Eigene finanzielle Verluste durch Corontäne

  • Ersteller des Themas Bernhard Hiller
  • Erstellungsdatum

Welche finanziellen Verluste habt / erwartet ihr durch die Corontäne

  • Im Gegenteil - ich gewinne sogar etwas

    Stimmen: 1 2,3%
  • Ungefähr null

    Stimmen: 19 44,2%
  • Gering, kann ich problemlos wegstecken

    Stimmen: 12 27,9%
  • Schmerzhaft, ich werde mich finanziell einschränken müssen

    Stimmen: 11 25,6%
  • Existenzgefährdend

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    43
Was steckt denn z.B. in dem gesamten Computerkrams tatsächlich für "Wert"? ;-)

Ja, dann denk nach! Wenn man von heute auf morgen den Computerkram abgestellt hätte (Internet, Datenübermittlung, Computer Unterstützung in den Fabriken, Spitälen, Logistik etc. etc.) Dies wäre dann totaler Stillstand, ein Rückfall auf den wir gar nicht vorbereitet sind. Ohne Computerhilfe wäre eine Wertschöpfung kaum möglich bzw. die Wertschöpfung kaum bezahlbar. Der wirtschaftlichen Stillstand verursacht durch Corona ist im Vergleich gerade harmlos.
 
Man hat immer die Wahl, sich einen seriösen Makler zu suchen. Wer den erstbesten aus dem Telefonbuch nimmt, muss dann eben auch mit dem erstbesten leben.

Mit Klavierlehrern ist es ja nicht anders.
 
Mit Computerkrams war wohl eher Unterhaltungselektronik gemeint und nicht SPS gesteuerte Fertigungsmaschinen und die Internetinfrastruktur.
 
Falsch. der Markt besteht immer aus min. 2en. Kein Verkäufer, kein Angebot, ergo kein Käufer. Ich empfehle die ersten Kapitel von Adam Smith (eines meiner Lieblings Totschlag Argumente :005:)


Und natürlich sit das ein "Totschlagargument" - aber wie soll man es denn benennen, dass einfach ein gewisser Teil der Bevölkerung nicht bis fünf zählen kann
Du wirfst kein objektives Licht auf die Sache.
Bei uns in der Gegend gab´s früher praktisch keine Mietswohnung ohne Makler, oder was sich als solcher bezeichnete um die Kohle einzusacken.

Hab eben mal schnell nichtrepresentativ geschaut. von 10 angeboten waren 5 von den von früher bekannten großen Maklern, 3 von Hausverwaltungen oder neuen "Immobilien Firmen" und 2 von privat. Bei der exorbitanten Mietexplosion der letzten Jahre ist es schwer zu beurteilen, wieviel Makler und Hausverwaltung da jetzt eingepreist wurde, aber dem Schabernack wurde doch deutlich einhalt geboten und das Schwert des Mieters geschärft.
 
Dann erklär doch bitte mal Deine Vorstellung. Die interessiert mich jetzt wirklich!
Die ist wohl recht speziell. :-D
Ich vergeude ja auch einen nicht unerheblichen Anteil meiner Arbeitszeit mit Verwaltung. Angebote schreiben, Rechnungen schreiben, Beratungen, Bestellungen, stundenlang Müllentsorgung studieren...
Das alles strengt an, macht natürlich Arbeit und mir überhaupt keinen Spaß. Aber ich habe nie das Gefühl, wirklich gearbeitet zu haben. Ich habe ja nichts gemacht, im Wortsinn. Ich habe nur dumm rumgelabert oder irgend welchen Mist geschrieben, ohne irgend ein Ergebnis vorzuzeigen zu können.
Erst wenn ich den Ziegel in die Hand nehme und dahin tue, wo er hingehört, ist da ein Ergebnis vorhanden. Und selbst wenn ich nur ne Toilette putze: Vorher ihh, nachher huii wie schick.
Aber auch Lehrer, Pfleger, Ärzte, Künstler, Informatiker, Grafiker, Köche... die liefern als fertig gestellte Arbeit ein bestimmtes Ergebnis.
Händler, Banker, Makler, Juristen, Versicherer, Verwalter, Logistiker, Einkäufer, Verkäufer.... alles sicher wichtig und nötig aber alles Berufe, die keine Ergebnisse hervorbringen. Bei all diesen Berufen hätte ich das Gefühl, ich hätte nichts gemacht. So einen Beruf könnte ich daher niemals ausführen.

Aber es ging mir ja ursprünglich um die Aussage, dass man früher Wohlstand durch eigene Arbeit aufgebaut hätte. Und das sehe ich zu keiner Zeit so.
Selbst wenn ein Oneman-Handwerker zu Wohlstand (ich sag mal hübsches Haus, gute Altersfürsorge) kommt, hat er das niemals nur durch eigene Arbeit (im Wortsinn) geschafft.
 
Ok, verstanden. Abstrus zwar, aber nachvollziehbar. Ich habe auch mal so gedacht. Hirnarbeit ist auch Arbeit, mein Freund - und manchmal um einen Millionenfaktor wertschöpfender .... (Steve Jobs hat keinen Computer zusammengelötet!)
 
Wenn drei Buben beim Nachbarn Kirschen klauen wollen, einer macht Räuberleiter, der zweite steht Schmiere und der dritte steigt rüber und sammelt die Kirschen ein und anschließend erfreuen sich alle drei genüsslich an ihre Beute, so haben alle drei ihren Teil an der Wertschöpfungskette beigetragen und folglich auch jeder für sich eine Wertschöpfung erbracht, da sie einzeln nicht möglich gewesen wäre
 

Ja, das sehe ich auch so und beim Kirschenklauen funktioniert die Arbeitsteilung so, wie ich sie mir vorstelle: Man teilt das Ergebnis ebenso.
Wenn jetzt aber noch ein Vierter daher kommt und kompliziert berechnet, wem wie viele Kirschen zustehen und dann noch ein Fünfter der die Bäume aussucht und noch einer der die drei berät, wie sie langfristig mit den Kirschen Gewinne erwirtschaften statt einfach zu essen und noch ein 7ter der alle Kirschklauer in Dachverbänden mit Pflichtabgaben vereint.... sehen die drei nicht mehr viel vom Ergebnis.

Der Löwe ist doch nicht blöd, der hat schließlich nicht BWL studiert. :-D
Pispers
 
Dann erreicht die Vakanz eine Dimension, in der das Zeitgefühl zunehmend verloren geht, in der man der Versuchung erliegt, sich nur noch treiben zu lassen, in der man Ziele und Orientierungspunkte aus dem Blickfeld verliert. Im Hinblick auf die von mir geleiteten Chöre wage ich die Prognose: Wenn auch im Mai keine Proben und Auftritte mehr stattfinden und das auch im Juni so bliebe, wüsste ich nicht, ob alle Chormitglieder reaktivierbar sind.

Das sehe ich ähnlich. Aber aus der Sicht eines Chormitglieds. Singe (sehr gerne sogar) in drei Chören und stelle grade fest wieviel Zeit ich nun habe, da die Abende frei sind, keine Gottesdienste mitgestaltet oder Sonderproben vereinbart werden.
Wenn man so am Rollen ist, die drei Abende plus die Fahrzeit dorthin nimmt, komme ich auf fast 7 Stunden. Plus der Klavierunterricht mit 1 1/2 Stunden, das Jonglieren und Yoga. Ich habe fast 12 Stunden mehr Freizeit in der Woche.

Leider steht das nur auf dem Papier. Ich arbeite in der ambulanten Altenpflege und da ist die Arbeitsbelastung zur Zeit etwas angespannt. Die normalen Ausfälle müssen eh schon kompensiert werden und es befinden sich derzeit noch zwei Kolleginnen in Quarantäne.
Gut das ich grad soviel freie Zeit zur Verfügung habe um einzuspringen. :teufel:

Aber ich komme nun tatsächlich ins Überlegen ob ich meine Freizeitaktivitäten in Zukunft nicht ein wenig einschränken soll.
 
Die Klavierlehrer welche zu meinem Kundenstamm gehören, haben gewaltig zu leiden, Unterrichten können sie derzeit nicht, und den Schülern trotzdem das Geld abzuknöpfen wäre unseriös. Ich kann nur hoffen daß ihnen (wie von Scholz versprochen) staatliche Unterstützung zuteil wird.
 
Wenn jetzt aber noch ein Vierter daher kommt ... und dann noch ein Fünfter ...und noch ein 7ter

Du hast den 6ten vergessen. Das wäre der Rechtsanwalt, der die drei davor bewahrt für ihr Vergehen 3 Wochen Stubenarrest zu bekommen und den Richter auf einen Tag Fernsehverbot runter handelt.

Zurück zum großen Leben: in einem modernen Staat beschränkt sich der Bau einer Mauer nunmal nicht auf das Stapeln von Steinen. Dazu gehört u.a. auch die Nutzung von Infrastruktur, die auch erschaffen und bezahlt sein will. Dazu kommt das man für einen gewissen Grad an Wohlstand nun mal eben Arbeitsteilung braucht. Von daher gehört meiner Meinung nach die Sekretärin, die die Gehälter von 10 Maurern verwaltet ebenso in die Wertschöpfungskette mit rein. Das heisst aber natürlich nicht, dass jede Tätigkeit automatisch Sinn macht, nur weil ist da ist.
 

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