Von einem "mittelmäßig" spielenden Freund Klavier lernen?

Dieses Thema im Forum "Forum für Anfängerfragen" wurde erstellt von Mario Gomez, 18. Mai 2017.

  1. Mario Gomez
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    Mario Gomez

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    Hallo Leute,
    wollte einfach mal fragen, ob es problematisch ist von jemandem Klavier bzw. eher gesagt E-Piano und Synthesizer zu lernen, der jetzt kein ausgebildeter Lehrer ist. Ich habe mal gehört, dass man sein Klavierspiel "verderben" würde, wenn man bei einem nicht Fachkundigen lernen würde.
    Ist das eher ein Gerücht oder stimmt das wirklich?

    Ich kann ja ohnehin nicht richtig Klavier oder Piano spielen. Außerdem will ich mit Anfang 30 Jahren kein Konzertpianist werden. Sondern einfach nur nette Melodien oder Popsongs spielen.

    Habt Ihr sonstige Tipps oder Websites, die empfehlenswert sind um selbst Lieder zu lernen?
    Vielleicht kann mir ja jemand helfen?

    Vielen Dank und Grüße

    Mario
     
  2. 40er
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    40er

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    Also wenn Du singen lernen willst, ist das hier nicht das richtige Forum. Ansonsten findest du hier alles was Du brauchst.

    Ich glaube das geht dann schief. Wenn man einfach nur ein paar Popsongs spielen können will, benötigt man hierfür auch Jahre des Übens. Ist alles nicht so einfach.
     
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  3. Peter
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    Peter Bechsteinfan Mod

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    Das kann man überhaupt nicht beantworten. Es kommt ganz darauf an, wie Dir Dein Freund den Zugang vermittelt. Das kann auch mit ausgebildetem Lehrer gut oder schlecht laufen.
    Mach einfach! Du wirst selbst Deine Grenzen und die Deines Freundes entdecken.
     
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  4. Mario Gomez
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    Mario Gomez

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    Vielen Dank für Deine Antwort.

    Das mit dem Singen wird bei mir zumindest sehr schief gehen befürchte ich. :schweigen:

    Also ich kann schon ein paar Lieder spielen und auch einige Akkorde bekomme ich hin. Ich spiele seit ca. 2 Jahren unregelmäßig. Bei mir wäre es auch nicht so schlimm, wenn jemanden meinen nicht vorhandenen Stil verändern würde.

    Ich wollte einfach mal wissen, ob ein nicht so guter Lehrer für einen Musiker wirklich "schädlich" ist? Oder geht das mehr in die Urban Legend Ecke. Ich denke ein bisschen muss ja was dran sein.
     
  5. Mario Gomez
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    Mario Gomez

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    Vielen Dank Peter,

    ich denke da ähnlich wie Du. Es soll mir ja Spaß machen.
    Wie gesagt, bei mir kann man ja im Prinzip nichts schlimmer machen.
     
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  6. LankaDivore
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    LankaDivore

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    Schädlich ist es, wenn ein nicht ausgebildeter Lehrer dir die falsche Technik beinringt. Die muss dann nämlich hinterher mühsam wieder korrigiert werden. Allerdings kann es auch passieren, dass ausgebildete Lehrer falsche Techniken lehrern. Solltest du jetzt also bei ihm Unterricht nehmen? Du kannst es versuchen und später immer noch zu einem erfahrenen Lehrer wechseln. Würde ich es machen? Nein, weil es in meinen Augen einfach nur "halber Kram" ist. Entweder ich will wirklich gut Klabier spielen lernen oder ich lasse es. Ein bisschen herumklimpern mag zwar ganz schön sein, dafür braucht man aber keinen Unterricht. Also lieber etwas mehr Geld investieren und dafür richtig Klavier lernen.
     
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  7. mick
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    mick

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    Kommt immer drauf an, was man unter "schädlich" versteht. Im schlimmsten Fall übst du so ungünstig, dass du dir die Hand dabei verletzt. Das wäre nun wirklich schädlich. Im besseren Fall ist der Unterricht nur eine Zeit- und Geldverschwendung. Solange man von beidem genug hat, ist der Schaden also gering. Wenn das Klavierspielen keinen allzu hohen Stellenwert für dich hat, kannst du es probieren. Andernfalls wäre ein "richtiger" Lehrer sehr zu empfehlen. Aber was ich hier so mitbekomme, sind die wirklich guten Lehrer eher die Ausnahme als die Regel.
     
  8. FünfTon
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    FünfTon

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    Generell wird der Übe-Aufwand für "nur ein paar nette Melodien" und rhythmisch komplexe Popsongs auf dem Klavier massiv unterschätzt. Dieser populäre Irrtum rührt daher, daß man dort ja "nur ein paar Tasten drücken" braucht, während jemand bspw. auf der Geige oder einem beliebigen Blasinstrument anfangs keinen geraden Ton herausbekommt.
     
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  9. Bassplayer
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    Bassplayer

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    Die schlimmsten Dinge, die mir dabei einfallen, sind, dass es mühsam ist, später Fehler zu korrigieren, wenn man an einem Punkt ist, wo man weiter möchte, aber aufgrund schlechter Gewohnheiten kaum noch weiter kommt insbesondere bezogen auf Technik und Klanggestaltung.
    Schlimmstenfalls treten irgendwann Schädigungen des Spielapparats ein, aber das meine ich so, wie ich es schreibe = worst case.
     
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  10. Mario Gomez
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    Mario Gomez

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    Vielen Dank für die vielen interessanten Antworten.

    Ich kann ja schon ein paar Lieder. Auch wenn ich jetzt nicht jede sechzehntel genau treffe, es soll ja hauptsächlich Spaß machen. :-D
     
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  11. Holger
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    Holger

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    Vielleicht wäre ein Keyboard mit verschiedensten Sounds und Begleitautomatik das bessere Instrument für dich. Dann muss man sich nicht so mit dem passenden Anschlag für jeden Ton "rumplagen".
     
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  12. saugferkel
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    saugferkel

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    Jahre des Übens für ein paar Popsongs? So a Gschmarri.
     
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  13. Kleiner Ludo
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    Kleiner Ludo

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    Lieber Saugferkel ich spiele sein 1998 (unregelmässig) Klavier und kann keine (n einzigen) Popsong-s richtig schön spielen, obwohl ich es mehrmals versucht habe. Ich mag aber die unterbelichtete Ausnahme sein...
     
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  14. Klavirus
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    Klavirus

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    Genau! Und schön klingen! :dizzy:
     
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  15. Kleiner Ludo
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    Kleiner Ludo

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    Dass es den Zuhörer Spass machen soll, ist ja nicht unbedingt gemeint. ;-)
     
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  16. saugferkel
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    saugferkel

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    Ich denke nicht, ob Du indem Sinne ne Ausnahme wärst, Ludo. Ich bin eher der Meinung, dass Du u./o. deine bisherigen Klavierlehrer nicht die für dich bestimmte Übetechnik herausgefunden habt. Vlt. verfolgte jede/r Lehrer/in einen Fix-Plan, der u.U. für viele geeignet war, Dir aber nicht gepasst hat. Du musst es nicht selber entdecken, dafür gibt's KL.

    Ich würde an Deiner Stelle die neue KLin auch mit dem Hintergrund kritisch betrachten. Ob sie an Dir Mängel feststellt? Wenn ja, wie will sie diese beseitigen? Oder gibt sie Dir einfach paar Stücke, damit die nächsten Unterrichtsstunden gesichert sind?

    Geht nicht, gibt's nicht.
     
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  17. Barratt
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    Die Gefahr, dass Du Dir dabei Verletzungen zuziehst, schätze ich als äußerst gering ein. Du wirst schnell merken, ob Du bei Deinem Bekannten Fortschritte machst oder nicht.

    Falls Du jedoch mit einem gewissen Anspruch klassische Klavierliteratur spielen möchtest, rate ich zu einer darin ausgebildeten Lehrkraft.
     
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  18. hasenbein
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    hasenbein

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    Wenn ich EINS nicht mehr hören kann, dann den Spruch "Ich will ja nicht Konzertpianist werden". :bomb::bomb::bomb::dizzy::dizzy::dizzy:
    Der dient leider allzu oft als Rationalisierung wurschtigen, unengagierten Verhaltens.
    Schlimmste Version: Mutter sagt: "Meine Alexandra-Zoe (mein Leander-Tristan) will ja nicht Konzertpianistin werden." :angst:

    Nächstschlimmster Spruch, den man nicht mehr hören will (von Zuhörern bei Auftritten): "Machen Sie das eigentlich beruflich?" (Kurz danach gefolgt von: "Und davon kann man leben?") :blöd::-((
     
  19. Steinbock44
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    Steinbock44

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    Diese Frage ist durchaus berechtigt, denn die meisten Künstler können kaum davon leben .... ausser sie Unterrichten oder haben sonstige Geldquellen. Nicht jeder ist halt Lang Lang, dem das Geld für jede Scheisse (sorry) zugeflogen wird.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Mai 2017
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  20. pianochris66
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    pianochris66

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    Na ja, bei so einer Frage könnte man sich bei fehlendem Selbstbewusstsein wohl auch Gedanken über die Qualität des eigenen Klavierspiels machen:teufel::lol:.
     
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