Billiges, gebrauchtes Übeinstrument anschaffen

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St. Francois de Paola

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So liebe Forenmitglieder,

ich spiele mit dem Gedanken, um öfter Orgel üben zu können und nicht immer 100 Jahre zu brauchen, um ein neues Stück einzuüben, mir ein billiges, gebrauchtes elektrisches/elektronisches Instrument zum Üben zu besorgen.

Was ich damit vorhabe:
- Literatur üben. (Die schwierigsten Stücke, die ich so auf der Agenda habe, wären Sachen wie BWV 542, Reger Op. 63 5/6 - meist werden aber eher einfachere Sachen gespielt wie BWV 537, BuxWV 140, Orgelbüchlein...) Dabei soll primär die Grundlage erarbeitet werden, Feinheiten in der Artikulation mit Rücksicht auf den Klang im Raum etc. sollen an richtigen Instrumenten erarbeitet werden
- Gelegentlich mal einen Sonntag vorbereiten
- Daran arbeiten, von einem ganz grausam schlechten zu einem normal schlechten Improvisator zu werden

Die Probleme dabei wären:
- Nicht viel Geld vorhanden, bzw. weil ich elektrische Instrumente irgendwie auch nur bedingt als Musikinstrumente akzeptiere, auch nicht wirklich Bereitschaft, viel Geld auszugeben.
- Überhaupt keine Ahnung von den Dingern vorhanden


Meiner Ansprüche wären folgende:

Unbedingt notwendig:
- komplett funktionsfähig
- zwei Manuale mit normaler Mensur, Tonumfang mindestens C-g'''
- Pedal mit "echter" Mensur, Tonumfang C-f' (im extremen Notfall reicht auch C bis d')
- bei Defekt ohne riesigen Aufwand wieder reparabel - oder alternativ Defekt extrem unwahrscheinlich
- Kopfhöreranschluss
- Pedal abnehmbar - sonst bekomme ich es nicht in die Wohnung

Sollte möglichst sein:
- Manuale haptisch/mechanisch nicht ganz so schrecklich wie von einem Billigstspielzeugkeyboard (auch wenn mir klar ist, dass eine Haptik wie bei einer richtigen Orgel mit mechanischer Traktur nicht möglich ist, schon gar nicht für wenig Geld)
- Nicht ganz so schrecklicher Klang

Wäre schön:
- Schweller
- Setzeranlage
- MIDI-Fähigkeit oder MIDIfizierung mit wenig Aufwand möglich
- nicht zu riesig, damit nicht zu viel Platz im Wohnzimmer weg ist und man vielleicht 200€ für eine Spedition spart und man das Ding in einem Van transportieren kann

Die eigentlichen Fragen dazu wären:

- Glaubt ihr, bei meinen Ansprüchen wäre mit 500€-1000€ sinnvoll, drüber nachzudenken (es eilt nicht all zu sehr)? Man könnte zumindest die Hoffnung haben, wenn Ebay-Kleinanzeigen so ansieht - aber das kann natürlich alles Schrott sein
- Worauf muss ich achten, damit ich weiß, dass das Gerät nicht nach kurzer Zeit 80kg Sperrmüll ist? Gibt es empfehlenswerte Hersteller/Modelle, die selten kaputt gehen und leicht zu reparieren sind? Gibt es Hersteller, von denen unbedingt Abstand zu halten ist?
 
L

Lübeck

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Also ich hatte etwa die selben Ansprüche wie du und habe dann relativ spontan bei einem Angebot auf ebay zugeschlagen. Die Orgel hat ein paar Macken (kaputte Setzeranlage, ein paar defekte Töne bei eher unwichtigen Registern). Dafür habe ich aber auch nur 330€ bezahlt, da die Verkäufer die Orgel loswerden wollten. Gelohnt hat sich das allemal. Ich kann dir den Kauf eines Übeinstrumentes nur empfehlen. Das hilft ungemein.
Nur beim Spielgefühl sollte man bereit sein, Abstiche zu machen. Wenn man aber gelegentlich noch auf echten Orgeln übt, ist das eigentlich auch kein großes Problem.
 
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Klassikfreund2

Klassikfreund2

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Hier gäbe es ein sehr preiswertes Instrument, das augenscheinlich sehr gut erhalten ist:
Leider vermutlich ohne MIDI, kann also nicht mit Hauptwerk und Co nachgerüstet werden.
Ich habe meine Orgel mit einem Kleintransporter (Ford Connect) selbst abgeholt.
Das Pedal ist auf jeden Fall abnehmbar.
Johannus ist ein etablierter Anbieter und schon sehr lange am Markt.
 
S

St. Francois de Paola

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OK vielen Dank euch erstmal. Habe am Samstag das erste 250€-Instrument ausprobiert. War haptisch echt gut, aber das obere Manual war im Eimer (und der Klang auch nicht gut).
Wenn ich irgendwelche Register im oberen Manual ziehe, ertönt immer ein Cluster, ansonsten reagieren aber alle Tasten.
Ob man so etwas mit einmal Kontakte reinigen wegbekommt?Um dieses sehr alte DIng handelte es sich:
 
S

St. Francois de Paola

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Wer Interesse hat, bin mit einem Gerät der marke Ahlborn fündig geworden. Komplett funktionsfähig mit Midi-Ausgang für 70€.
Einziger Kleiner Haken ist, dass das Pedal nur bis d' geht.
 
S

St. Francois de Paola

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Die mag ich sowieso nicht so wahnsinnig. Bei Reger kann einem da oben aber auch schon mal was fehlen oder bei der F-Dur-Toccata von Bach.

Dazu fällt mir aber noch was ein, wenn ich jetzt irgendwann die Hauptwerksoftware hole (davon ab, dass ich gar keinen Plan habe, wo man die holt etc.) und hole mir ein Sampleset, z.B. von einer Silbermannorgel, habe ih dann ein künstliches cis' und d' oder garkeins? Oder ich hole mir eine Schnitgerorgel, habe ich dann auch die Tastenanordnung im Pedal so kurzoktavmäßig und kein Cis und eventuell auch kein Es?
 
Klassikfreund2

Klassikfreund2

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Glückwunsch zum Kauf!

Da ist Dir ja wirklich ein Schnäpchen über den Weg gelaufen!

Versuch es doch erst mal mit GrandOrgue.
Dafür gibt es sehr viele und auch gute Samplesets kostenlos und ein Demoinstrument ist auch schon dabei.

In der Regel haben die Sets in der Standardversion den tatsächlichen Tonumfang des Originals. Es gibt dann aber auch (in der Regel) ein zusätzliche Version mit erweitertem Tonunfang. Hier werden die fehlenden Töne durch Pitch aus anderen vorhandenen Tönen gewonnen. Der fehlende Ton im Pedal bleibt davon natürlich unberührt - der fehlt halt immer!
 
virtualcai

virtualcai

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Unter Windows wäre es mit der Software MIDI-OX übrigens möglich, auch einzelne Tasten des Pedals zu transponieren. Man sollte hinreichend IT-affin sein und es ist vermutlich nicht sinnvoll, außer man benötigt ganz dringend einen auf dem Pedal nicht vrhandenen Ton, verzichtet auf einen anderen Ton und riskiert sich damit zu verwirren.
 

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