Bitte mal anschauen, benötigen Hilfe

C

CKHDS

Dabei seit
23. Jan. 2024
Beiträge
10
Reaktionen
13
Hallo,

durch einen Sterbefall ist nunmehr ein Flügel aus dem Haus August Förster Löbau zu verkaufen. Es handelt sich um ein Modell 170.
Er wurde in den Jahren 1936/37 in Löbau/Sachsen gebaut und im Jahr 1938 in die Niederlassung in Hamburg ausgeliefert. Durch Interesse eines Dresdner Kunden wurde der Flügel über die Dresdner Niederlassung der Fa. August Förster an einen Dresdner Theaterdirektor verkauft. Durch finanzielle Schwierigkeiten musste der Flügel Anfang der 60iger Jahre verkauft werden. Käufer war ein Dresdner Wissenschaftler und Kunstliebhaber, in dessen Besitz der Flügel bis zuletzt geblieben ist. Bis 2022 wurde der Flügel jährlich gestimmt und regelmäßig bespielt. In den beiden letzten Jahren wurde leider aus gesundheitlichen Gründen etwas weniger gespielt. Auf dem Fotos ist der gute Zustand des Flügels zu sehen. Es handelt sich um die Ausführung Chippendale in Holzart Kaukasischer Nussbaum. Vielleicht kann uns jemand, aus den von uns zusammengetragenen Angaben, einen ungefähren Wert nennen oder es hat jemand Interesse an dem Flügel. Wir würden uns über Rückmeldungen freuen.

C+HD aus Dresden

DSCN2008.JPGDSCN2009.JPGDSCN2010.JPGDSCN2011.JPG
 
Du hast uns leider kaum Infos über den Flügel und stattdessen unnütze Infos über ehemalige Besitzer gegeben.
Der Wert eines Flügels setzt sich nicht aus den bisherigen Nutzern zusammen, sondern daraus, was daran bisher gemacht wurde (es sei denn natürlich, der Flügel gehörte Chopin, Liszt oder anderen berühmten Pianisten). Der Flügel ist 90 Jahre alt, da ist der Flügel absolut überholungsbedürftig. Die Frage ist: wurde er bereits restauriert?

Viele glauben leider, bei ihrem antiken Instrument eine Goldgrube zu haben, aber wenn nicht überholt, sind sie leider nicht von großem Wert.

(Korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liege. )
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Rückmeldung, sorry...da haben Sie uns falsch verstanden, durch unserer Recherchen haben wir schon erfahren, dass das Instrument keine "Goldgrube" ist, jedoch durch dessen "ruhigen Lebenslauf" vielleicht doch einen Liebhaber zu finden, der den Flügel haben möchte. Ob der Flügel schon mal restauriert wurde, versuchen wir gerade durch Kontakt zum Klavierstimmer zu erfahren. Unterlagen haben wir bisher keine gefunden. Vielleicht können Sie uns sagen was "nicht von großem Wert" in einer Zahl bedeutet.....
 
Die Einschätzung des Klavierstimmers, der dieses Instrument kennt, ist wesentlich. Nach Bildern kann man den Wert eines älteren Instruments nicht bestimmen. Zu sehr hängt der Wert von akustischer wie mechanischer Qualität und dem angefallenen Verschleiß sowie der natürlichen Alterung ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht können Sie uns sagen was "nicht von großem Wert" in einer Zahl bedeutet.....
Abgesehen von der Technik hat der Flügel auch eine - nun ja - spezielle Optik. Die seltenen Liebhaber dieser Formen sind aber meist Leute, bei denen eben keine Risse im Lack sein dürfen etc.pp. und alles goldene auch gülden glänzt ;-)

Ich (ziemlich inkompetent,) würde den Wert auf jeden Fall unterhalb von 2.000 sehen. Aber warten wir doch mal die Profis ab.
 
Optisch ein schwieriger Fall - da muss jemand wirklich für den bürgerlichen Stil der 1930er schwärmen, um sich so ein Stück ins Haus zu holen. Deutscher Chippendale ist einfach ein Problem.

Selbst in technisch anständigem Zustand wird es aufgrund des Alters schwierig, mehr als 1.500 Euro dafür zu bekommen, fürchte ich. Einen Klavierbauer kommen lassen, damit dieser das Instrument begutachten kann. Vielleicht entdeckt dieser ja Aspekte, mit denen man es besser verkaufen kann.
 
Optisch ein schwieriger Fall - da muss jemand wirklich für den bürgerlichen Stil der 1930er schwärmen, um sich so ein Stück ins Haus zu holen. Deutscher Chippendale ist einfach ein Problem.

Selbst in technisch anständigem Zustand...
...bräuchte man, vermute ich, einen langen Atem, das Instrument an den Mann zu bringen.

Ich wünsche Ihnen aber viel Erfolg beim Verkauf. Förster-Flügel im Allgemeinen werden hier im Forum gut angesehen.
Allerdings sind diese dann auch hergerichtet.
 
...bräuchte man, vermute ich, einen langen Atem, das Instrument an den Mann zu bringen ...
Allerdings sind diese dann auch hergerichtet.
Oder "dahergerichtet", wie Henry in seinem lustigen Pseudobayrisch sagen würde ...
Ich fürchte auch, dass ein Flügel in diesem Stil quasi unverkäuflich, also wertlos ist. Am ehesten würden den wohl noch Freaks übernehmen, die ihn mit ein paar Lack-Sprühdosen grell zupusten: Schade um den schönen Nussbaum - aber wahrscheinlich die einzige realistische Lösung ...
 
Hallo,

durch einen Sterbefall ist nunmehr ein Flügel aus dem Haus August Förster Löbau zu verkaufen. Es handelt sich um ein Modell 170.
Er wurde in den Jahren 1936/37 in Löbau/Sachsen gebaut und im Jahr 1938 in die Niederlassung in Hamburg ausgeliefert. Durch Interesse eines Dresdner Kunden wurde der Flügel über die Dresdner Niederlassung der Fa. August Förster an einen Dresdner Theaterdirektor verkauft. Durch finanzielle Schwierigkeiten musste der Flügel Anfang der 60iger Jahre verkauft werden. Käufer war ein Dresdner Wissenschaftler und Kunstliebhaber, in dessen Besitz der Flügel bis zuletzt geblieben ist. Bis 2022 wurde der Flügel jährlich gestimmt und regelmäßig bespielt. In den beiden letzten Jahren wurde leider aus gesundheitlichen Gründen etwas weniger gespielt. Auf dem Fotos ist der gute Zustand des Flügels zu sehen. Es handelt sich um die Ausführung Chippendale in Holzart Kaukasischer Nussbaum. Vielleicht kann uns jemand, aus den von uns zusammengetragenen Angaben, einen ungefähren Wert nennen oder es hat jemand Interesse an dem Flügel. Wir würden uns über Rückmeldungen freuen.

C+HD aus Dresden

Den Anhang 67813 betrachtenDen Anhang 67814 betrachtenDen Anhang 67815 betrachtenDen Anhang 67816 betrachten
Also wenn er zu verschenken wäre - nicht uninteressant.

Zum Verkaufen - mei, da müßt erst einmal ein Klavierbauer vor Ort schauen was da alles daherzurichten wäre und die Kosten die dabei anfallen.

"Sterbefall" ist jetzt auch so eine Sache - befindet sich der Flügel in einer Leichenwohnung, kann man ihn nur noch entsorgen....und der fleckige Teppich darunter verheißt auch nichts Gutes.
 
Was könnte das runde Ding unter dem Flügel auf dem ersten Foto sein?
Sieht für mich aus wie ein kleiner Tisch mit einem Lederballen, den man auf unebenem Untergrund positionieren kann (oder auf den eigenen Beinen, falls man in einem Sessel sitzend eine Mahlzeit einnehmen möchte).

Von Schimmel gab es ein (Gelsenkirchener) Barock-Klavier mit ausklappbaren Lampen, es scheint also wirklich mal einen Markt für Instrumente in wuchtigem Stil gegeben zu haben. Jede Epoche hat ihre Sünden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Wer sagt denn, dass die Leiche in der Wohnung verwest ist? Viel schlimmer dürfte Zigaretten- oder Zigarrengeruch sein, falls dort geraucht wurde.
Am Flügel sitzend seine letzte Stunde zu verbringen stelle ich mir trotzdem vergleichsweise erstrebenswert vor. Man könnte ja eine Zigarre rauchen, damit der Flügel danach noch verkäuflich ist.
 

Zurück
Top Bottom