Vorstellung

Dieses Thema im Forum "Vorstellungsrunde" wurde erstellt von Hanapha, 28. Dez. 2010.

  1. Hanapha
    Offline

    Hanapha Guest

    Hallo,

    nachdem ich nun einige Tage mitlese und gestern dann auch eine einfache Frage geposted habe, möchte ich mich kurz vorstellen.

    Ich möchte mich einmal als ewigen Anfänger bezeichnen. Ich habe zwar seit ca. dem 8 Lebensjahr immer irgendein Tasteninstrument besessen (das sind jetzt fast 40 Jahre und zur Zeit ist es ein Yamaha CVP69A), aber nie ernsthaft Untericht genommen und immer wieder ganz lange Pausen gemacht. Seit ca. drei oder vier Jahre werden die Pausen kürzer so dass ich jetzt mit dem Gedanken spiele doch noch einmal Unterricht zu nehmen.

    Ich liebe Noten und habe davon Stapelweise liegen; Von Bach bis Pop ist alles dabei. Leider ist auch das ein Grund warum ich nicht viel weiter komme. Ich konzentriere mich nicht auf ein paar wenige Stücke sonder versuche alles auf einmal. Fazit: Ich spiele nichts flüssig.

    Viele weitere Interessen wollen ebenfalls Ihren Anteil an meiner Zeit und einige nehmen es ernsthaft übel wenn ich sie vernachlässige.

    All der Probleme bin ich mir durchaus bewußt und dennoch bleibe ich dabei selbst wenn ich wieder eine Pause machen sollte. Der Grund dafür ist wohl auch, daß es die Einzige Beschäftigung ist, bei der ich alles andere komplett vergessen kann.

    In wie weit ich in dieses Forum aktiv mitgestalte kann ich noch nicht sagen.

    Gruß
    Jörg
     
  2. Dreiklang
    Offline

    Dreiklang

    Beiträge:
    8.997
    Hallo Jörg,

    herzlich willkommen von meiner Seite! Vielleicht kommst Du einen Schritt weiter, wenn Du einmal alle Stücke, die Dich wirklich interessieren, aus den Notenbüchern rauskopierst, damit Du sie "schnell greifbar" vor Dir hast.
    Ich habe das selbst vor kurzem so gemacht, und es ist sehr angenehm.

    Du sagst, Du könntest keine Stücke flüssig spielen? Mir ging bzw. geht das sehr ähnlich wie Dir. Ich habe aber dann festgestellt, daß es Stücke gab, die ich sehr wohl fehlerfrei spielen konnte. Diese sind zwar nur leicht - aber auch diese waren in endlosen Noten-Stapeln vergraben, und sind jetzt rauskopiert - und es macht mir jetzt zunehmend große Freude, sie zu spielen.

    Vielleicht könntest Du ja auch so verfahren...? ;)

    Schönen Gruß
    Dreiklang
     
  3. Hanapha
    Offline

    Hanapha Guest

    Hallo Dreiklang,

    vielen Dank für Deinen Willkommensgruß und Deinen Tipp. Ich mag freifliegende Zettel nicht ganz so gern, gehe aber vom Prinzip her in vernunftgelenkten Stunden ähnlich vor. Wie gerade jetzt räume ich schweren Herzens die Notenstapel in den Schrank und suche mir geziehlt drei bis vier "realistische" Stücke heraus.
    Länger als 20 Minuten schaffe ich es nicht mich auf ein Stück zu konzentrieren und brauche etwas Abwechslung.
    Zur Zeit sind das "Bach Prelude 1 aus dem wohltemperierten Klavier", "eine einfache Fassung Handel Hornpipe in 21 Takten", "Bach Badinierie aus der Suite 2" und auf Grund des Forums und die leider doch als Zettel "Beethoven Romanze g-dur" und "Burgmüller´s Arabeske".
    (doch schon wieder fünf )

    Ein großes Problem habe ich damit mich an die Fingersätze zu halten. Je mehr ich mich darauf konzentrier desto mehr Fehler mache ich bei den Noten. Aber ich merke auch dass sie unheimlich helfen.

    Gruß Jörg
     
  4. Stiene
    Offline

    Stiene

    Beiträge:
    337
    Hallo Jörg!

    Wilkommen im Clavio-Forum.
    Bei mir ist's ähnlich.. seit ebenfalls vielen Jahren (bei mir sind's da eher 30-35) besaß ich immer irgendwelche Tasteninstrumente, meistens Keyboards, da ein Klavier immer nur ein Wunsch blieb. Ich hatte allerdings einige Jahre Keyboard-Unterricht, ist aber auch schon wieder weit über 10 Jahre her.
    Seit Anfang des Jahres habe ich nun ein Digitalpiano und denke, daß da auch irgendwann mal ein "richtiges" Klavier dazukommen wird.
    Das was du schreibst, klingt mir vertraut, auch ich spiele eine Menge Stücke, aber keines so richtig gut. Naja, vielleicht eins oder zwei, aber das war es auch schon.
    Das mit den Fingersätzen kenne ich.. Ich hatte das neulich erst wieder bei einem Stück. Fingersatz angeschaut und gedacht: Boah, warum so kompliziert, wenn's auch einfach geht.. - und habe einfach so gespielt, wie ich es für angenehm empfand. Als ich das Stück dann aber auf Tempo bringen wollte, wollten meine Finger plötzlich nicht mehr so mitmachen, da konnte ich anstellen, was ich wollte.
    Irgendwann habe ich dann den vorgegebenen Fingersatz eingeübt, was umso schwerer war, da ich mir vorher schon was falsches angewöhnt hatte. Aber siehe da: Das Spielen klappte plötzlich wesentlich flüssiger...

    Ich wünsche dir viel Spaß beim Spielen und kann dir nur beipflichten: Es ist ein wunderschönes Hobby, bei dem man alles andere um sich herum schnell vergisst;)


    LG, Nicola
     
  5. Dreiklang
    Offline

    Dreiklang

    Beiträge:
    8.997
    Hallo Jörg (und auch Stiene),

    mir selbst geht es kaum anders: manchmal sind es nur wenige Minuten, die ich spiele, dann stehe ich wieder auf und tue andere Dinge. Manchmal sitze ich etwas länger am Instrument, und übe z.B. den größten Teil der schönen Op. 36 Sonatinen von Clementi.
    Kurz: nachdem es Dein Hobby ist, würde ich mich auch nicht zu sehr zu Dingen zwingen, die einem keinen wirklichen Spaß machen. Sicher, - zum Vorankommen benötigt man Selbstdisziplin, oder zumindest, ist sie nicht abträglich.
    Wenn Du das Musizieren aber als reines selbst-auserkorenes Hobby betreibst, darfst Du es nat. auch in einer Weise ausüben, die Dir gefällt.
    Beim Clementi, habe ich festgestellt, muß ich manche Stellen davon einfach auswendig lernen - ich komme sonst nicht mehr mit dem vom-Blatt-spielen nach, und der Spielfluß stockt zu sehr, was ich natürlich nicht will.

    Man braucht dazu natürlich die Wiederaufsetz-Punkte im Notenblatt, an denen man (ich) weiter vom Blatt spiele. Den einen oder anderen werde ich mir wohl demnächst mit Bleistift markieren.

    Bei Läufen ist natürlich das Problem, der Fingersatz. Vor nicht allzu langer Zeit, wurde mir jedoch bewußt, daß das Problem eigentlich recht überschaubar ist: es geht ja doch meist nur darum, ob man den 3. oder den 4. Finger untersetzt, bzw. den Daumen untersetzt - ich nehme an, Du weißt schon, was ich meine.
    Man wird nicht drumherum kommen, für diese Stellen eben auch die "Untersätze" zu lernen - oder zumindest welche, die einem passen. "Irgendwie" zu spielen, kann gefährlich werden - dann spielt man gern mit dem sog. "Fingergedächntis", welches einen ganz gerne gerade in Streßsituationen (Vorspiel) im Stich läßt, und dann ....;) kannst Dir ja denken.

    Generell gilt für mich allerdings: den Fingersatz suche ich mir fast immer selbst aus, durch probieren (ich hab schon oft erlebt, daß in Noten FS drinstehen, die mir persönlich sehr sehr schwer fallen würden).

    Schönen Gruß,
    Dreiklang
     
  6. Hanapha
    Offline

    Hanapha Guest

    Hallo Nicola,

    hallo und Dank auch Dir. Es ist schon erstaunlich wie viele Gleichgesinnte mit ähnlichen Problemen man "trifft" - aber es macht viel Mut.

    Hallo Dreiklang,

    sofern ich den Begriff "untersetzen" nicht falsch verstehe habe ich damit weniger Probleme - eher mit 4. statt 3. Finger. Auch den 2. setze ich ungern ein, wenn der Daumen doch schon über der Taste liegt (Prälud. I 6. Takt).
    Das mit dem Konzentrieren auf ein Stück nicht falsch verstehen. Zwingen muss ich mich eher aufzuhören. Nur nach 20-25 Minuten nehme ich das nächste Stück weil ich das eine dann erst mal nicht mehr hören und sehen mag. Der Zwang (zum aufhören oder nicht anfangen) kommt dann allerdings spätestens wenn das Wetter wieder besser wird.
     
  7. Hanapha
    Offline

    Hanapha Guest

    ... gestern ist es passiert - (in einem kleinen Klavierstudio in Winterhude) ...

    meine allererste Klavierstunde und die erste Berührung mit "echten" Tasten - ich war dermaßen nervös !

    Viele meiner geahnten Schwächen haben sich bestätigt. Ich habe ein paar Übungen für Fingerkraft und Dehnung bekommen und kam von den Eindrücken die ganze Nacht nicht weg. :drummer: (bin in etwas so aufgedreht wie Dieser)

    Jörg
     
  8. scubakarin
    Offline

    scubakarin

    Beiträge:
    57
    Hallo Jörg,
    ich bin ebensolch ein Anfänger/Wiederanfänger wir Du und andere.
    Ich lese schon seit einigen Jahren hier im Forum, habe selbst schon Fragen gestellt und habe auch tolle Tipps bekommen. Mein Problem: ich kann Noten lesen, kann beidhändig spielen, habe vor ca. 15 Jahren Unterricht bekommen, aber kann jetzt irgendwie keinen Anfang finden und konsequent etwas üben. Mir kommt dann eine andere Melodie zu Ohren oder auf den Rechner und schon sind meine Pläne hin. Die Idee von Dreiklang mit einigen wenigen Stücken finde ich sehr gut. Vielleicht nehme ich, wenn ich Rentnerin bin, nochmal Unterrichtsstunden um einem Faden folgen zu können.
    Viel Freude!! Karin
     
  9. Hanapha
    Offline

    Hanapha Guest

    Danke Karin,

    aber warum willst Du noch warten. Ich bin überzeugt ein Unterricht kann helfen sich auf einen Lehrfaden zu konzentrieren. Ich jedenfalls brauche das ganz bestimmt, sonst komme ich auch immer wieder vom Thema ab.

    Aber Du wirst sicher für Dich einen guten Weg finden. Die Idee von Dreiklang ist jedenfalls auch sinnvoll.

    Gruß
    Jörg
     
  10. scubakarin
    Offline

    scubakarin

    Beiträge:
    57
    Hallo Joerg,
    Du hast vollkommen Recht. Ein KL wäre total sinnvoll. Ich hatte letztlich wieder bei der Musikschule angefragt wegen Erwachsenenunterricht und man machte auch Werbung hierfür, aber da ich beruftstätig bin und nicht regelmäßig üben kann, wäre ein Rhythmus von 2 Wochen super. Geht aber nicht. Jetzt lese ich schon aufmerksam die privaten Anzeigen in der Zeitung. Sobald ich eine Anzeige sehe, werde ich mal nachfragen. Allein üben bringt immer wieder neue Melodien ins Bewusstsein und so kommt man vom Konzept ab.
    Zu bedenken ist allerdings auch, dass neben Beruf, Haus und Garten, verständnisvollem Ehemann nicht nur das Klavier existiert. Ich werde nichts überstürzen und verbleibe
    mit frdl. Grüßen Karin
     
  11. Hanapha
    Offline

    Hanapha Guest

    Nick wurde aus techn. Gründen geändert.

    Jörg