr gefragt.

Man sieht auch einige Videos und YouTube Kanäle, von Leute die das Ding schon besitzen im Wohnzimmer.
z.B. in „Weiss poliert“:

Ein Musikhändler in der Schweiz sagte mir, dass die Vertriebsstruktur sehr eigen sei, und die Händler nicht so wie gewohnt viel dran verdienen würden. Der Markt für Deutschland sei noch im Aufbau. 🤷🏼🤷🏼‍♀️
 
agraffentoni
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instrumentenfreak
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Ich hatte mal einige Zeit lang ein Dexibell Vivo im Musikraum stehen (mit eingebauten Speakern). Die anfängliche Begeisterung verflog nach einiger Zeit. Die Tastatur fühlte sich irgendwie unpräzise an. Direkt daneben stand ein Yamaha p45 - da war der Klang bescheiden, aber die Tastatur deutlich angenehmer. Mittlerweile steht daneben ein Kawai Flügel. Zu Hause spiele ich ein Kawai es8, sowie Nord Stage 88ex. Das Nord klingt am besten, hat aber ebenfalls keine besonders gute Tastatur. Das ES8 ist am ausgeglichensten, finde ich (RH3 Hammer Action).

Nachtrag: ich habe auch schon Clavinovas und Stagepianos von Roland besessen. Deren Tastaturen empfand ich durchgehend als sehr angenehm. Zum Kawai ES8 gibt es vielleicht noch zu sagen, dass es nicht das schönste Spielgefühl hat, aber es ist am ehrlichsten. Es deckt Spielfehler besser auf als die anderen Tastaturen, allerdings dämpft das manchmal auch den Spielspaß :D Es ist kein Digi, bei dem "alles gut klingt, egal wie schlecht man spielt". Genau das Gegenteil zu den Roland-Digis, die ich bisher hatte.
(Disclaimer: ich bin Gitarrist, kein Pianist)
 
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Wiedereinaussteiger
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Die alten Resonanzböden, die die Klavierbauer überm Teich bei einer Renovierung aus den Steinis herausreissen,
wären da eine adäquate Alternative, oder @Wiedereinaussteiger ?
:idee:Die haben dich schon ihr akustisches Gedächtnis.:konfus:;-)
Der ganze Thread schreit mich förmlich an, "Guerilla-Marketing".

Ich habe noch kein einziges Digitalpiano gefunden, mit oder ohne Fichte, mit oder ohne gewichtete "Hämmer", das im Anschlag wirklich einem Flügel gleichkäme.

"Stradivari-Holz" - Da kippte es bei mir, nur mal ein kleiner Hinweis an die Guerillas.

Es gibt kein "Stradivari-Holz". Es gibt Fichte verschiedener Varietäten. Die im Val di Fiemme mit der Varietät Haselfichte ist auch nicht die allerbeste...
Paul McNulty, Fertiger hochwertiger Repros von Uralt-Flügeln, holt sein Klangholz aus böhmischen Wäldern. Er weiß, dass die Wiener Instrumentenmacher dort einkauften.
Die Saga vom Val di Fiemme ist eine Saga. Es gibt sehr gutes Holz dort, keine Frage. Die Wahrheit betreffs Verwendung in Cremona ist eine andere. Die lässt sich nur nicht so gut vermarketingelingern.

Zum Gedächtnis: Ja, die Welt der Violinenmöger weiß, dass ein Instrument leidet, wenn ungespielt. Wir wissen nichtmal, ob die Strads nicht erst jetzt ... so gut sind, nach 350 Jahren Gespieltwordensein..., denn es gibt keine Aufnahmen aus dem 17. Jahrhundert, wie die Violinen klangen, als sie neu waren.
Ein Gedächtnis, oder mindestens ein Leiden im Klang, wenn ungespielt - Grund, warum "Investoren" ihre Strads an hervorragende Violinisten ausleihen, statt sie im Tresor vergammeln zu haben.

D.h. da passiert was im Holz - was genau, das ist noch unergründet. Vielelicht nie ergründbar. Man müsste es hinnehmen - Holz als lebendiges Material.
 
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sito1234
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Ich hatte mal einige Zeit lang ein Dexibell Vivo im Musikraum stehen (mit eingebauten Speakern). Die anfängliche Begeisterung verflog nach einiger Zeit. Die Tastatur fühlte sich irgendwie unpräzise an. Direkt daneben stand ein Yamaha p45 - da war der Klang bescheiden, aber die Tastatur deutlich angenehmer. Mittlerweile steht daneben ein Kawai Flügel. Zu Hause spiele ich ein Kawai es8, sowie Nord Stage 88ex. Das Nord klingt am besten, hat aber ebenfalls keine besonders gute Tastatur. Das ES8 ist am ausgeglichensten, finde ich (RH3 Hammer Action).

Nachtrag: ich habe auch schon Clavinovas und Stagepianos von Roland besessen. Deren Tastaturen empfand ich durchgehend als sehr angenehm. Zum Kawai ES8 gibt es vielleicht noch zu sagen, dass es nicht das schönste Spielgefühl hat, aber es ist am ehrlichsten. Es deckt Spielfehler besser auf als die anderen Tastaturen, allerdings dämpft das manchmal auch den Spielspaß :D Es ist kein Digi, bei dem "alles gut klingt, egal wie schlecht man spielt". Genau das Gegenteil zu den Roland-Digis, die ich bisher hatte.
(Disclaimer: ich bin Gitarrist, kein Pianist)
Hallo Instrumentfreak,

von welchem Vivo sprichst Du genau, den Du hattest? Es gibt ja viele und viele unterschiedliche Klaviaturen von Fatar dort eingebaut.
Den Kawai ES8 hatte ich auch 3 Jahre - tolles Gerät. Habe jetzt den Nachfolger ES920 auch, der sogar verbessert wurde in einigen Punkten. Finde das Spielgefühl beim ES920 besser als beim ES8, obwohl beide RH3 sind. Aber eben nicht gleich!

Wir sprechen beim Vivo H10 und H10MG aber von einer anderen Nummer, als von RH3. Fühlte sich für mich viel viel besser an und angenähert an eine Holzhybrid-Klaviatur von den Yamaha Grands, aber nicht so präzise wie die Millineum 3 von Kawai. Was auch immer Dexibell da mit der Firma Fatar bei der tp400wood-Klaviatur neu gemacht/verändert hat, fühlt sich top an. Schade finde ich, dass bei der Klaviatur die 3fach Kontakte aus Gummi geblieben sind (wahrscheinlich aus Kostengründen) - eben ähnlich wie die RH3. Lichtsensoren wie Bei den Hybrids wären 1000 mal besser gewesen, aber auch viel teurer.
 
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sito1234
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Hallo Alle,

habe es getan und mir zuerst den kleinen Bruder H10 (ohne Holz-Soundboard) geholt. Aber der H10MG wird mir hoffentlich auch bald geliefert.

Ich sage Euch nur Eines: Wahnsinns Klang. Tolle Tastatur (besser als die vom ES8 oder ES920), saubere Verarbeitung des Hochglanz-Gehäuses mit Fallboard. Bin seit 2 Wochen dran und die Möglichkeit allein komplett andere Klavier-Samples zu den bestehenden dazu zu nehmen/zu laden mit bis zu 15 Sekunden Samples pro Taste bei unendlicher polyfonie lässt Yamaha und Kawai und Roland ein wenig "veraltert" aussehen - Meine Meinung.
Wird die Zeit es bringen, was mit der Tastaur so geschieht - ob sie so präzise und angenehm bleibt, oder ob sich etwas verändert.
Also, ist kein Schnickschnack oder Kinderspielzeug, sondern ein äusserst professionelles, mutig designtes Piano. Das zugegebermassen teure Instrument (H10 habe ich für 3000,-Eur bekommen), macht im Moment grossen Spass. Bin noch nicht an meine Grenzen gestossen.............mal abwarten wann! ;-)
 
 

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