Wenn die Orgel von alleine orgeliert

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MartinH

Guest
Soso, jetzt machen die sogenannten "kirchenmusikalischen Fachberater" auch noch quasi Werbung für diesen Mist. Die Situation im für den Dom absolut verschwenderischen Bistum (konnten gar nicht genug Kirche & Orgel umbauen) scheint ja nicht so dolle zu sein - verantwortlich ist natürlich keiner. Und auf die Gotteslohn-Tabelle der so vielen Neben- und Ehrenamtler will ich erst gar keinen Blick werfen, um mir den Morgen nicht zu versauen. Wird natürlich als Fortschritt verkauft. Da kann man nur noch sagen: armes kirchenmusikalisches Deutschland samt Verantwortlichen.
 
Irgendwer muss das ja mal einspielen. Dann kann man den wenigstens ordentlich bezahlen. Aber vermutlich wird das dann aus einem Midi-File generiert. Hört ja eh keiner :004:
 
Soso, jetzt machen die sogenannten "kirchenmusikalischen Fachberater" auch noch quasi Werbung für diesen Mist. Die Situation im für den Dom absolut verschwenderischen Bistum (konnten gar nicht genug Kirche & Orgel umbauen) scheint ja nicht so dolle zu sein - verantwortlich ist natürlich keiner. Und auf die Gotteslohn-Tabelle der so vielen Neben- und Ehrenamtler will ich erst gar keinen Blick werfen, um mir den Morgen nicht zu versauen. Wird natürlich als Fortschritt verkauft. Da kann man nur noch sagen: armes kirchenmusikalisches Deutschland samt Verantwortlichen.

Besser n Selbstspieler als gar keine Orgel.

Bei dem Mangel an Organisten und vor allem gute Organisten, wäre ein Selbstspieler jedenfalls die bessere Lösung als so ein a`capella Geheule.

Und hier mal eine Reportage: https://www.br-klassik.de/audio/podcast-orgelklaenge-aus-dem-automaten-100.html
 
Naja, das ist grundsätzlich nun nicht ganz neu. Bei einer rein elektrischen Traktur kann man natürlich alles steuern lassen und braucht eigentlich auf diesen mechanischen Aufsatz, der ursprünglich ja eine Hilfe zum Stimmen war, nicht mehr.

Ehrlich gesagt: Hier in der Provinz ist das liturgische Orgelspiel oft so katastrophal, dass die Dinger ein Segen wären.
 
Ehrlich gesagt: Hier in der Provinz ist das liturgische Orgelspiel oft so katastrophal, dass die Dinger ein Segen wären.
Heut war in unserer Gemeinde auch mal ausnahmsweise ein Organist vor Ort.....die Harmonien von "Rosenkranzkönigen" waren "ein wenig anders" als gewohnt.

Viele konnten auf Grund "völlig geänderter Harmonien" nimmer mitsingen.

In sofern, wäre natürlich ein Selbstspieler nicht so von Nachteil.
 

Bei einer rein elektrischen Traktur kann man natürlich alles steuern lassen und braucht eigentlich auf diesen mechanischen Aufsatz, der ursprünglich ja eine Hilfe zum Stimmen war, nicht mehr.
Ich denke, auch bei einer bereits vorhandenen elektrischen Traktur ist der Aufwand für den Einbau einer Selbstspieleinrichtung (ohne diesen Aufsatz) groß und vor allem teuer.
 
Doch, ein Selbspieler ist immer von Nachteil, weil Automaten in einer Liturgie grundsätzlich nichts zu suchen haben. Wäre eine Aufgabe für die redseligen Theologen. Aber da kommt halt auch nichts mehr. Die frühere Verbotseifervergangenheit blitzt im Interview noch auf. Was gab es da alles für Unsinn: kein Bach bei den Katholen, kein Ave Maria bei den Evangelen, Konzerte müssen vom tollen Amt für Kirchenmusik "genehmigt" werden. Und heute: anything goes, vor allem, wenn der Herrgott als Gotteslohnargument missbraucht werden darf. Die mechanischen Organolas sind sicher technisch interessant. Man kann auch davon ausgehen, dass die Leute sich technisch wirklich auskannten, das ist auch ein bisschen mehr Aufwand, als sich ins seit Jahrzehnten(!) gemachte (und lizenzfreie) MIDI- (und OSC-) Nest zu setzen. Heute denken halt auch Stuhlkreis-Sozialpädagogen und -Theologen technisch mitreden zu können. Und der moderne Peter Ammer schreibt MIDI auch nach Jahren (und tausenden EUR vom Steuerzahler später, mir schleierhaft, wie dieser Topf angezapft werden konnte) noch "Midi". Da kann man mutmaßen, dass er eher wenig technische Ahnung hat. Nebenbei: wäre ich noch Mitglied in einem Kimu-Verband, wären diese Dinge für mich Anlass nachzufragen, ob er das (als Vorsitzender) privat oder mit irgendeiner verbandsmäßigen Billigung oder gar Beauftragung macht. Letzteres wäre für mich ein Austrittsgrund.
 
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Heut war in unserer Gemeinde auch mal ausnahmsweise ein Organist vor Ort.....die Harmonien von "Rosenkranzkönigen" waren "ein wenig anders" als gewohnt.

Viele konnten auf Grund "völlig geänderter Harmonien" nimmer mitsingen.

Völlig geänderte Harmonien finde ich nicht uninteressant, z.B. aus dem Orgelbuch der Domorganisten. Wenn allerdings der Gotteslohnorganist überfordert gewesen sein sollte, fällt das letztendlich auch wieder zurück auf die "Fachberatung", Kreiskantoren, wie auch immer das heißt. Man darf erwarten, dass diese sich darum kümmern, kostenlose Angebote machen etc. So ein Marienlied auf 0815 ist ja nun wahrlich kein Hexenwerk (das kriegst Du doch auch mit links hin, warum spielst Du nicht einfach selbst?). Aber wie ich schonmal schrieb, die Pädagogik jeglicher Stufe ist im Orgelbereich nicht selten auch schlicht eine Katastrophe.
In sofern, wäre natürlich ein Selbstspieler nicht so von Nachteil.
 
PS Ich hatte mal privat einen Schüler (Student, Anfänger), dem habe ich in wenigen Wochen/Monaten wirklich gutes Choralspiel und Pedalspiel beigebracht (incl. obligat) - viel effektiver (und günstiger) als ich selbst das erleben musste in der Musikschule. Ich erinnere mich nicht, z.B. ordentlich was über Zäsuren mitgeteilt bekommen zu haben oder den Trick 17 mit "links und Pedal alleine"...
 
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Völlig geänderte Harmonien finde ich nicht uninteressant,

Sicher, aber es sollte nicht da zu führen, daß die Gemeinde den "Text verliert"

Ich weiß auch nicht, ob es vom Organisten beabsichtigt war, oder ob er einfach die Harmonien nicht wußte.

Hier sollte das GL vielleicht mal nachgebessert werden, daß man die Akkorde drüberschreibt.

Ich tue mich da selbst mitunter schwer, wenn ich was daraus spielen will und muß mir erst einmal die Akkorde zusammensuchen.

Zum Glück gibt es YT Videos, wo man sie sich raushören kann - wenn es nicht gerade von "Lingualpfeife" (oder wie der heißt) ist.

Der verwendet auch oft recht eigenwillige Akkorde, welche nicht immer stimmig erscheinen.
 

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