„Wer sich stillos kleidet, hängt sich selbst ab“

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Destenay, 2. Jan. 2018.

  1. Destenay
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    Zuletzt bearbeitet: 2. Jan. 2018
  2. Klein wild Vögelein
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    Wenn ich die Kleidung sehe, die dieser “Gentleman“ trägt und den Schwachsinn lese, den er von sich gibt, könnte ich glatt vomieren!
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Jan. 2018
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  3. Destenay
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    :-D:lol::lol:
     
  4. Stilblüte
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    Stilblüte

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    Ich hab mich beim Lesen die ganze Zeit gefragt, ob ich das nun positiv oder eher abstoßend finde - und konnte mir nicht mit mir einig werden.

    Grundsätzlich mag ich es sehr, wenn Menschen sich stilvoll kleiden - das heißt, wenn ihnen ihr Äußeres nicht egal ist. Es ist auch bisweilen (!) sehr schön, sich für spezielle Anlässe auf die alte Schule zu berufen. Allerdings legt der Interviewte eine merkwürdig überhebliche, teilweise gar arrogante Art an den Kleiderbügel, der mir unangenehm auf den Schnürsenkel geht.
    Ich finde z.B. nicht, dass immer alle Politiker unangemessen gekleidet sind, finde auch nicht, dass man in Anzug oder gar Abendkleid ins Konzert gehen sollte (für die Schnösels gibt's zum Glück ja noch die Oper :lol:).
    In entsprechenden Lokationen und Situationen muss man sich natürlich anpassen, aber dies der ganzen Allgemeingesellschaft überstülpen? Nein, danke. Ich kann mein Geld besser ausgeben. Zu Primark oder Kik muss ich trotzdem nicht rennen.

    Unpassende Essgewohnheiten finde ich auch nicht schön, allerdings ist mein Rahmen vermutlich deutlich dehnbarer als der des Geradsitzers. Den müsste man mal nach China schicken, dann wäre er geheilt (oder eingegangen).
     
  5. Drahtkommode
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    Drahtkommode

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    Stillose Kleidung ist doch normal. Damit hängt man sich nicht ab, sondern passt sich an.
     
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  6. Häretiker
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    Häretiker

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    Moin!

    Den Artikel kann ich nicht lesen wegen Werbeblocker. Wie stillos von der FAZ. :-)

    Ich kleide mich stillos (Jeans, T-Shirt, i.d.R. auf Socken unterwegs), fühle mich aber nicht abgehängt, weder im Job, noch privat.

    Das, was er da trägt, köännte ich auch nicht tragen bei den üblichen Bürotemperaturen, mir ist schon ohne Jackett ein langärmeliges Hemd zu warm. Eigentlich schade, denn ich habe eine paar schöne Hemden, die mir meine Frau (studierte Modedesignerin) genäht hat.

    Grüße
    Häretiker
     
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  7. fisherman
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    Ach, halt ihm doch mal in 10 Jahren sein Bild vor die Nase und lasse ihn zart erröten ;-). Das was der meint, ist Mode, nicht Stil! Das ist "Pseudo-Attitude".
     
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  8. altermann
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    altermann

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    Das kleine wilde Vögelein hat es faustdick hinter den Ohren :super:
     
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  9. beo
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    beo

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    Hey, wenn ich in Oper gehe, will ich auch dort die Musik hören und nicht das Taftkleid neben mir. Mir sind die Jeans und T-shirt Besucher dort wesentlich lieber, die kommen wegen der Musik und nicht weil sie Kultur demonstrieren wollen, oder so einen Käse.

    Im Übrigen gibt es in München einen Mathematik Professor der immer mit Anzug und Krawatte Vorlesungen hält, nur auf Tagungen trägt er angeblich auch Freizeitkleidung, weil er sonst dumm auffallen würde. Das finde ich stilvoll. :super:
     
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  10. Destenay
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    Destenay

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    das Thema ist daher auch sehr interessant weil über die Kleidung der Musiker vor allem bei klassischen Pianistinnen bei Veranstaltern, Agenturen usw. immer mehr gesprochen wird.
    Ein Agent aus einer berühmten Amerikanischen Konzertagentur sagte mir vor kurzem:" es ist doch ganz einfach endlich den grossen Schrott von Pianisten/innen los zu werden, man muss nur ihre Klamotten von der Stange anschauen, alle gleich langweilig und so spielen sie auch."
    So ähnliches höre ich öfters auch von Deutschen Musikfachleuten und Musikliebhaber, die der Auffassung sind, Musiker aus der Unterhaltungsbranche vor allem Frauen haben das absolute Gespür sich elegant anzuziehen, da sollten sich die Klassischen MusikerInnen mal ein Beispiel nehmen, Andrea Berg, Fischer usw. :idee:
    Das auf die Kleidung geschaut wird ist ja allzu bekannt, ein gutes Beispiel sind die Angestellten der Schweizer Banken da kommen die jungen Männer in Top Anzüge mit Krawatte daher und dies hat ja seinen Grund:schweigen::geheim:
     
  11. Stilblüte
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    Stilblüte

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    Ja, das ist auch etwas ganz anderes - das ist keine "Freizeitkleidung" (worunter ja Konzertbesuche fallen), sondern Berufskleidung. Ein Kellner eines gehobenen Restaurants wird auch nicht in Chucks servieren, das stellt keiner in Frage.
    Mir fällt allerdings auch auf, dass sich manche "unerfahrene" Musiker unvorteilhaft kleiden. Das fällt nicht alles unter die reine Geschmackssache. Ich will mich da gar nicht vorbehaltlos ausklammern - man muss das erst herausfinden und ausprobieren dürfen. Seinen eigenen, noch dazu angemessenen Stil zu finden ist gar nicht einfach, und bei Musikern schon gar nicht, denn da muss es auch noch spieltauglich sein. Ich bin froh, dass ich keine Dirigentin oder Cellistin bin, da stelle ich mir die Wahl der Kleidung besonders schwierig vor.
     
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  12. Destenay
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    Destenay

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    man muss Mut haben seinen Stil finden und nicht nachäffen.
     
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  13. Marlene
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    Marlene

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    Stil ist eine dem Charakter entsprechende Erscheinungsform. Somit halte ich den Kleidungsstil für den Ausdruck der Individualität, man bringt damit (s)ein Lebensgefühl zum Ausdruck. Einen dem Anlass angepassten Kleidungsstil halte ich aber für empfehlenswert. Ein Dirigent (außer in der Probe) oder der CEO einer namhaften Firma z.B. sollten nicht mit Jeans und buntem Hemd zur Arbeit erscheinen.

    In erster Linie muss man sich wohl fühlen in der Kleidung, was die anderen darüber denken, halt ich für nebensächlich. Wem es nicht gefällt kann woanders hinschauen. Aber wer beruflich auf bestimmte Kleidung angewiesen ist sollte nicht zu sehr aus dem Rahmen fallen oder besonders auffallen (oder mit der Kleidung vom Wesentlichen ablenken). Ein hier mehrfach diskutiertes Beispiel: Eine am Flügel mehr oder (meist) weniger leicht bekleidete Pianistin.
    ;-)

    Kurz nach Roetzels Meinung über die Tischmanieren habe ich aufgehört zu lesen. Aber diese können mir auch den Appetit verderben. Eine häufige Unsitte am Tisch: Der Unterarm „klebt“ an der Tischkante, der Kopf bewegt sich zur Gabel. Ich frage mich dann immer wieder, ob deren Arm so schwer ist, dass sie ihn nicht anheben können? Eine zweite Unsitte sieht man oft beim Frühstücksbuffet im Hotel: Die Gäste laden sich zu viel auf und lassen dann auf dem Tisch eine Schlachtfeld an Essensresten zurück. Das hat keinen Stil!
     
  14. Peter
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    Peter Bechsteinfan Mod

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    Das ist sowas von 1980 :-)
     
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  15. Marlene
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    Marlene

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    Aha. Du bist also der Meinung, das sei die angemessene Kleidung eines CEO bei der Arbeit? Und dies auch, wenn die Delegation von Toshiro Yamamoto* aus Kyoto zu Verhandlungen über eine mögliche Fusion der Firmen XY und Z erscheint?
    ;-)

    (* Eine Ähnlichkeiten mit lebenden Personen ist rein zufällig)
     
  16. agraffentoni
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    agraffentoni

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    sind mir in dem Kontext glücklicherweise noch nicht begegnet...:blöd:
     
  17. Barratt
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    @Destenay

    Vergnüglicher Artikel. Aber warum zur Hölle posiert der Mann in Zweireihern? :teufel:

    Wirkt wie ein Oberleutnant zur See. ;-)
     
  18. agraffentoni
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    agraffentoni

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    Sieht aus wie Herr Taschenbier aus 'Das Sams'.:lol:
     
  19. Marsupilami
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    Marsupilami

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    Kontroverser Artikel. Der Kern der (zugegebenermaßen recht arroganten) Aussagen ist jedoch nicht so falsch, nämlich dass sich der Großteil unserer Gesellschaft einfach schlecht kleidet. Und nein, dies liegt nicht immer im Auge des Betrachters. Wenn ich durch eine deutsche Fußgängerzone laufe, rennt der Großteil der erwachsenen Männer in Turnschuhen, Jeanshosen und Outdoorjacken rum. Z.B. in asiatischen Ländern trägt Mann Lederschuhe, Stoffhosen und gut sitzende Hemden.

    Ein weiterer Punkt wo ich dem Schnösel recht geben muss ist, dass bei uns Kleidungsstil nichts mehr über Status/Rang/... aussagt, sondern lediglich über Geschmack:
    Ich kann mich für Summe X hässlich einkleiden mit schlecht sitzenden Markenklamotten, oder ich trage für das selbe Geld ein stimmiges Outfit mit gut sitzenden Maßanfertigungen.
     
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  20. dilettant
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    dilettant

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    Trägt der etwa ein Tweedjackett? So eins wie Gauland?