Klickender Nachdruck bei Kawai und Co - Welche Alternativen außer Renner gibt es

BonBenE

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Ich bin wirklich ratlos, dass ich dazu im Netz seit langem nichts finden kann:

Von meinem Klavier mit Renner-Mechanik bin ich ein "weiches" Spielgefühl gewohnt.
Wenn ich Kawais oder Yamahas teste, gibt es in den letzten Millimetern (im Nachdruck?) ein klickendes Gefühl.
Ich bin davon immer so irritiert, dass das mein einer Grund wäre das Klavier nicht zu kaufen, obwohl mich ein NV5 oder ein Aures sehr anlacht von Klang, Preis-Leistung und Nacht-Bespielbarkeit.

Ist das etwas, an das man sich gewöhnt?
Wie geht´s da den Yamaha und Kawai-Besitzern?
Bin ich zu verwöhnt von meiner Renner-Mechanik?
Kann man das evtl. sogar regulieren?
Wieso finde ich dazu nichts im Netz? Suche ich nach falschen Begriffen?

Nach welchen anderen Hersteller sollte ich mal Ausschau halten, bei denen dieser Klick nicht vorhanden ist?

Ich hoffe, meine Wortwahl ist verständlich genug, um eine fruchtbare Diskussion anzustoßen.
 
Danke für dieses Thema. Mir geht es ähnlich, ich bin auch sehr verunsichert mit einem Neukauf und hoffe dass mein altes CA97 noch eine Weile durchhält. Bis auf die Sliptapes keine Probleme und dafür gibts dann den Drappstoff ;-)
 
Ich habe ein K200 ATX 4 und merke nichts vergleichbares. Wurde aber auch nach meinen Wünschen reguliert und intoniert…
 
Hörst du das "Klicken" wirklich oder ist das ein Gefühl in den Fingern?
 
Zu hören ist nichts. Es ist nur das Überwinden eines Widerstands, der sich im Spiel wie ein Klick anfühlt.
 
Das muss so sein und ist ein Merkmal einer präzise regulierten Mechanik. Ich vermute, dass deine Renner-Mechanik falsch oder gar nicht reguliert wurde oder abgespielt ist und du das fälschlich als normal erachtest.
 
Ja am Ende ist ein höherer Widerstand, habe es aber nicht als das gemeinte „klicken“ wahrgenommen😅
 
Kommt das Gefühl nicht durch die an der Hammernuss "ausrückende" Stoßzunge zustande?


Das könnte natürlich konstruktionsbedingt recht unterschiedlich "erlebbar" sein.
 

Ja, das nennt man Druckpunkt und ist eher ein Kriterium für einen Kauf. Warum Du den bei Deinem Klavier nicht spürst, ist merkwürdig.

Also ich finde den Begriff "Auslösung" bzw. Englisch "let off" irgendwie passender und erklärender als als Druckpunkt...

Und ja, je neuer das Klavier ist, desto deutlicher ist die Auslösung spürbar (da rutscht eine hölzerne Stosszunge von einem Filz ab: Der Hammer "fliegt" die letzten 3mm "lose" auf die Seite.

Wenn der Filz neu und etwas rauher ist (was ich insbesondere bei neuen Hammerröllchen beim Flügel auch schon schnell als nervig empfinde) ist der Widerstand (Druckpunkt) beim Auslösen grösser, als wenn die Filze abgespielt und glatt sind.

Dafür gibts aber diverse Gleitmittel (Teflon, Graphit) und eine gute Regulierung der Auslösung, damit diese zwar spürbar ist (insbesondere beim Pianissimo spielen hilfreich) aber nicht störend.

Bei Digis wird das bei höherwertigen Tastaturen simuliert, ich persönlich bräuchte das bei elektronischen Instrumenten aber eigentlich nicht.
 
Die Auslösung sollte man nicht zu deutlich spüren (finde ich). Gründe können sein: Leder zu rau, Leder falsch herum eingeleimt, Hammernusspolster zu dünn, Steighöhe zu groß (Mechanik falsch gestellt), Stoßzungenspitze an der Rückseite ist zu kantig usw. Sollte bei neuen Klavieren aber eigentlich nicht vorkommen.
 
Ich habe zwei Klaviere mit Renner-Mechanik. Und auch wenn die eine in schlechterem Zustand ist (trommelnder Hammer - da komme ich evtl. nochmal anderer Stelle mit Fragen), glaube ich nicht daran, dass das Gefühl aus schlechter Regulierung stammt.
Ich spüre natürlich den Punkt, an dem das "drückende Holz" am Hammer beginnt abzurutschen, aber das ist kaum wahrnehmbar. (Bilder anbei)
Bei beiden Mechaniken ist das Gefühl über die ganze Tastatur gleich. Das kann in meinen Augen nichts mit ausgeleiert oder runtergespielt zu tun haben.
Ich bin damit ja auch sehr glücklich. Ich bin nur mit Klang meines Wohnzimmerklaviers, dass ich erst recht günstig gekauft habe ziemlich unzufrieden und überlege es nun wieder zu verkaufen und nochmal auf die Suche zu gehen.
Daher bin ich mir aber unsicher, wie sich dieses Spielgefühl bei Kawais und Co entwickelt oder ob ich mich da auch einfach dran gewöhne.
Professionelle Musiker spielen ja auch alles was man Ihnen hinstellt.
Beim Kawai NV10 mit Flügelmechanik ist es nach meinem Empfinden weniger zu spüren als beim NV5S mit Klaviermechanik.
Ich höre aber heraus, dass es für die meisten hier normal ist einen relativ deutlich wahrnehmbaren Druckpunkt zu haben und das bei jedem Druck der Taste zu spüren.
 

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Danke für den Link @ Austro-:super::idee: Diesel
 
Ich glaube meine ursprüngliche Frage ist eigentlich: Ist dieses Phänomen schon jemand anderem so unangenehm aufgefallen und wenn ja wie wurde es gelöst?
Anpassung des Klaviers? Wenn ja, wie?
Anpassung der Erwartung?
Anderes Klavier? Wenn ja welche?
 

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