Beratung für 6 jährige

Meine Tochter hat auch im letzten Kindergartenjahr begonnen. Noten lesen lernen geht auch ohne Lesen zu können. Sie konnte ruck-zuck die Noten lesen.
Kinder sind meist intelligenter, als Erwachsene wahrhaben wollen. Wer Smileys lesen kann, kommt auch mit ägyptischen Hieroglyphen bestens zurecht - da sollten Noten erst recht kein Problem sein …
Was die Länge des Unterrichts angeht ist es sicherlich vom Kind abhängig. Anfangs hat meine Tochter nur eine halbe Stunde geschafft, selbst wenn sie nicht die ganze Zeit am Instrument war. Jetzt mit 8 schafft sie 1 Stunde Unterricht gut durchzuhalten.
Wenn Kinder von einer Sache fasziniert sind, ist Zeit kein einschränkendes Kriterium - im Gegenteil! Kennen alle Eltern, spätestens wenn es darum geht, die Kleinen ins Bett zu kriegen.
 
Kinder können sehr unterschiedlich sein, ich weiß nicht ob man da allgemeingültige Verfahrensweisen festlegen kann.
 
Doch, @Henry , kann man. Bei aller Unterschiedlichkeit ähneln wir Menschen uns, wie Katzen sich auch alle im Verhalten ähneln, obwohl jede ihren eigenen Charakter hat.
Für Kinder gilt, und das möchte ich allgemein sagen:
Wenn Du sie gern hast, mögen sie dich auch!
Manches tuen Kinder für den Lehrer und nicht, weil sie etwas schon einsehen, dass diese oder jene Übung jetzt notwendig ist.
Kinder brauchen Regeln.
Kommt eine Lehrerin mit jede Menge "Dutzi dutzi" und "Priiiiima" daher, wäre ich als Mutter skeptisch.
Und ja, auch ich finde, Lehrer sollten ein Konzept haben und sehr spontan davon abweichen können!
Sie sollten möglichst improvisieren können.
Vielleicht kann die potentielle Lehrerin dem Kind mal etwas vorspielen, dann merkt man auch als unmusikalische Eltern, ob es schön klingt.
Und als letztes:
Klavier vor Lehrer!
Sonst verpufft der Enthusiasmus, bevor er beginnen konnte.
 
@Tastatula , ich seh die Unterschiedlichkeit ja schon bei meinen 3 Buben....gut, den Großen lass ich jetzt mal aussen vor, der ist nun absolut anders als die anderen kleinen Mädchen.

Aber nur mal meine beiden Kleinen:

Der Mittlere nahm gern Klavierunterricht, aber Du kriegst ihn ned da zu irgendwo was vorzuspielen.

Der Kleine hingegen hat überhaupt keinen Bock Klavier zu lernen, ist dafür aber ne Rampensau.

Der geht einfach mal ans Klavier und produziert Geräusche ala Schönberg, Webern usw.
 
Bei uns war auch die Unterstützung durch die Eltern wichtig.
Vielleicht habe ich es übertrieben, aber meine Kids brauchten viel Support. Der wichtigste Punkt war oft dabei zu sein, damit sie nicht alleine üben und eine Rückkopplung bekommen.
- Hilfe bei neuen Stücken, da war bei uns Notenlesen gefragt.
- Checken ob die Vorgaben des Lehrers beachtet werden, das fing schon damit an, dass sie die Schrift des Lehrers nicht so gut lesen können. Andererseits wissen sie meistens auch so was zu tun ist.
- an Übezeiten erinnern!
- Als Höhepunkt ein fertiges Stück aufnehmen.
- Anwesenheit bei Vorspielen
- Vorspiel vor der Familie, vor Freunden und am besten mit anderen befreundeten Klavierschülern organisieren.

Wie geschrieben, vielleicht habe ich ein bisschen viel unterstützt, aber bis jetzt haben alle Beteiligten ihren Spaß und sind noch dabei. Der Lernfortschritt ist nur deutlich kleiner geworden, Schule und sportliche Aktivitäten fordern mehr Zeit.
 
Aber nur mal meine beiden Kleinen:

Der Mittlere nahm gern Klavierunterricht, aber Du kriegst ihn ned da zu irgendwo was vorzuspielen.

Der Kleine hingegen hat überhaupt keinen Bock Klavier zu lernen, ist dafür aber ne Rampensau.

Der geht einfach mal ans Klavier und produziert Geräusche ala Schönberg, Webern usw.
Das bedeutet ja eigentlich nur, dass jedes Kind seinen eigenen Klavierlehrer braucht. :003:

Meine Große würde nie im Leben mit dem Unterrichtsstil meiner Lehrerin klar kommen, ich auch nicht mit ihrer, obwohl die Lehrerin nett und kompetent ist. Und die Kleine, die auch immer wieder fragt, wann sie endlich anfangen darf, braucht einen ganz anderen Lehrer- und Unterrichtstyp.
Aber es gibt ja glücklicherweise genug Auswahl bei uns.
 
:blöd: Doch durchaus. neben diversen lebenden Tieren empfehle ich zur Unterstützung meiner "These", sich einmal "Simon´s cat" anzuschauen. Was diese sehr detailreichen Filmchen - vor allen Dingen die älteren schwarzweißen- so witzig macht, ist, dass man unbedingt im Verhalten der dort vorgestellten Katze die eigene wiedererkennt. Schaut man die diversen Videos über Katzen bei yutub und co an, schmunzelt man aus dem gleichen Grund.
Alle Lebewesen haben Verhaltensweisen, die für ihre Spezies typisch sind. Das sagt nichts über die Individualität des einzelnen Wesens.
Und als Lehrer sollte man unbedingt diese typischen Verhaltensweisen mit im Blick haben.
 

So, ich gebe jetzt auch noch meinen (vermutlich unqualifizierten, rein persönlichen) Senf dazu.

Das Wichtigste ist, einfach mal anzufangen. Nachjustieren kannst Du danach immer noch.

Wenn Du jetzt schon einen Privatlehrer an der Hand hast, dann würde ich jetzt schon mit dem Unterricht anfangen. Bis die Schule beginnt, gehen noch einige Monate ins Land. Und wie es sich danach mit Schule + Instrument entwickelt, weißt Du erst hinterher.

Wie andere schon schrieben, würde ich auf jeden Fall ein akustisches Instrument nehmen, kein Digitalpiano. (Die Kids, die auf dem Digi lernen müssen, sind beim Vorspielabend vom Flügel gar nicht mehr wegzukriegen, das müsstest Du mal sehen.)

Wenn Du Dir noch nicht ganz sicher bist, ob Deine Tochter langfristig Lust aufs Üben hat, dann wäre es eine gute Option, zunächst ein Instrument zu mieten. Lieber ein relativ neues, wirklich intaktes Instrument mieten als eine alte Kiste kaufen, bei der die Tasten und die Töne nicht richtig funktionieren.

Stell das Instrument bei Euch auf und dann schau zu, wie Deine Tochter den Klavierstuhl erklimmt und sich mit dem Intrument beschäftigt. Wenn Du sie nicht mehr davon wegbekommst, dann kannst Du langsam nach einem Kauf-Klavier schauen. Und wenn sie zu faul zum üben ist, dann drohst Du ihr mit Klavier- und Lehrerentzug ;-).
 
Das stimmt in dieser Allgemeinheit ganz sicher nicht. Für viele ist die Schule auch unterfordernd und langweilig.

Es war die Rede von "die ersten Schulwochen", nicht von Schule generell. Und vom Zeitraum zwischen zwei Ferien, das sind in aller Regel ungefähr sechs Wochen. 😊

Das Kind kommt im Herbst in die Schule?
Da würde ich mal die Herbstferien abwarten. Die ersten Schulwochen sind für die Kleinen sehr anstrengend und kraftraubend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder ein paar Wochen eher. Die letzten Wochen vor der Einschulung sind die Kinder meist schon Spitz auf Neues und der Musikunterricht ist dann ein langsamer Einstieg in viele Jahre Schule. Wenn die Schule dann los geht, kennen sie das Prinzip Unterricht schon.
Für meine Kids hat der Musikunterricht vor der Einschulung super gepasst. Der 2. hat dann schon darauf gewartet und wollte nicht bis zur Einschulung warten.
 
Oder ein paar Wochen eher. Die letzten Wochen vor der Einschulung sind die Kinder meist schon Spitz auf Neues und der Musikunterricht ist dann ein langsamer Einstieg in viele Jahre Schule. Wenn die Schule dann los geht, kennen sie das Prinzip Unterricht schon.
Für meine Kids hat der Musikunterricht vor der Einschulung super gepasst. Der 2. hat dann schon darauf gewartet und wollte nicht bis zur Einschulung warten.

Da kommen einem nur die Sommerferien in die Quere. Die darf man dann nämlich gleich bezahlen.
 
Da kommen einem nur die Sommerferien in die Quere. Die darf man dann nämlich gleich bezahlen.
Bei uns hat die Musikschule die gleichen Ferien wie die Schule. Die Sommerferien kosten nix.

Wenn man davon ausgeht, dass in der Regel mit dem Ende der Schule auch die Musikschule beendet wird, spart man natürlich, wenn man das Kind statt 1/2 Jahr vor Schuleinführung 1/2 Jahr nach der Schuleinführung in die Musikschule steckt.

p.s. bei 2 Jahren später könnte man noch mehr sparen.
 

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