Wie kann man Akkorde zu einer Melodie spielen wenn man nur die Noten der Melodie hat?

J

JohnMarco

Registriert
17.08.2025
Beiträge
4
Reaktionen
0
Ich habe diese Lied und die dazugehörige Melodie, wie kann ich jetzt mit der linken Hand dazu die Akkorde spielen? Den Ton g als Grundton nehmen und damit dann einen dur akkord aufbauen? Und das für jede einzelne Note oder nur für bestimmte? Wie genau forme ich Akkorde? Vielen lieben Dank!
WhatsApp Image 2025-12-22 at 17.10.28.jpeg
 

Wieso G-Dur? Wegen dem Anfangston? Das Stück sollte doch in C-Dur sein meine ich. Und die Kadenz von G-Dur ist doch G C D G oder?
 

Also wenn ich g mit der rechten Hand spiele dann den Akkord links mit g als Grundton spielen, das war die Frage oder ob ich den Akkord nicht mit G als Grundton aufbauen soll
 
Also wenn ich g mit der rechten Hand spiele dann den Akkord links mit g als Grundton spielen, das war die Frage oder ob ich den Akkord nicht mit G als Grundton aufbauen soll
Ich bin in dem Bereich selber noch ganz am Anfang. Aber wir haben das so gelernt, erstmal die ersten Töne (in dem Fall das g) zu ignorieren und anhand der Vorzeichen die Tonart, bzw. dessen Kadenz zu bestimmen. Dann fällt ja schnell auf, dass das g auch nur zur Tonika C Dur gehört (es reicht, wenn der Melodieton einfach in dem Akkord "vorhanden" ist, es könnte auch ein c, ein e oder eben g sein). Bei dem a' darauf kannst du dann einfach gucken, zu welchem anderem Akkord in dieser Kadenz der Ton passt.
 
Ich habe diese Lied und die dazugehörige Melodie, wie kann ich jetzt mit der linken Hand dazu die Akkorde spielen?
Am besten gar nicht. Akkorde in tieferer, enger Lage und dazu in größerem Abstand eine Melodie im Diskant sind klanglich überhaupt keine gute Idee.
Wenn du das Harmonisieren solcher Melodien lernen willst, beschäftige dich mit dem Generalbass- und Partimentospiel. Das ist zwar ein langer Weg, macht aber durchaus viel Spaß. Ob das ohne Lehrer funktionieren wird? Vermutlich nicht.

Wenn du nur dieses Lied begleiten willst, such dir eine Notenausgabe, die deinen Fähigkeiten entspricht - da gibt es sicher unzählige Sätze im Netz.
 
  • Like
Reaktionen: Tastatula, Monsieur_Barso, Peter und 3 andere
Ich habe diese Lied und die dazugehörige Melodie, wie kann ich jetzt mit der linken Hand dazu die Akkorde spielen? Den Ton g als Grundton nehmen und damit dann einen dur akkord aufbauen? Und das für jede einzelne Note oder nur für bestimmte? Wie genau forme ich Akkorde? Vielen lieben Dank!
Anhang anzeigen 79681
Das ist ungefähr so eine Frage wie wenn jemand hier ankommt und fragt: "Hey, ich kann bislang noch nicht Klavier spielen, aber im Mai ist die Hochzeit meines Bruders, und ich möchte das Paar mit [hier unerträgliches Schnulzstück einsetzen] überraschen. Was muss ich machen, dass ich das bis dahin kann?"

Also einfach viel zu umfangreich, als dass man das hier sinnvoll beantworten könnte außer mit: "Nimm Unterricht!"
 
  • Like
Reaktionen: DaniPiani, HomoSineCruribus und Tastatula
Hi JohnMarco,

Versuch folgende Strategie:

1.) Tonart bestimmen
2.) T S D zurechtlegen
3.) ausprobieren! (Gern erst nur mit Baßtönen, Harmoniewechsel ganz- oder halbtaktig (Wechsel für einzelne Schläge oder Töne kann man machen, muss man aber meistens nicht).
4.) falls Stellen damit nicht klappen wollen, Zwischendominanten probieren

Viel Spaß und Erfolg

PS du hast doch einen Begleitsatz drunter stehen? Guck halt, wie’s da harmonisiert ist… weil du offensichtlich aus einer Trompeten- oder Klarinettenstimme spielst, musst du nen Ganzton höher denken
 
  • #10
Und bitte oh du fröhliche in D-dur! Nicht in C … Sonstbgehtbman wie folgt beim harmonisieren von Chorälen vor:
Melodieton anschauen, dann überlegen, in welchen der Akkorde der kadenz kommt der vor. Ist es z.B. das C wenn das Stück in c dur -> C als Bass in linker Hand, dann in der rechten Hand den melodieton als höchsten Ton der kadenz nehmen und dann ergänzen, d.h. Bei c wäre es dann c g e , usw. Wenn man das dann ganz gut hinbekommt kann man loslegen zu variieren…
 
  • Like
Reaktionen: Monsieur_Barso
  • #11
Einfach strukturierte Stücke, und die stellen die überragende Mehrheit in Pop, Rock, Schlager, Volks-, Kinder- und Weihnachtsliedern, sind recht übersichtlich und kommen in ständig wiederkehrenden Mustern daher. Als Akkorde werden meist die tonleitereigenen Grundakkorde genommen. Bei C-Dur also C, dm, em, F, G, und am. H vermindert fällt raus, weil zu Dissonant, dm ist auch eher ein Exot, Tonika Subdominante und Dominante, letztere gerne mit kleiner 7, dagegen sind sehr beliebt.

Akkordwechsel finden meist am Taktanfang statt, manchmal zusätzlich noch in der Mitte, also auf 1 und 3. Jetzt schaust Du welche Melodietäne dort liegen und in welchen Akkorden diese vorkommen. C kommt in C, F und am vor. Der ersten Takt hat meist die Tonika der Dur oder der parallelen Molltonart, also hier C oder am. Selten daß man mit der 4. Stufe anfängt. Und so fummelt man sich durchs Stück und sammelt Erfahrung.

Dein Stück fängt mit G an. Unwahrscheinlich dass, man mit G Dur anfängt. Für em ist es zu fröhlich, bleibt nur C Dur. Der 2. Ton liegt auf dem 3. Schlag und ist ein langer Halbton und muss deshalb im Akkord zu finden sein. Tut a aber nicht, also braucht es hier einen Akkordwechsel. am ist wieder zu traurig, dm passt auch nicht, also bleibt nur f. Na dann wieder c und den Rest machste schon.

Frohe Weihnachten.
 
  • Like
  • Antwort hilfreich!
Reaktionen: Mac_News, Charly70, Muckelstubbel und eine weitere Person
  • #12
Und bitte oh du fröhliche in D-dur! Nicht in C …

Sieht für mich nach klingend B-Dur aus.

Melodie in C für ein B-Instrument, die beiden Klaviernotensysteme sind in B.
Da das zweite System im Bassschlüssel klingend ist, würde das für Posaune passen.
Einfache Weihnachtsnoten für Blechbläser? Das würde die Rücksicht hinsichtlich der Vorzeichen erklären.
Wenn die Klavierbegleitung in D-Dur wäre, dann hätte die Melodie (B-Instrumen oben) 4 Kreuze. Da kann es zu Vorzeichenirritation bei Anfängern kommen.

Grüße
Häretiker
 
  • Like
Reaktionen: trm und Sven
  • #13
Warum, oh Warum muss man so gerne Melodien mit Akkorden begleiten? Das kann man trefflich auf der Gitarre , dafür bietet sie sich schon seit Generationen an.
Auf dem Klavier ist man besser beraten, zur Melodie eine zweite Stimme zu suchen - die sich natürlich auf die Harmonien bezieht, mit denen man sich zunächst beschäftigen sollte -, da kann das Ohr sehr schnell feststellen, ob es gut oder schlecht klingt und das innere Hören wird geschult.
Spielen mit Akkorden macht dumm.
Und zu Weihnachtsliedern passt es oft überhaupt nicht.
 
  • #16
@Demian: Überhaupt nicht! Beim Choralsatz geht es um Stimmführung, um die Linearität. Jede Stimme muss gesanglich geführt werden.
Man beachte die Altstimmen in Bachs Chorälen. Sie sind oft reizvoller als die Melodie.
Genau das ist nämlich die Crux: Wenn man Improvisation überwiegend vertikal ausführt, geht ein essentieller Bauteil der Musik flöten.
 
  • Like
Reaktionen: Willie
  • #17
@Stefan379 , da gebe ich Dir Recht. Allerdings verleiten Akkordymbole sehr zur Unverständigkeit. ;-)
Ich kenne viele Menschen, die zwar nach Symbolen spielen können, aber keine Ahnung haben von dem, was da gerade passiert.
 
  • Like
Reaktionen: Willie
  • #18
Das ist ja sehr schön, wie sich hier alle viel Mühe mit hilfreichen Antworten geben. Sie gehen nur völlig ohne Nutzen am Ziel vorbei. Man sieht an der Fragestellung, dass er nicht den Schimmer einer Ahnung von Liedbegleitung hat und das lässt sich nicht per Fernberatung ändern.

CW
 
  • #19
@cwtoons , ich stimme Dir zu. Deshalb die Empfehlung, eine zweite Stimme zu suchen. Dafür muss man nicht viel wissen, aber gut hören.
 
  • #20
"Guten Tag,
da ich bald mein Musikstudium anfange"

@JohnMarco: was issn das für ein Musikstudium, das Du da anscheinend von Kenntnissen völlig unbeleckt beginnen möchtest?

GW
 
Zuletzt bearbeitet:

Zurück
Oben Unten