Block-Chords

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Liebe Jazzer.

Bereits vor vielen Jahren habe ich im Jazz-Piano-Buch von Mark Levine das Kapitel über Block-Chords gelesen. Wie man idealerweise fünfstimmige Block-Chords mit in Oktaven gedoppelter Melodie zusammenbastelt und auf Linien anwendet, fiel mir nicht schwer zu verstehen. Ich bin in der Lage Melodien in fünfstimmigen Block chords passend zu den zugrunde liegenden Changes zu harmonisieren. Zumindest auf dem Reißbrett bzw. in mühsamer Puzzelei am Klavier.

Das Problem ist allerdings, dass ich das natürlich nicht in Echtzeit kann, sondern bestenfalls in sehr langsamen Tempo bei kurzen Phrasen, und selbst die muss ich vorher bauen und sie dann üben, damit ich sie flüssig und spielen kann. Bei höherem Tempo hilft nur die Phrase extrem oft bei ansteigendem Tempo über mindestens mehrere Tage zu üben. Alle bisherigen Versuche, das auch in einem improvisierten Solo anzuwenden, sind kläglich gescheitert

Bei Mark Levine steht auch, dass diese Technik sehr schwierig ist und sehr viel üben erfordert. Vielleicht ist das ja auch mit einem Amateur-Übezeit-Budget einfach zu hoch gegriffen, und man sollte es lassen.

Dennoch wollte ich fragen ob jemand praktikable Hinweise geben kann, wie man das sinnvoll und zielführend üben kann. Ob es Tricks gibt, Quickfixes oder irgendwas in der Art von "How to improvise in Block-Chords like Red Garland / Bill Evans in 10 minutes/weeks/months/years" :007:
Leider ahne ich schon, dass das Erlernen dieser Technik wahrscheinlich tatsächlich Jahre des zeitintensiven, täglichen Übens benötigt.

Auf dem Klavier fand ich immer, dass es genug anderes interessantes Material gibt, aber auf der Hammond klingen Block-Chords einfach so wunderschön, dass ich ungern ganz darauf verzichten würde.

Bin für sachdienliche Hinweise im voraus sehr dankbar, wenn jemand damit Erfahrung hat.

LG

TJ
 

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