Zwangsläufig mit klassischen Stücken anfangen?

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annibee

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In einem anderen Thread heißt es, dass Pop-Stücke für Anfänger eher frustrierend bis langweilig sind. Ab welchem Kompetenzstand würdet ihr denn empfehlen, sich mal an was Modernes / Poppiges zu setzen? Wenn ich es richtig sehe, sind in den Schulen ja in der Regel Kinderlieder, Volkslieder und vereinfachte Ausschnitte aus Klassik-Stücken. (Und witzigerweise werben ja Apps wie Flowkey damit, dass ich mal eben flott meine Lieblingshit spielen kann).
 

Schau Dir mal die Klavierschule "Play Piano" von Margret Feils an. Die Stückauswahl fand ich sehr ansprechend. Da ist von allem was dabei.
 
Danke für den Tipp! Die wird derzeit wohl neu aufgelegt, ich behalte sie im Auge.
 

Anfangsunterricht ist weder klassisch noch Pop-orientiert, sondern Anfangsunterricht. Da geht es um Improvisation, Spielen nach Gehör, um das Verständnis musikalischer Grundlagen (Parameter) sowie natürlich um spieltechnische Skills.

Dann ist es empfehlenswert, zum einen klassische Literatur zu spielen und sich außerdem schon früh mit Harmonielehre zu beschäftigen. Das ist, wenn man in Richtung Pop oder Jazz gehen will, eine unverzichtbare Grundlage.

Popmusik und auch Jazz spielt man nicht nach irgendwelchen drittklassigen Arrangements nach Noten, sondern man benutzt ein Leadsheet, in dem die Melodie und die Akkordsymbole notiert sind. Diese Akkordsymbole lassen sich nur mit einem Grundwissen an Harmonielehre umsetzen. Und zusätzlich braucht man noch ein rhythmisches Begleitpattern.

Dieser Weg mag erstmal schwierig erscheinen, aber das Schöne ist, dass die Anzahl der Akkordsymbole (v.a. in der Popmusik) begrenzt ist, und auch die verwendeten Begleitpatterns kann man „recyceln“.

Lass dir nicht einreden, dass es cool ist, Popsongs nach Noten zu spielen. Für Studienzwecke kann es manchmal sinnvoll sein, eine gut gemachte Transkription (also eine Aufnahme, die als Noten aufgeschrieben ist) zu spielen, um die Machart zu verstehen, aber Popmusik entsteht in der Regel aus der Improvisation innerhalb eines Rahmens, den das Leadsheet bildet.
 
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Schau/hör dir mal "Flying off the Händel" vom Ukulele Orchestra of Great Britain an - Klassik und (westliche) Popmusik haben viel gemeinsam. Und wie @Demian schon sagte, gerade am Anfang wäre so eine Trennung gar nicht zielführend.
 
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irgendwelchen drittklassigen Arrangements nach Noten,
Hab' schon sehr viele Arrangements gesehen, und gespielt natürlich. Drittklassige waren nicht dabei. Wer schreibt die denn - und kann man die kaufen? Erstklassige Arrangements schreibt Viktoria Yermolyewa ("Vikagoeswild").

Ab welchem Kompetenzstand würdet ihr denn empfehlen, sich mal an was Modernes / Poppiges zu setzen?
Dann, wenn man Bock darauf hat. Das ist der optimale Zeitpunkt.

Man kann natürlich auch erstmal das Wohltemperierte Klavier Teil I und II plus alle Beethovensonaten durchackern, bevor man sich an "You' re My Heart, You're My Soul" setzt.

CW
 
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Hab' schon sehr viele Arrangements gesehen, und gespielt natürlich. Drittklassige waren nicht dabei. Wer schreibt die denn - und kann man die kaufen?
Mit „drittklassig“ meinte ich Arrangements, die für Anfänger geschrieben sind. Die klingen schlecht, z.B. Heumann, Moser usw.

Carsten Gerlitz etwa hat gute Arrangements geschrieben, aber die sind für Anfänger viel zu schwer.
 
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  • #10
Mag ja sein, dass die sch... sind, aber ICH finde die gut. Da kannste doch nicht einfach nein schreiben. :-D
Möglich, dass es auch daran liegt, dass ich als Kind mit seinen Stücken (Rockpiano 1) aufgewachsen bin. So oder so, ich höre es gerne.
 
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  • #11
Woher willst du denn wissen, was du gut findest? Da musst du schon einen Profi fragen. :-D
 
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  • #12
Stimmt. Diese Entscheidung kann einem unbedarften Amateur keinesfalls überlassen werden. Der Schaden durch eine pubertäre Prägung würde nie wieder ausgeglichen werden.

CW
 
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  • #14
Na siehste, geht doch! :-)
 
  • #15
Man kann natürlich auch erstmal das Wohltemperierte Klavier Teil I und II plus alle Beethovensonaten durchackern, bevor man sich an "You' re My Heart, You're My Soul" setzt.
Wenn man dann nicht schon "zu alt für so einen Scheiß" ist.

Der optimale Zeitpunkt ist jetzt ... vorrausgesetzt, man hat gerade Bock drauf:lol:

@annibee
Wenn du Lust auf Klassik (oder Pop, Jazz, Weltmusik oder was auch immer) hast, dann beschäftige dich damit. suche dir ein paar einfache Stücke heraus, und spiele sie.

Wenn du die Melodie und die gespielte Rhythmik von einem Popsong im Ohr hast, kannst du dich mit einem Leadsheet wunderbar orientieren. Oft ist das nicht kompliziert ... einige Akkorde, kurze Läufe, Vor- oder Nachschläge. Das größte Problem ist wohl, dass man es langsam angehen muss ... langsam sind die meisten Hits nicht wirklich gut zu erkennen.

Harmonielehre ist in jedem Fall hilfreich. Man sollte dringend wissen, wie Akkorde aufgebaut sind, und wie sie benannt werden, welche Skalen zu welchen Akkordfolgen passen und so weiter. Ansonsten bringt einem ein Leadsheet nicht sonderlich viel. Naja ... fürs Lagerfeuer reichts immer, aber auch dafür muss man wissen, was "Asus4" bedeuten soll..

Im Idealfall sollte deine Klavierlehrkraft dir dabei helfen können. Egal ob eher Pop oder eher Klassik dein Ziel ist.
 
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  • #17
Nur ein schnöder A-Dur-Akkord mit Quarte statt Terz.
Ich hätte mir wohl nen anderen Buchstaben als "A" aussuchen sollen.
 
  • #18
Wer Asus sagt muss auch Bsus sagen.
 
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  • #19
CAsus !
 
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  • #20
C&A Schülerinnen und Schüler?
 

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