Mein letzter Ohrwurm war von Brahms ... Streichsextett in G-Dur, 1. Satz (leider nur ein paar Takte im Loop).
Auf Dauer sind mir die ständigen Sekundwechsel echt auf die Nerven gegangen, aber zum Glück half mein Standardrezept ... einmal durchhören ... danach verschwindet bei mir fast jeder Ohrwurm. Wahrscheinlich, weil mein Gehirn beim Musikhören was zu tun hat.
Ohrwürmer tauchen bei mir einfach auf (zumindest ist mir meist nicht klar, wo ich das aufgeschnappt haben könnte) ... mal ist es was Klassisches (wie der Brahms), mal was aus dem Popbereich ... neulich sogar was von "Pierre Lavendel" (Helge Schneider als junger Heino) ... "Hunderttausend Rosen schenk ich dir" ... und damit ein Vertreter einer Gattung, die ich sonst meide, wie der Teufel das Weihwasser (80er Jahre Schlager).
Manchmal reicht auch im Proberaum der Blick auf die Setlist einr anderen Band ... und Zack ... da ist er der Ohrwurm. Dabei hatte ich nur ein Wort gelesen ... "Westerland" ... und schon trällern die Ärzte im Kopf rum "Diese eine Liebe ...".
Grausame Selbstfolter.
Auch wenn ich es gerne auf musikkalische Qualität zurückführen möchte, und das bei älteren Sachen wohl auch hinkommt, glaube ich, dass vor allem die Stücke bekannt werden, die oft gespielt werden. Mit der Zeit bleiben dann ein paar über, die wenige Jahrzehnte später dann als "Evergreens" bezeichnet werden können.
Ich glaube ganz viel Popularität lässt sich darüber erkllären, dass uns diese Musik einfach ständig um die Ohren gehauen wird.
Die Musik der Beatles ist nicht nur deswegen so bekannt, weil die gut waren, sondern auch weil eine ganze Generation mit dieser Musik erwachsen geworden ist.