Fingerfertigkeit/Technik/Geläufigkeit verbessern autodidaktisch

Wer auf einem Pianino das Klavierspiel übt, versaut sich den Anschlag.

Wer nicht das Privileg hatte, mit einem guten Konzertflügel aufzuwachsen, bei dem wird man das immer mehr oder weniger raushören, wenn er einen spielt.

Die spannende Frage ist jetzt, wie oft hat diese Lehrerin diesen Schüler überhaupt an ihren Flügel gelassen:

 
Was hab ich ein Glück, dass ich die Kurse, die ich bei Steingraeber vor Jahren besucht habe, bis heute überlebt habe :lol:
Aber wir durften da auch auf Flügeln spielen. :heilig::party:;-)
 
Welches wäre das denn, das würde mich interessieren, da ich ab und zu darüber nachdenke, mein Piano durch ein digitales zu ersetzen. Würden 5.000€ ausreichen oder gibt es um dieses Geld noch nichts Vernünftiges?
Ein Yamaha N1 Avant Grand kostet ca. 7000 € und entspricht etwa einem "Digitalflügel", also einer Flügelmechanik mit digitaler Klangerzeugung. Casio will etwas ähnliches versuchen mit dem GP-500 für ca. 6000 €. Ist aber noch nicht auf dem Markt, noch weiß niemand, ob das was taugt.

Die Hersteller selbst nennen diese Instrumente Hybrid-Piano, um sie von den konventionellen Digitalpianos abzugrenzen. Bei Yamaha geht die Produktreihe bis zum Digitalflügel N3 für 17000 €.

Kawai ruft für das CS10-Topmodell 4000 € auf, wo mit Klaviergehäuse und Resonanzboden der Raumklang mehr im Vordergrund steht, die Tastatur ist normaler Oberklasse-Digitalpiano-Standard. Ähnlich sieht es bei Roland aus, wo es beim LX17 nun für 5000 € den Klang aus dem V-Piano gibt.

Letztlich muß man dann wieder selbst herausfinden, was einem am meisten zusagt.
 
Ein Yamaha N1 Avant Grand kostet ca. 7000 € und entspricht etwa einem "Digitalflügel", also einer Flügelmechanik mit digitaler Klangerzeugung. Casio will etwas ähnliches versuchen mit dem GP-500 für ca. 6000 €. Ist aber noch nicht auf dem Markt, noch weiß niemand, ob das was taugt.

Kawai ruft für das CS10-Topmodell 4000 € auf, ...

Danke für die Infos. Ein digitaler Flügel käme wegen Größe und Gewicht nicht in Frage. Abgesehen vom Klang: welches E-Piano hat ein einem guten Konzertflügel ähnliches Anschlagverhalten?

Wie ich hier lese, ist mein Anschlag sowieso hoffnungslos verdorben. Ich habe mein Lebtag noch nicht auf einem Konzertflügel gespielt, in meiner Jugend auf einem geschenkten Flügel (dementsprechend war wahrscheinlich die Qualität, ich erinnere mich nicht mehr genau), und jetzt spiele ich auf einem Yamaha Piano.
 
@Rheinkultur Das entspricht doch genau dem, was ich geschrieben habe:

Wer auf einem Pianino das Klavierspiel übt, versaut sich den Anschlag.
Wer auf einem mittelmäßigen Digi das Klavierspiel übt, versaut sich den Anschlag.
Wer auf einem Keyboard übt, versaut sich den Anschlag.

Wer nicht das Privileg hatte, mit einem guten Konzertflügel aufzuwachsen, bei dem wird man das immer mehr oder weniger raushören, wenn er einen spielt.

Das ist doch völliger Blödsinn. Ich kenne etliche hervorragende Pianisten, die ihre ganze Kindheit und Jugend an einem Pianino verbracht haben. Es gibt fast nichts, was man an so einem Instrument nicht üben kann. Erst bei hochvirtuoser Literatur kommt man da an unüberwindbare Grenzen.

Ich übe zur Zeit auch viel an sehr mittelmäßigen Flügeln und Pianinos. Das ist sicher nicht optimal, aber ganz bestimmt auch keine Katastrophe. Mein Klavierspiel wird nur schlechter, wenn ich gar nicht übe. Selbst an schlechten Instrumenten kann man eine Menge lernen.

LG, Mick
 
Hi Manuela,
Wie ich hier lese, ist mein Anschlag sowieso hoffnungslos verdorben. Ich habe mein Lebtag noch nicht auf einem Konzertflügel gespielt, in meiner Jugend auf einem geschenkten Flügel (dementsprechend war wahrscheinlich die Qualität, ich erinnere mich nicht mehr genau), und jetzt spiele ich auf einem Yamaha Piano.

ich blick da nicht durch. Ist das jetzt Satire?

Und du willst ein Yamaha Piano gegen ein DP tauschen?

Du weisst aber schon, daß fast jeder der ein DP hat und sich irgendwann ein richtiges Klavier zulegt, seltsamerweise fast nicht mehr auf dem DP spielt.

Gruß
 
Nun ja, vom hohen Roß herunter kann das reiche Kind Platitüden klopfen.

Eine Platitüde ist einzig deine absurde Behauptung, dass man sich den Anschlag versaut, wenn man auf dem Pianino übt. Besonders befremdlich klingt dieses Postulat vor dem Hintergrund, dass du mit anspruchsvoller Literatur offensichtlich gar keine Erfahrung hast:

Deshalb übe ich lieber die kleinen Sachen, die in technisch in Reichweite liegen sowie musikalisch zu bewältigen sind, und höre die große Kunst von CD oder (MIDI-)Pianorolle.

Was auf einem Pianino nur eingeschränkt möglich ist, sind sehr schnelle Repetitionen, wie sie bei Liszt, Debussy und Ravel vorkommen - mit denen kommt man aber in den ersten 5-8 Jahren am Klavier gar nicht in Berührung. Alles andere kann man auch auf einem Pianino lernen und üben und dabei sehr gut werden. Es genügt vollkommen, wenn man ab und zu mal an einem Flügel spielen kann, um sich an das etwas andere Spielgefühl zu gewöhnen.

Die Bedienung des Una-Corda-Pedals und des Tonhaltepedals lernt man auch später noch in kürzester Zeit, das ist nichts Schwieriges. Nur für besondere Spieltechniken des 20. Jahrhunderts (Flageoletts, Pizzicati, Abdämpfen mit der Hand etc.) braucht man zwingend einen Flügel. Aber sowas spielen ohnehin die wenigsten.

LG, Mick
 
Keinen Amateur....

Soviel Zeit muss sein. :coolguy:

Nix für ungut, das musste jetzt sein, lieber Pentaton.

Leonie
 

Hi FünfTon,
Kein Amateur interessiert das Geblödel von "anspruchsvoller Literatur". Die für einen Konzertflügel nötige Exaktheit an der Taste entwickelt man mit einer vertikalen Pianomechanik nicht. Da reichen einfache Tonleitern, um das nachzuweisen.

Und wer zu spät (im Leben) zum Flügel kommt, hat seine Chance eben verpaßt.
sag mal, bist du auf einem Kreuzzug gegen das Klavier oder was?
Erinnert mich an ein Mitgleid, das auch eine Zahl im Namen hat. ;-)

Mick hat alles gesagt.

Also unbedarfte Mitleser: Es gibt noch eine andere Welt als die von FünfTon und da macht ein richtiges (gutes) Klavier sehr viel Sinn.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
ich blick da nicht durch. Ist das jetzt Satire?

Und du willst ein Yamaha Piano gegen ein DP tauschen?

Du weisst aber schon, daß fast jeder der ein DP hat und sich irgendwann ein richtiges Klavier zulegt, seltsamerweise fast nicht mehr auf dem DP spielt.

Nein, keineswegs. Meine Überlegung ist die: wenn gute (sehr gute, spitzenmäßig gute) Digitalpianos das Anschlagverhalten von Konzertflügeln annähernd wiedergeben, sollten sie doch einem einfachen Pianino überlegen sein? Ich habe mal ein E-Piano der 2.000€ Klasse von Yamaha ausprobiert und war überrascht, wie wenig Unterschied zu meinem Piano zu merken war.

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass ein Piano den Anschlag versaut. Andererseits ist es bei mir ziemlich egal, da ich sowieso nie auch nur in die Nähe eines Konzertflügels komme. Leider hatte ich als Nachkomme von Arbeitern und Bauern nicht die Möglichkeit, mit einem Konzertflügel aufzuwachsen.
 
wenn gute (sehr gute, spitzenmäßig gute) Digitalpianos das Anschlagverhalten von Konzertflügeln annähernd wiedergeben, sollten sie doch einem einfachen Pianino überlegen sein?
Ich finde es falsch, wenn man Anschlagverhalten und Klang getrennt betrachtet. Beides ist unmittelbar verbunden. Die beste Mechanik nutzt nichts, wenn man damit den Klang nicht gestalten kann. Und genau das ist der riesen Vorteil von (halbwegs vernünftigen) Klavieren: Man lernt den Klang zu gestalten, der den meisten Digis, auch höherpreisigen, einfach fehlt.
Daher bin ich auch der Meinung, dass ein Digi den Anschlag eher versaut als ein Klavier.
 
mein Piano durch ein digitales zu ersetzen.
Das ist Blasphemie (oder Satire) und dafür wird man in einem Klavierforum exkommuniziert. :-D

Meine Überlegung ist die: wenn gute (sehr gute, spitzenmäßig gute) Digitalpianos das Anschlagverhalten von Konzertflügeln annähernd wiedergeben, sollten sie doch einem einfachen Pianino überlegen sein?
Jedes akustische Klavier ist jedem Digitalpiano immer überlegen. Auch mit Rahmenbruch und Mottenfilzen und klemmenden Tasten. ;-)

Digis. Sind. Teufelswerk.
 
Man lernt den Klang zu gestalten, der den meisten Digis, auch höherpreisigen, einfach fehlt.
Daher bin ich auch der Meinung, dass ein Digi den Anschlag eher versaut als ein Klavier.

Die Möglichkeiten, auf einem Klavier oder Flügel den Klang zu "gestalten" sind allerdings eher beschränkt. Man kann dem Hammer mehr oder weniger Geschwindigkeit verleihen, je nachdem, wie stark man auf die Taste drückt - das war dann aber im Wesentlichen schon. Die Leute, die meinen, man könnte durch bestimmte Anschlagstechniken den Klang des einzelnen Tons beeinflussen, glauben auch gerne an die Heilkraft von Zuckerkügelchen.

Gerade weil die Möglichkeiten der Klanggestaltung am Klavier recht begrenzt sind, lässt sich das auf einem digitalen Instrument ziemlich gut nachbilden. Warum solche digitalen Instrumente oft schlechter klingen, hängt mehr mit der Akustik derselben (Lautsprecher etc.) zusammen, als mit der (fehlenden) Möglichkeit einer "Klanggestaltung". Digitalpianos mit Klangerzeugung durch einen Resonanzboden sind kaum mehr von rein akustischen Instrumenten zu unterscheiden.

P.S.: Wer wirkliche "Klanggestaltung" betreiben will, sollte weder zum Digitalpiano noch zum akustischen Flügel greifen, sondern sich lieber mit Gesang beschäftigen oder eine Violine zulegen.
 
Die Leute, die meinen, man könnte durch bestimmte Anschlagstechniken den Klang des einzelnen Tons beeinflussen, glauben auch gerne an die Heilkraft von Zuckerkügelchen.
Da bin ich Deiner Meinung. :-D aber es geht jas nicht um einzelne Töne.
Ich meint vielmehr das unmittelbare Feedback des Klavieres oder Flügels, diesen Klang mit all seinen Fassetten, total unterschiedlich je nach Instrument und Raum, auf den ich eingehen muss (wenn ich es kann, wenn ich es gelernt habe), den ich auf dem Digi aber gar nicht wahrnehme. Mag sein, dass das bei Hybrids anders ist; da habe ich noch nie drauf gespielt.
 
Nimm doch nicht alles für bare Münze, was jemand im Überschwang der Beflügelung daherredet.

Dummerweise neigt mein Gehirn dazu, zunächst zu glauben, was es liest, wenn keine einschlägigen Smileys beigefügt sind. Dann denke ich darüber nach, ob Blödsinn oder nicht, was weiß ich, vielleicht ist es ja doch cum grano salis. Ich merke bei meinem Piano, dass die Tasten nicht so ansprechen, wie ich es gerne hätte, wenn ich sehr leise spielen möchte.
 
Ich merke bei meinem Piano, dass die Tasten nicht so ansprechen, wie ich es gerne hätte, wenn ich sehr leise spielen möchte.

Es gibt natürlich Situationen, in denen der Flügel aufgrund genannter Unterschiede in der Mechanik dem Upright überlegen ist. Trotzdem ist es nicht korrekt zu behaupten, das Klavier "versaue" den Anschlag.
 

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