Modernes, toccatenhaftes Stück gesucht

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St. Francois de Paola
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So liebe Claviofreunde mit guter Literaturkenntnis, ich suche zum Üben ab ca. September ein Stück, was in folgendes Schema passt:

- toccatenhafter, perkussiver Charakter (vergleichbar mit Prokoviev Toccata, 7. Sonate 3. Satz, Liebermann Gargoyles 4. Satz, Strawinski Finale aus Sacre du Printemps...)

- modernes Stück, keine richtige Dur-Molltanalität, aber auch keine komplette Atonalität, gerne atonale Passagen, Polytonalität etc. - darf etwas harmonisch auch noch etwas weiter gehen als die oben genannten

- etwas virtuos, aber nicht zu schwer, am besten so eine "Henne 7" in etwa. Den 3. Satz der 7. Sonate habe ich sogar mal gespielt, ich habe auch kaum falsche Töne gespielt, allerdings fehlte völlig die Souveränität, um die rhythmische Kraft zu entfalten, die das Stück erst wirken lässt

- Komponist darf ein großer Name, darf aber auch eher unbekannt sein

Vielleicht hat irgendwer eine Idee, die mich überzeugt.
 
Ambros_Langleb
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Wenn's auch für Orgel sein darf:
Einar Traerup Sark, Toccata Prima Toni. Viel Spaß!
 
antje2410
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Nils Frahm - Hammers
Klaus Obermayer - Mar(t)inade für Klavier und einen mittelgroßen Radiergummi
Didier Squiban - Diskan
Jenö Takács - Toccata Op. 54
 
mick
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Prokofievs "Suggestion diabolique" dürfte alle deine Kriterien erfüllen. Ich weiß nicht genau, was bei Henle auf Stufe 7 eingeordnet wird, aber vom Schwierigkeitsgrad her ist das vergleichbar mit dem Finale der 7. Sonate:

https://www.youtube.com/watch/?v=KkXyE9CZ_lk

Ravels Toccata aus dem "Tombeau de Couperin" kommt vielleicht auch in Frage:

https://www.youtube.com/watch/?v=IbX6NFTyjZw

Oder vielleicht "O polichinelo" von Villa-Lobos - das ist deutlich leichter als die beiden erstgenannten Stücke:

https://www.youtube.com/watch/?v=ErCDknKRm_U
 

Wiedereinaussteiger
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Francisco Tarrega, Recuerdos de la Alhambra.

Ursprünglich komponiert für die Konzertgitarre. Das Stück ist den Guitarreros ca. ein Benchmark, du bist davor, spielst sie noch nicht, dann kannst du sie, ein Milestone. Dann kannst du Konzertgitarre..

Tremolo-Etüde.
Es gibt mehrere Klavier-Transskriptionen dafür.


https://www.youtube.com/watch/?v=PqfkMgVaOeY
 
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Prokofievs "Suggestion diabolique" dürfte alle deine Kriterien erfüllen. Ich weiß nicht genau, was bei Henle auf Stufe 7 eingeordnet wird, aber vom Schwierigkeitsgrad her ist das vergleichbar mit dem Finale der 7. Sonate:

An die habe ich schon gedacht. Ich habe allerdings ein bisschen Angst davor, ganz ähnlich sieht es bei Ravel aus. Das Finale der 7. Sonate ging wie gesagt im Tempo mit sehr wenigen Fehlern, aber es war einfach keine richtige Gestaltung möglich und es fehlte etwas Präzision um die rhythmische Kraft zu entfalten.
Als typische "Henle 7"-Stücke würde ich z.B. eine Beethovensonate der Mittelklasse oder unteren Mittelklasse bezeichnen (Op. 13, Op. 90...), eine einfache Chopinetüde oder ein anspruchsvoller Nocturne, Liszt Funerailles oder Benediction...

@walsroderpianist und @Demian ich hätte dazu schreiben sollen "nicht angejazzt". Für Jazziges bin ich leider zu vorurteilsbehaftet, ähnlich wie bei japanischen Musikinstrumenten trotz des Wissens, dass es da durchaus höchste Qualität gibt.

Favoriten sind aktuell
(danke für den Tipp, wäre ich nie drauf gekommen und Prokovievs (ganze?)
(darauf hätte ich selbst drauf kommen können, die kenne ich ja eigentlich).

Die teuflische Einflüsterung, Khatchaturian und Poulenc sind aber auch noch im Rennen.



Danke schon mal für eure vielen Ideen, mehr sind nach wie vor willkommen.
 
N
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Khatchaturian ist ziemlich leicht. Wirkt schwerer als es ist.
Kein Vergleich mit Prokofiev.
LG,
NaMu
 
A
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Muczynski ist schwer, aber nicht extrem!
 
St. Francois de Paola
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Fakt ist, Muczinski hat gewonnen. Vom Rest werde ich bestimmt aber auch irgendwann irgendwas spielen. Aber Muczinski wird ab diesem Spätsommer geübt.
 
Triangulum
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Antheil: Toccata No. 2 (in Schirmer Piano Collection)
Kapustin: Toccatinas Op. 36 und 40
 
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Beim Hören fand ich interessant die Toccatina aus der Passacaglia Op. 2 von Arvo Pärt (die Noten habe ich nicht).
Da Prokofieff mehrfach erwähnt wurde, der 2. Satz der zweiten Sonate (es muss ja nicht immer die 7. und 8. sein) sehr perkussiv, aber auch lyrische Abschnitte. Ach ja, die ist von 1912, also geschrieben vor 110 Jahren, das kann nicht modern sein. Das ist uralt. :idee::lol:
 
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