Silent Klavier Suche bis 9000 Euro - u.a. gebrauchtes Yamaha YUS1, Schimmel K-125 SG

J

ja.si

Registriert
27.02.2026
Beiträge
5
Reaktionen
2
Hallo Zusammen,

ich habe als passiver Leser des Forums schon mit vielen Erkenntnissen die diversen Klavier-Kauf-Threads der letzten Monate studiert und wollte nun einmal meine Überlegungen teilen! Vielleicht gibt es ja noch Hinweise oder gute Gedanken zu meiner Klaviersuche und den ins Auge gefassten Instrumenten!

Ich habe in meiner Jugend ca. 12 Jahre ambitioniert Klavier gespielt, seitdem ist es etwas eingeschlafen, in den letzten Jahren dann wieder mehr, zuletzt aber nur auf einem Stage Piano (Roland F 20). Nun soll aber endlich wieder ein richtiges Klavier her. Außer mir werden darauf im Optimalfall in ein paar Jahren vielleicht auch noch das ein oder andere meiner drei derzeit noch sehr kleinen Kinder das Klavierspiel erlernen. Diese Kinder (aber auch unsere Wohnsituation) machen es erforderlich, dass das Instrument eine Silent-Funktion hat. Insbesondere in den nächsten Jahren werde ich wohl 70-80% der Zeit abends im Silent-Modus spielen.

Die Option Digitalpiano + normales Klavier ohne Silent kommt aus Platzgründen nicht in Frage und da ich auch beim Silent-Spiel die richtige Klaviatur spüren möchte. Flügel wäre schön, kommt aber zumindest solange die Kinder noch im Haus sind aus Platzgründen nicht in Frage. Budget sind maximal 8000-9000 Euro.

Folgende Instrumente habe ich bis bislang anspielen können und kommen ggf. in Frage:

Yamaha U1 SH3 / YUS1 SH3
Naturgemäß auf Grund der Silent-Technik kommen vor allem die diversen Yamaha-Klaviere in Frage. Ich habe beim örtlichen Klaviergeschäft von B3 über P121, U1 bis YUS1 anspielen können - Spaß gemacht hat es erst ab dem U1, richtig zugesagt hat mir nur das YUS1. Problem: ca. 18.000 Euro Neupreis sprengen deutlich das Budget. Sie melden sich bei mir, wenn mal gebrauchte (z.B. Mietrückläufer) reinkommen - scheint aber nicht sehr häufig der Fall zu sein… Optimal wäre ein gebrauchtes YUS1 SH2, 5-6 Jahre alt für 8000-9000 Euro - Ich weiß nicht, wie häufig es sowas gibt.. Vor zwei Woche hatte ich ein YUS1 TA2 aus 2019 für 9.500 Euro VB von privat gesehen - leider 400km entfernt und bevor ich die Reise auch nur hätte erwägen können war es auch schon weg...

Schimmel Classic 118 mit nachgerüstetem Ad Silent 2
Bei einem anderen Klavierhändler habe ich ein paar Klaviere ohne Silent angespielt, dabei fand ich ein neues Petrov 118 gar nicht schlecht (allerdings mit 11.000 Euro zu teuer - Silent käme noch on Top - und so überzeugt hat es dann doch nicht) und ein Schimmel Classic 118 von 2005 für 5.500 Euro. Das war zwar erst gerade reingekommen und sollte nochmal etwas nachreguliert und gestimmt werden - hat mir aber bereits so recht gut gefallen. Ad Silent 2 müsste für 2.600 Euro nachgerüstet werden. Diese Nachrüstung wird ja von vielen eher kritisch gesehen - vor Ort konnte ich Ad Silent 2 nur an einem 100 Jahre alten Grotian Steinweg ausprobieren - das fühlte sich sehr unnatürlich an, mag aber auch damit zusammenhängen, dass das Spielgefühl auf den alten Klavier und der Sound auf dem Kopfhörer wenig zusammenpassten? Der Händler meldet sich bei mir, wenn das Schimmel nachreguliert ist - dann könnte ich nochmal anspielen kommen - das Problem bleibt aber, dass man zumindest bezüglich des zusätzlichem Silent-System die Katze im Sack kauft.

Schimmel K-125 mit Silent SG
Von Privat habe ich heute ein Schimmel Konzert-Klavier (K-125) von 2011 mit werksseitig verbauter Silent Funktion anspielen können. Dort ist damals noch das Yamaha-Silent System verbaut worden - allerdings in der alten SG-Version. Leider ist das Instrument seit zwei Jahren nicht mehr gestimmt worden und die Stummschaltung hapert insb. im Bass etwas (trotz Stummschaltung klingen einzelne Töne durch im lauten Spiel). Ich habe allerdings mit dem Klavierladen sprechen können, in dem das Instrument gekauft wurde - dieses Problem ließe sich höchstwahrscheinlich durch ein Nachjustieren der Stummschalte-Leiste relativ einfach lösen. Ich habe mit dem Verkäufer vereinbart, dass er das Klavier stimmen und insb. die Stummschaltung regulieren lässt und ich dann nochmal zum anspielen komme. Trotz schlechter Stimmung hat mich das Klavier im Akkustik-Modus schon sehr angesprochen. Silent SG1 aus 2011 ist natürlich ziemlich veraltet - klang erstmal aber auch gar nicht schlecht (bis auf die Einzeltöne, die trotz Stummschaltung durch kamen...). Falls die Technik den Geist aufgeben sollte, bleibt hier laut Klaviergeschäft nur eine Nachrüstung auf ein neues Schimmel Twin-Tone für ca. 4000 Euro, neuere Yamaha-Systeme dürfen sie leider nicht nachrüsten. Vllt wäre in dem Fall höchstens noch der günstigere Einbau von Ad Silent 2 o.ä. eine Alternative. Preislich könnte ich den Verkäufer wohl auf 6000-7000 runterhandeln.

Kawai K-500 ATX (und umliegende Modelle) habe ich auch beim Händler angespielt. Fand ich ok, hat mich aber nicht so umgehauen.


So stehe ich nun erstmal da, warte darauf, dass günstige gebrauchte Yamaha YUS1 auf den Markt kommen bzw. dass die Verkäufer ihre Klaviere stimmen :001:

Rein akkustisch überzeugt mich wohl am meisten das Schimmel K-125 (auch wenn es etwas schwer war, dies ungestimmt zu beurteilen). Hier bin ich gespannt auf den nächsten Termin. Von der Silent-Technik wäre mir eigentlich schon mindestens ein SH2 lieber. Insbesondere da ich vorwiegend Silent spielen werde/muss. Somit wäre ein bezahlbares gebrauchtes Yamaha YUS1 ggf. noch besser - müsste ich aber erstmal finden!

Gibt es Einschätzungen zum Schimmel K-125? Zur den Qualitäten bzw. der Lebensdauer des SG-Silentsystems? Oder Erkenntnisse wie der Gebrauchtmarkt der YUS1 aussieht (mein Eindruck: eher bescheiden)? Oder sonstige Empfehlungen oder Modelle, die ich nochmal anspielen sollte? W. Hoffmann mit dem Vario System habe ich noch nicht angespielt und gibt es auch häufiger mal gebraucht - lohnt sich das?

Und falls jemand mir sein junges gebrauchtes YUS1 verkaufen will, gerne her damit :001:

Ich teile gerne, wenn es neue Termine/Erkenntnisse gibt!

Viele Grüße
Jannes
 

Silent-Klaviere, insbesondere jene mit Klangboden-Lautsprecher, sind schnell weg und die Gebrauchtpreise sind ambitioniert. Die Technik ist noch so jung, dass wenige Instrumente auf den Markt kommen und die Nachfrage ist eben groß. — Ein YUS1 mit SH2 um 9.000 Euro zu erwarten, das klingt für mich unrealistisch.

Deine Wahrnehmung zu Yamahas Baureihe YUS und der Qualitätsvorsprung deren Silent-Technik kann ich bestätigen. Hier steht seit gut zwei Jahren ein YUS5 TA3 und macht meiner Frau viel Freude. Mir als "passiven Klavierspieler" ebenso. Die günstigeren Yamaha-Baureihen und so manche bezahlbare Mitbwerber wollten mir nicht so recht gefallen. Man muss bei den Europäern schon an die 30.000 Euro und mehr in die Hand nehmen, um einen ähnlich gefälligen Klangcharakter zu bekommen und es bleibt das Problem der schwächeren Silent-Technologie.

Mit Einführung der 3. Generation SH/TA ist die Abtastung der Klaviatur von Lichtschranken (optisch) auf Hall-Sensoren (magnetisch) umgestellt worden. Diese sind weniger staubempfindlich und die Konstruktion ist insgesamt mechanisch einfacher, robuster. Der "binaurale" Kopfhörerklang ist ab der 2. Generation für den CFX gegeben, den findet meine Frau sehr gut; mit der 3. Generation kam dann noch der "Bösendorfer" dazu, auch sehr fein.

Die TransAcoustic-Wiedergabe ist für mich weniger beeindruckend, manche Instrumente klingen gut, andere überzeugen weniger, es fehlt ein bisserl das Anspringende, der Biss, einiges klingt "dünn". Hierbei liegt der Fokus bei meiner Frau eher auf dem praktischen Nutzen, also das Transponieren und E-Piano-Klänge, das ist dann soweit auch okay.


Überlege auch eine Kaufmiete oder einen Kredit mit 50% Anzahlung. Das YUS1 TA3 sehe ich bei unserem Händler in Wien um 17.700 Euro, und da geht noch eine Kleinigkeit, würde wohl bei 17.000 geradeaus landen.

Bei einer Anzahlung von 8.000 Euro ist die Rate überschaubar (geschätzt 180 Euro auf 5 Jahre) und du wirst dich mit einem älteren, klanglich schwächeren und evtl. verbastelteten Instrument nur ärgern. 10 Jahre Garantie gibt es ja gratis obendrauf.

Und spiel auch mal ein YUS3 und ein YUS5 an. Beim YUS5 hast du auch den besseren Tastenbelag, das macht für manche einen großen Unterschied; der Bass klingt auch eleganter. Preislich ist da nimmer so viel um. Meine Gattin findet das normale Plastik furchtbar.


Du schreibst, dass du zu 70-80% im Silent-Modus spielen würdest. Wäre da nicht auch ein Hybrid-Klavier ein Thema? Kein Stimmen, leichter zu transportieren, akzeptabel-natürlicher Anschlag, neu ums genannte Budget zu bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Antwort!

Hier im Forum hatte im Oktober 2025 jemand ein Yus1 SH1 von 2016 für 8000 Euro von privat geschildert, ich hatte das YUS1 TA2 von 2019 vor wenigen Wochen für 9500 Euro VB gesehen - ist also glaube ich nicht gänzlich unrealistisch, für 9000 eins zu bekommen, aber sicher auch nicht selbstverständlich! Das Problem scheint mir eher zu sein, dass so wenig auf dem Markt sind. TA muss es dabei gar nicht sein, Silent reicht mir völlig aus.

Ca 30.000 Euro für ein gleichwertiges neues europäisches Klavier mag sein - so viel würde übrigens das Schimmel K-125 Tradition neu kosten (mit TwinTone dann noch mal 2-3.000 mehr)

Yus3 und Yus5 sind sicherlich fein, sind aber tendenziell um so mehr außerhalb vom Budget (außer dem unwahrscheinlichen Fall, dass es da ein gebrauchtes relativ junges für wenig Geld gäbe..).
Mein Budget habe ich beschrieben - einfach mal verdoppeln auf Kredit ist für mich leider keine Option :001:

Hybrid-Kalviere widerstreben mir aus Prinzip - ich möchte schon ein richtiges Klavier haben, aber vielleicht müsste ich bei Gelegenheit auch mal eins ausprobieren.. Habe da bislang etwas Vorbehalte.
 

Klare Standpunkte.

Wobei ich die "klaren Vorbehalte" gegenüber den Hybridklavieren mal hinterfragen und persönlich austesten würde. Ich sehe als Techniker keinen relevanten Unterschied zwischen einem guten Hybridklavier und einem im Silent-Modus gespielten akustischen Klavier. Es gibt sogar Modelle mit nachgebildeter Pedalmechanik …

Du könntest dich auch noch bei anderen Yamaha-vertreibenden Klavierbaubetrieben diskret umhören, ob ein SG1-Upgrade auf SH3 denkbar wäre. An die große Glocke muss man das ja nicht hängen. Nur weil es einer nicht macht …

Das Schimmel K-125 SG1 gefällt dir ja und passt preislich, auch der digitale Part war in Ordnung … was hindert dich hier zuzuschlagen? Mit Pianoteq und anderen Software-Lösungen können andere ja auch gut leben. "Den Geist aufgeben" wird die Elektronik irgendwann und wohl bevor der Rest des Klaviers verschlissen ist. Das kann morgen oder in 20 Jahren sein und ist bei einem 8 Jahre jüngeren oder gar neuem Instrument nicht soviel anders. Und wenn der Krempel in 6 oder 10 Jahren fällig ist, dann ist TwinTone wieder im Budget, denke ich.

Ansonsten bleiben dir nur die selbst aufgezählten Kompromisse oder man muss dir eben Geduld und flinke Reflexe wünschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: ja.si
Klare Standpunkte. Wobei ich die "klaren Vorbehalte" gegenüber den Hybridklavieren mal hinterfragen und persönlich austesten würde. Ich sehe als Techniker keinen relevanten Unterschied zwischen einem guten Hybridklavier und einem im Silent-Modus gespielten akustischen Klavier.
Die aktuell besten ( und neben der AvantGrand-Serie von Yamaha ) einzigen Hybrid-Modelle sind die Kawai Novus NV6 für € 8.490,-- und NV12 für
€ 14.000 - - da bekommt man jeweils schon sehr gute Silent-Klaviere dafür : Kawai K300 ATX4 € 7.000,-- / Yamaha B3 SC3 € 7.000,-- / Yamaha U1 SH3 € 11.800,-- .
 
  • Like
Reaktionen: ja.si, fisherman, Robinson und eine weitere Person
Da sieht man den Aufschlag für moderne Produkte: weniger Aufwand (es fehlt ja ein Drittel des einfachsten akustischen Instruments und noch mehr an manueller Feinarbeit) und kostet trotzdem mehr. — Erstaunlich.

Und nach 20, 25 Jahren kommt vielleicht kein Ton mehr raus und der Händler zuckt mit den Schultern.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: Robinson
Die Option Digitalpiano + normales Klavier ohne Silent kommt aus Platzgründen nicht in Frage und da ich auch beim Silent-Spiel die richtige Klaviatur spüren möchte.
Eigentlich beraubst du dich damit der besten Option. Kaufmännisch wie von den Möglichkeiten her.
 
Und nach 20, 25 Jahren kommt vielleicht kein Ton mehr raus und der Händler zuckt mit den Schultern.
Dann wäre es aber auch schon so alt dass es eh keiner mehr drauf spielen will.

Und er will ja eben aus dem Grund auch ein akustisches weil er die Tastatur nicht wechseln möchte.

Geht mir genauso.
Daher bin ich eher von Hybrid angefuchst.
 
Die Sache ist nun mal, dass der elektronische Teil und dessen Ersetz- bzw. Reparierbarkeit für die genannten 70–80% die Nutzungsdauer vorgibt. Wenn man nur zu 20–30% akustisch spielt hilft einem diese weiterhin bestehende Funktionalität ja nicht weiter.

Bleibt es bei dieser Anforderung, muss mangels Reparierbarkeit dann ein neues akustisches Instrument mit Silent-System her. Und die Sache beginnt von vorne. Bei einem renommierten Hersteller wie Yamaha, der schon einmal ein Upgrade angeboten hat, kann man hoffen dann eine Chance auf Ersatz zu bekommen, aber auch das ist alles andere als sicher.

Kauft man hingegen ein gutes Stromklavier als Ergänzung, dann sind die beiden Schicksale voneinander getrennt und obendrein kostet ein sehr gut brauchbares Stagepiano weniger als die Silent-Option im Pianino.


Für uns selbst habe ich diese Überlegungen natürlich auch gewälzt. Da die Silent-Option nur punktuell zum Einsatz kommt und das Klavier ganz überwiegend akustisch gespielt wird ist es egal, wenn das Digitalklumpatsch irgendwann irreparabel aufgibt. Sonst hätte ich nie und nimmer einen Geldbetrag über 20.000 Euro schmerzfrei auf den Tisch gelegt.

Das Geile ist ja, dass wir zuvor ein FP-90X für den mobilen Einsatz gekauft haben und dessen Klaviatur sich gut bewährt hat. Damit war das steinalte stationäre Digitalpiano im Wohnzimmer zwar klanglich noch immer im Vorteil (!), aber mit seiner fast 30 Jahre alten laut-klapperigen Tastatur einfach nicht mehr gefragt.

Und nach dem Kauf des sehr zufriedenstellenden YUS5 kam dann überraschend wieder ein RD-2000EX ins Haus, weil das FP-90X da und dort klanglich hartnäckig schwächelt und auch das TransAcoustic-System von den Möglichkeiten her tatsächlich nicht immer so prickelnd ist.

De facto spielt meine Frau auf allen "vier" Instrumenten, je nach Anlassfall. Unkompliziert das FP-90X, mobil mal dieses oder das RD-2000EX, zuhause mal so, mal so im heimischen Proberaum. Das Pianino steht im etwas geräumigeren Wohnzimmer, ist auch an die HiFi-Anlage angeschlossen, was dem Silent-System einen anderen, nicht selten stimmigeren Klang hervorbringt.

So ein Zugang braucht natürlich den entsprechenden Raum, keine Frage, und ist daher nicht für jeden adäquat. — Daher muss jeder seine eigene Lösung finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: Robinson und fisherman
  • #10
Man kann doch für ein paar Tausend Euro die Silentfunktion in jedem Klavier nachrüsten. Sollte damit nicht auch möglich sein, bei einem Klavier eine Silentfunktion auszubauen und auszutauschen, sollte diese irgendwann kaputt sein?
 
  • Like
Reaktionen: Austro-Diesel, Flieger und ja.si
  • #11
Man kann doch für ein paar Tausend Euro die Silentfunktion in jedem Klavier nachrüsten. Sollte damit nicht auch möglich sein, bei einem Klavier eine Silentfunktion auszubauen und auszutauschen, sollte diese irgendwann kaputt sein?
Das wäre auch meine Hoffnung z.B. bei dem oben beschriebenen Schimmel K-125 mit Yamaha-SG Silent.
Der Händler hat mir ja auch schon bestätigt, dass man ein neues Schimmel-System TwinTone einbauen könnte (wär aber sehr teuer), ich denke aber auch ein günstigere AdSilent2 müsste möglich sein.
Verbunden natürlich mit all den Nachteilen der Nicht-Yamaha bzw. nachgerüsteten Silent-Systeme.
Ich denke also auch, dass Silent-Systeme die Lebensdauer eines Klaviers nicht per se auf 15-20 Jahre reduzieren - trotzdem natürlich verbunden mit gewissen Risiken. Und auch hinsichtlich Nachrüstungen wäre ich eigentlich lieber im Yamaha-System unterwegs…
 
  • Like
Reaktionen: Austro-Diesel
  • #12
Mit Pianoteq und anderen Software-Lösungen können andere ja auch gut leben.
Damit muss ich mich auch noch mal beschäftigen… kann ich denn davon ausgehen, dass mit etwas technischem Rumgefuchse mir auch mit einem SG-System quasi das gleiche Silent-Feeling wie z.B. mit einem SH2 bauen kann? Oder gibt es da z.B durch die verbaute Sensorik/ MIDI-Übertragung technische Limitationen, die nicht zu überbrücken sind und ich bekomme z.B. nur ein paar schönere Flügel-Klänge dazu etc.?
 
  • Like
Reaktionen: Austro-Diesel
  • #13
Selbst wenn ein Silent-System nach 20 Jahren Probleme machen sollte , dann waren das ca € 100,— pro Jahr .
Bei Yamaha gibt es darüberhinaus ein Upgrade-Kit und sehr gute Ersatzteilversorgung.
Bei anderen Anbietern wäre ich mir gar nicht sicher ob es die im ein paar Jahren überhaupt noch gibt ( außer Kawai ) .
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: fisherman, Austro-Diesel und ja.si
  • #14
Wie groß jeweils die spielerischen Nachteile von verschiedenen nachgerüsteten Systemen sind, das müsste man mal studieren. So mancher Mangel mag nämlich auch auf Nachlässigkeiten bei der notwenigen Justage passiert sein. Beim Flügel gibt es nicht zuletzt auch das Thema mit der veränderten Auslösung nicht — was manche Spieler mehr, andere weniger stört.

Der Funktionsumfang des Gerätes und die Klangqualität der verwendeten Samples sind eine andere Sache. Hier im Forum gab es ein paar wenige Beiträge, die Yamahas aktuelle Technik klanglich etwas über jener von Kawai ansiedelten. Wie das mit AdSilent und TwinTone ist? Und immer welche Generation davon? Das kann man wohl auch nur selber ausprobieren, weil der eigene Klanggeschmack vielleicht noch eine größere Rolle spielt als irgendwelche technischen Details.

Die Qualität der Abtastung der Tastenbewegung, also wie gut der mechanische Anschlag in entsprechende MIDI-Signale umgesetzt wird, ist wieder ein anderes Thema. Leider habe ich noch keine Information dazu gefunden, ob zB der Umstieg vom Lichtschranken-System des SH/SH2 auf das magnetisch abgetastete SH3-System "real erlebbare" Unterschiede ergibt. Es ist ja denkbar, dass andere Aspekte wie Staubanfälligkeit oder Kostendruck eine Rolle spielten.

Tragisch finde ich insgesamt, dass die Nachrüstung bzw. der Ersatz eines kaputtgegangenen Silent-Systems mehr kostet als ein komplettes klanglich ebenbürtiges Stromklavier inkl. einer leidlichen Klaviatur. Man kauft einen Bruchteil der Teile um mehr Geld. Kannst nicht erfinden. Solche Preise werden eben vom Markt, der Nachfrage ermöglicht. Technisch begründbar ist das Preisniveau dieser Systeme nicht.

Ich gehe ja noch weiter und behaupte, dass Yamaha und Kawai mit dem TransAcoustic- und ATX-Systemen gegenüber Lautsprecherlösungen Geld sparen und sich das noch teuer bezahlen lassen. Ein oder zwei Transducer kosten sicher weniger als eine Handvoll Lautsprecherchassis. Und der Verstärker mit der lächerlichen Leistung von um die 20 W kostet de facto gar nichts Relevantes. Unser steinaltes Stromklavier hatte vier Lautsprecher und 2x 40 W …
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #15
Man sollte meinen, dass Konkurrenz zwischen Yamaha und Kawai die Preise drückt. Entweder die Margen sind doch nicht so groß, oder die beiden Hersteller lassen sich nicht auf einen Preiskampf ein.
 
  • Like
Reaktionen: Austro-Diesel
  • #16
Tragisch finde ich insgesamt, dass die Nachrüstung bzw. der Ersatz eines kaputtgegangenen Silent-Systems mehr kostet als ein komplettes klanglich ebenbürtiges Stromklavier inkl. einer leidlichen Klaviatur. Man kauft einen Bruchteil der Teile um mehr Geld. Kannst nicht erfinden. Solche Preise werden eben vom Markt, der Nachfrage ermöglicht.
Ich denke begründet ist das v.a. durch geringere Stückzahlen und deutlich aufwändigere Einbauten. Ist ja auch nicht so einfach konstruiert so ein Silentsystem für ein akustisches Klavier/Flügel.
Das Digi wird in seiner Gesamtheit irgendwo in China zusammengeschraubt, die Komponenten sind für alle Modelle eines (oder mehrerer) Hersteller identisch.
Das wirkt sich dann schnell und massiv auf den Preis aus.
 
  • #17
Welche aufwändigeren Einbauten? Die Stoppleiste mit dem Betätigungsmechanismus? Die Fähnchen für die Lichtschranken bzw. die Magnete für die Hall-Sensoren an den Tasten? Alles andere entfällt doch!

Nein, nein, das glaube ich nicht, die Silent-Technik verkauft sich ziemlich gut. Das ist einfach der Preis, den der Kunde zu bezahlen bereit ist. Das ist ja okay, nur wissen sollte man es.
 
  • Like
Reaktionen: Robinson
  • #18
Man sollte meinen, dass Konkurrenz zwischen Yamaha und Kawai die Preise drückt. Entweder die Margen sind doch nicht so groß, oder die beiden Hersteller lassen sich nicht auf einen Preiskampf ein.
Ich denke letzteres. Auch die beiden Platzhirsche sind in keiner besonders komfortablen Marktlage. Und deren Marktanalysten werden schon ausloten, wie das Optimum beim Marktauftritt aussieht … Preisschlachten kennen doch nur Verlierer. Kawai punktet über seine Preiswürdigkeit und anderen Klangcharakter, Yamaha mit dem omnipräsenten Namen und einem unbestritten guten Ruf. Kawai riskiert da und dort Neuentwicklungen (Carbon irgendwas), Yamaha setzt auf die klassische Konstruktion.
 
  • Like
Reaktionen: Robinson
  • #19
Damit muss ich mich auch noch mal beschäftigen… kann ich denn davon ausgehen, dass mit etwas technischem Rumgefuchse mir auch mit einem SG-System quasi das gleiche Silent-Feeling wie z.B. mit einem SH2 bauen kann? Oder gibt es da z.B durch die verbaute Sensorik/ MIDI-Übertragung technische Limitationen, die nicht zu überbrücken sind und ich bekomme z.B. nur ein paar schönere Flügel-Klänge dazu etc.?
Nein, Du kannst ein SG nicht zum SH2 hochfuchsen. Da wird immer ein Unterschied bleiben, aber Du kannst den Abstand zwischen den beiden deutlich verkleinern.

Das hier ist schon viele Jahre her, und die Versionen sind alle mehrfach upgegradet und besser geworden, aber grundsätzlich dürfte das gleiche immer noch gelten (da kommt noch der unterpunkt "Nebeneffekt"!):

 
  • Like
Reaktionen: ja.si
  • #20
Nein, Du kannst ein SG nicht zum SH2 hochfuchsen. Da wird immer ein Unterschied bleiben, aber Du kannst den Abstand zwischen den beiden deutlich verkleiner
Danke für den Hinweis auf den Thread! Das würde ich mir dann alles mal angucken und ggf. versuchen, dahingehend zu optimieren, falls es das dieses Klavier wird und mich SG1 nicht zufrieden stellen sollte!

Erstmal heißt es für mich jetzt sowieso abwarten, bis die jetzigen Besitzer nochmal gestimmt und nachreguliert haben - wenn es mich dann klanglich weiterhin überzeugt (bislang war das ehrlicherweise nur zu erahnen), würde ich vermutlich ein Angebot abgeben.
Sollte ich z.B. für 6.000 Euro ein Schimmel Konzert K-125 von 2011 bekommen, wäre das nach meinem Eindruck auch nur für das Akustik-Klavier ein guter Preis, unabhängig vom Funktionsumfang der verbauten Elektronik..
Und wer weiß, vllt läuft mir bis dahin ja doch noch das erschwingliche gebrauchte YUS1 SH2 über den Weg :001:
 
Affiliate Links
Behringer
Wave
545 €
Jetzt kaufen
Zurück
Oben Unten