Warum sind manche Stücke so bekannt?

  • #21
Meiner Meinung nach ist das mit das beste Beispiel für ein großes, komplexes Meisterwerk, das auch ein Ohrwurm ist.
Dass das Schicksalsmotiv so bekannt ist, hat viele Gründe - die meisten davon dürften außermusikalisch sein. Ohrwurmqualitäten hat am ehesten noch das Andante con moto - aber der Kopfsatz der Sinfonie? Ganz sicher nicht!
 
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  • #22
Ein Ohrwurm ist dazu da, ein unterbeschäftigtes Hirn zu beschäftigen
Wirklich? Ich habe oft den Eindruck, ein Ohrwurm entsteht, wenn das Gehirn Musik verarbeitet. Ich hatte mal mehrere Tage lang einen Ohrwurm von einem Klavierstück, habe mich wie besessen gefühlt, konnte nicht mehr schlafen etc. - ging erst weg, als ich das Stück spielen konnte. Es war zum Glück kurz und nicht allzu schwer.
 
  • #23
Ich kann nur wiedergeben, was ich gelesen habe. Und das war, dass ein Ohrwurm vor allem dann entsteht, wenn ein Hirn(teil) unterbeschäftigt ist und dann mit Musik gefüllt wird. Die Aktivierung des Sprachzentrums soll dagegen helfen. Also reden. Angeblich hilft sogar, den Kiefer zu bewegen. Dh. auch Kaugummi kauen hilft gegen Ohrwürmer.
Und ja, bei psychoakustischen Phänomenen gibt es eine breite Streuung...
 
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  • #24
Okay, Ohrwurm passt nicht zur Ausgangsfrage. Bekannt, populär ist offensichtlich nicht das gleiche wie Ohrwurm.
Jetzt frage ich mich wie einfach gemeint ist. Ist einfach zu hören das gleiche wie einfach zu spielen? Ich denke nicht. Ich denke, dass auch schwierig zu spielende Stücke, komplexe Stücke populär sein können. Oder muss doch die Hauptlinie einfach sein?

Das Thema übersteigt meine Fähigkeiten, ich werde mal die KI fragen und dann mit den Ergebnissen der hier schreibenden HI vergleichen.
 
  • #25
Ich kann nur wiedergeben, was ich gelesen habe. Und das war, dass ein Ohrwurm vor allem dann entsteht, wenn ein Hirn(teil) unterbeschäftigt ist und dann mit Musik gefüllt wird.
Nach meinen Informationen und Erfahrungen lässt auch das Lösen eines Problems Ohrwürmer verschwinden. Das passt exakt zu dem, was du geschrieben hast.
 
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  • #26
Mein letzter Ohrwurm war von Brahms ... Streichsextett in G-Dur, 1. Satz (leider nur ein paar Takte im Loop).
Auf Dauer sind mir die ständigen Sekundwechsel echt auf die Nerven gegangen, aber zum Glück half mein Standardrezept ... einmal durchhören ... danach verschwindet bei mir fast jeder Ohrwurm. Wahrscheinlich, weil mein Gehirn beim Musikhören was zu tun hat.
Ohrwürmer tauchen bei mir einfach auf (zumindest ist mir meist nicht klar, wo ich das aufgeschnappt haben könnte) ... mal ist es was Klassisches (wie der Brahms), mal was aus dem Popbereich ... neulich sogar was von "Pierre Lavendel" (Helge Schneider als junger Heino) ... "Hunderttausend Rosen schenk ich dir" ... und damit ein Vertreter einer Gattung, die ich sonst meide, wie der Teufel das Weihwasser (80er Jahre Schlager).
Manchmal reicht auch im Proberaum der Blick auf die Setlist einr anderen Band ... und Zack ... da ist er der Ohrwurm. Dabei hatte ich nur ein Wort gelesen ... "Westerland" ... und schon trällern die Ärzte im Kopf rum "Diese eine Liebe ...".
Grausame Selbstfolter.

Auch wenn ich es gerne auf musikkalische Qualität zurückführen möchte, und das bei älteren Sachen wohl auch hinkommt, glaube ich, dass vor allem die Stücke bekannt werden, die oft gespielt werden. Mit der Zeit bleiben dann ein paar über, die wenige Jahrzehnte später dann als "Evergreens" bezeichnet werden können.
Ich glaube ganz viel Popularität lässt sich darüber erkllären, dass uns diese Musik einfach ständig um die Ohren gehauen wird.
Die Musik der Beatles ist nicht nur deswegen so bekannt, weil die gut waren, sondern auch weil eine ganze Generation mit dieser Musik erwachsen geworden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #27
Am meisten wurmt es mich, wenn ich ein Melodiefragment im Kopf habe und es nicht zuordnen kann.
 
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  • #28
Die Musik der Beatles ist nicht nur deswegen so bekannt, weil die gut waren, sondern auch weil eine ganze Generation mit dieser Musik erwachsen geworden ist.
Ist die Musik denn tatsächlich so bekannt? Ich befürchte, außerhalb der Generation, die damit groß geworden ist, trifft das kaum zu.
 
  • #29
Ist die Musik denn tatsächlich so bekannt? Ich befürchte, außerhalb der Generation, die damit groß geworden ist, trifft das kaum zu.
Diese Befürchtung teile ich nicht;-).
 
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  • #30
Nach meinen Informationen und Erfahrungen lässt auch das Lösen eines Problems Ohrwürmer verschwinden. Das passt exakt zu dem, was du geschrieben hast.
Was für ein Problem soll das sein? Reicht ein Rätsel? Manche Ohrwürmer sind wirklich nervtötend...
 
  • #33
Ist die Musik denn tatsächlich so bekannt? Ich befürchte, außerhalb der Generation, die damit groß geworden ist, trifft das kaum zu.
Das sehe ich auch so. Die heutige Jugend kennt den Namen und Let it be. In Thüringen ist das noch Schulstoff. (Musik, nicht Geschichte. Aber Musik besteht ja leider aus einem großen Teil Geschichte)
 
  • #34
Dass das Schicksalsmotiv so bekannt ist, hat viele Gründe - die meisten davon dürften außermusikalisch sein. Ohrwurmqualitäten hat am ehesten noch das Andante con moto - aber der Kopfsatz der Sinfonie? Ganz sicher nicht!

Die ersten acht Töne schon. Das reicht dafür, dss jeder das Stück erkennt und mit Beethoven verbindet.
 
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  • #36
Die ersten acht Töne
sind sicher ikonisch. Ein Ohrwurm sind sie deshalb aber nicht. Der A-Dur-Walzer von Francisco Tarrega ist auch kein Ohrwurm - obwohl er vielleicht sogar bekannter ist als der Beginn der 5. Sinfonie von Beethoven.
 
  • #37
Ist die Musik denn tatsächlich so bekannt? Ich befürchte, außerhalb der Generation, die damit groß geworden ist, trifft das kaum zu.
Jedenfalls bekannter als die von Bach, Beethoven und Brahms.
 
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  • #38
Was für ein Problem soll das sein?
Wie wäre es zunächst mit "Den Ohrwurm wieder loswerden"?
Der Ohrwurm alleine ist doch schon ein lösenswertes Problem, wenn er nervt.
Tatsächlich geht es bei der Problemlösestrategie wohl eher darum, sich abzulenken. Das muss dann schon was sein, das fordert und einnimmt.
Z.B. erklingen sie in meinem Supermarkt als Hinweis fürs Personal, dass die Brötchen fertiggebacken sind.
DAS würde mir total auf die Nerven gehen ... obwohl ich es natürlich ebenfalls mit Beethoven verbinde.

Das gleiche gilt auch für den gesprochenen Satz "Freude schöner Götterfunken".
Da haben auch viele gleich die passende Melodie im Kopf (die hat ja auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Kinderliedern).
 
  • #39
Das sehe ich auch so. Die heutige Jugend kennt den Namen und Let it be. In Thüringen ist das noch Schulstoff. (Musik, nicht Geschichte. Aber Musik besteht ja leider aus einem großen Teil Geschichte)
Hängt wohl vom Elternhaus ab. Unsere Töchter kennen das gesamte Repertoire. Und die meisten Ihrer Freunde auch...

(Aber das gilt wohl genauso für die sogenannte Klassik - was Hänschen nicht lernt ....)
 
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