Umstieg auf Silent

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Josef

ehemals jbs
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Hallo Foris!

derzeit spiele ich auf einem Kawai CN24 und einem 20jährigen 125er Petrof. Meist spiel ich aber auf dem Digi, weil meine Übungszeiten entweder ab 20 Uhr abends oder um 6 Uhr früh sind.
Aus Platz- und Qualitätsgründen gäbe es jetzt die Idee, ein älteres Gebrauchtes mit Rennermechanik zu suchen und vom Michael mit dem Quiet-Time System ausrüsten zu lassen. Digi und Petrof würd ich verscherbeln.
Das Digi bringt ein paar Hunderter, das Petrof wohl maximal 2k. Dass es schwarz Hochglanz ist, seh ich jetzt mal nicht als Nachteil. Damit hätte ich die Kosten für den Silent-Einbau schon herinnen.

Neben den Kosten fürs neue Gebrauchte kommen natürlich noch Transport, Stimmung/Intonation dazu, also zumindest 500. Fürs Klavier selber kalkulier ich maximal 2000, macht insgesamt also ca 2500. Gute Kopfhörer hab ich.

Ist das so denkbar?

lg jbs

P.S.: ich könnt das Quiet-Time natürlich auch ins Petrof einbauen lassen, aber irgendwas sagt mir, dass ich das Petrof lieber loswerden soll - auch wenn es eigentlich ganz OK klingt.
 
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Josef

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Hallo

Wenn du in das Petrof nicht mehr magst, macht es natürlich keinen Sinn noch darin zu investieren.

Ein deutsches Klavier für 2000€, das besser ist als das 20 jährige Petrof 125 und womöglich noch schwarz, und daß dann auch noch genau DEIN Klavier ist, ist natürlich eine Herausforderung, die zumindest viel Geduld und einiges an Reiseaufwand erfordert.
Realistischer sind da vielleicht 3-4000€

Oder du nimmst eines in Eiche Rustikal, oder mindestens Nußbaum modern, dann ist das durchaus möglich.

Durchstöber doch schonmal die Kleinanzeigen:super:

Grüße

Jörg
Danke für deine Einschätzung. Ich bin nicht auf schwarz fixiert, weil mir klar ist, dass das preislich höher gehandelt wird. Also ich stöber mal.
Gibt es eigentlich Instrumente, die keinen Silent-Einbau erlauben?

LG
 
Mawima

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Klaviere mit 85 Tasten sind unpraktisch, weil die Sensorleisten immer für 88 Tasten gedacht sind. Dann gibt es Unterschiede im verfügbaren Platz unter den Tasten. QuietTime GT-2 mini, MagicStar V5, Feurich, Bolan usw. benötigen mindestens 9 mm Platz unter den Tasten. Das neue QuietTime ProRecord benötigt 16 mm Platz.
 
Mawima

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Das neue ProRecord gibt es übrigens auch in einer Variante ohne Klangerzeugung. Ist ganz praktisch, wenn man eh vor hat, nur mit Software Pianos zu spielen.
 
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Josef

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Klaviere mit 85 Tasten sind unpraktisch, weil die Sensorleisten immer für 88 Tasten gedacht sind. Dann gibt es Unterschiede im verfügbaren Platz unter den Tasten. QuietTime GT-2 mini, MagicStar V5, Feurich, Bolan usw. benötigen mindestens 9 mm Platz unter den Tasten. Das neue QuietTime ProRecord benötigt 16 mm Platz.
Ich muss wohl die Systeme besser wo ausprobieren, um einen Vergleich zu meinem Digi zu haben. Oder kann man davon ausgehen, dass Klangerzeugung und Dynamik vergleichbar zum Kawai cn24 ist? Ich finde das cn24 nicht besonders toll, aber als Kompromiss bezüglich Preis und Spielbarkeit ganz ok.
LG
 
40er

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Bedenke auch wo später das neue Silentklavier stehen soll.
Steht es in einem Raum (Wohnzimmer), der stark von den übrigen Familienangehörigen frequentiert wird, stören sie Dich beim Üben und Du sie mit den Geklapper der Tasten beim üben.

Ein separates Arbeitszimmer mit einem Digi kann da weitaus bequemer sein.
 
Mawima

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Schau Dir auch das neue CA67 bzw. das CA97 an. Deren Tasten fühlen sich noch einmal bedeutend anders an im Vergleich zum CN24. Die Klangerzeugung bei den Nachrüst-Silent-Systemen ist leider nicht auf dem gleichen Level wie aktuelle Digis.
 
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Bedenke auch wo später das neue Silentklavier stehen soll.
Steht es in einem Raum (Wohnzimmer), der stark von den übrigen Familienangehörigen frequentiert wird, stören sie Dich beim Üben und Du sie mit den Geklapper der Tasten beim üben.

Ein separates Arbeitszimmer mit einem Digi kann da weitaus bequemer sein.
Klar, aber nachdem ich fast nur nachts übe, ist das OK. Derzeit stehen Digi und akustisches im WZ. Interessant wäre allerdings, inwieweit das Silent-Geklapper lauter ist als das vom Digi - das Holz-Klaviergehäuse ist ja als Resonanzkasten nicht ohne - aber dazu gibts eh schon Fäden.

Ich hatte das Digi übrigens schon im Arbeitszimmer stehen, später dann am Gang (da ging überhaupt nichts weiter beim Üben - ich denk mit Schrecken zurück). Der jetzige Platz im hinteren Wohnzimmer ist am besten.

Und jetzt - die Kinder wollen ein eigenes Zimmer, und ein Wohnungswechsel ist keine Option. Also muss das Digi im Wohnzimmer einer Arbeitsecke weichen. Allerdings könnte das Digi dafür ins Schlafzimmer übersiedeln. Eigentlich schade, das Ding für ein paar Hunderter zu verkaufen.

Schau Dir auch das neue CA67 bzw. das CA97 an. Deren Tasten fühlen sich noch einmal bedeutend anders an im Vergleich zum CN24. Die Klangerzeugung bei den Nachrüst-Silent-Systemen ist leider nicht auf dem gleichen Level wie aktuelle Digis.
Gibts diesbezüglich beim pro-record einen Qualitätssprung im Vergleich zum Mini? Oder woran haperts mehr: an der Abtastung oder der Klangerzeugung?
 
40er

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. Die Klangerzeugung bei den Nachrüst-Silent-Systemen ist leider nicht auf dem gleichen Level wie aktuelle Digis.
Das sehe ich auch so - leider (Polyphonie beim Quiettime 128!). Nur Yamaha kann mit seinem SH System mithalten und das gibt es nicht als Nachrüstlösung.

Ich selbst schiele zur Zeit ein wenig auf das Yamaha NU1 als Ersatz für mein Clavinova und damit alternative zum akustischen non Silent Klavier.
 
Enimeni

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Hast du das Quiet-Time System schonmal gespielt? Bevor du da noch nie dran gesessen hast, würde ich mir die Frage noch gar nicht stellen. Evtl bist du vom Klang gefenüber dem Digi enttäuscht und behältst dann lieber deine jetzige Kombination.
Ich kenne das System selber nicht, kann also auch nichts dazu sagen. Das war nur eine Frage
 

Mawima

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Gibts diesbezüglich beim pro-record einen Qualitätssprung im Vergleich zum Mini? Oder woran haperts mehr: an der Abtastung oder der Klangerzeugung?
Einen Vergleich nebeneinander habe ich leider nicht. Ich baue, je nach Kundenwunsch, manchmal das eine oder andere ein.

Beim ProRecord ist vor allem die Abtastung besser. Sie scheint mir besser nuancierbar. Das Pedal kann man als kontinuierliches Pedal (Halbpedal) einstellen, nicht nur Ein/Aus. Außerdem kann man sie sehr fein justieren: Lautstärke weiße Tasten, Schwarze Tasten, Anpassung einzelner Tasten. Einstellung der "Auslösung", beim Niederdrücken (Anschlagtiefe), also wann wird genau der Klang getriggert. Der Klang ist auch besser. Es gibt z.B. eine Saitenresonanzsimulation. Der Klang an sich ist ein vierstufiges Sample. Die Stufen sind aber hörbar und das gesampelte Klavier ist nicht besonders gleichmäßig intoniert. Das macht Kawai besser.
 
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Hast du das Quiet-Time System schonmal gespielt? Bevor du da noch nie dran gesessen hast, würde ich mir die Frage noch gar nicht stellen. Evtl bist du vom Klang gefenüber dem Digi enttäuscht und behältst dann lieber deine jetzige Kombination.
Ich kenne das System selber nicht, kann also auch nichts dazu sagen. Das war nur eine Frage
Ja, guter Punkt, ich war heute im Laden und kann am Freitag ein quiettime magic an einem Bösendorfer Pianino anspielen. Ich meld mich dann wieder.
 
Enimeni

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Ok Kompromiss: Spiel ZUERST Silent!!
 
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Bachopin

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Hi,

ich finde ein Silent-System sehr gut. Besitze einen Yamaha GC2 Silent.

MMn wird ein Silent-System oft falsch gesehen.
Im Silent-Modus entspricht das Klavier/Flügel nicht mehr dem akustischen Instrument.
Das geht nicht, das wäre Magie. ;-)

Es ist ein anderes Instrument mit anderer, elektronischer Klangerzeugung.
Aber ganz wichtig, die Mechanik bleibt die gleiche (oder selbe ;-) ) und kein DP hat eine genauso aufwendige Mechanik wie ein echtes Klavier/Flügel, sonst könnte man ja gleich noch Saiten montieren ( ;-) ).

Den erzeugten elektronischen Klang würde ich nicht so hoch bewerten, da er austauschbar ist (zB externe neue Klangerzeuger) und man mMn den Silent-Modus eher in "Ausnahme"-Situationen zB zum Üben benutzt, sonst würde man ja gar kein akustisches Klavier/Flügel kaufen.

Aber die elektronische Aufnahme der Spielparameter sollte natürlich möglichst gut sein.

Gruß
 
J

Josef

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Es war mal interessant zu sehen, wie das Quiettime Magic Star System funktioniert, wo die Stoppleiste hinkommt, usw.
Ich hab 3 Kopfhörer ausprobiert, einmal der mit dem System mitgelieferte, dann ein geschlossener Beyerdynamics DT770pro, mit dem ich am Kawai übe, und ein offener AKG K530 mit dem ich Musik höre. Qualitativ bzw. vom Preis sind meine Kopfhörer besser als der mitgelieferte, allerdings hatte ich Probleme im Bass, der war nämlich unangenehm dröhnend, vor allem beim AKG. Der Frequenzganz vom AKG ist nicht neutral, das ist mir bekannt, aber an meinem Kawai hab ich eine angenehme Basswiedergabe. Also schließe ich daraus, dass der Quiettime-Verstärker den Bass auch schon etwas anhebt. Keine Ahnung, warum, und ob man das korrigieren kann.
Beim DT770 wiederum waren seine 80 Ohm wohl zu viel für eine angemessene Lautstärke.
Und beim mitgelieferten KH war die Klangqualität insgesamt nicht so berauschend.

Betreffend Spielgefühl war die Klaviertastatur natürlich super, aber die Sensortechnik im Digi (rh2, 3fach Sensor) scheint mir fortgeschrittener. Man kann mit dem Digi jedenfalls einfacher ganz leise bzw. laut spielen.

Die Produktpolitik der Quiettime Produkte versteh ich auch nicht. Das neue(?) ProRecord wird als fortschrittlich in Sampling und Wiedergabe propagiert, gleichzeitig hat es zb kein Display und keine Möglichkeit für usb-recording. Auch die Konfigurationsmöglichkeiten sind beim Magic Star nicht weniger.

Momentan überlege ich, das Pro-Record System midi-only einzubauen, aber Pianoteq auf Laptop schreckt mich etwas ab. Ich wollte es gestern mal beim Digi ausprobieren, und bin draufgekommen, dass wohl mein midi2usb-Adapter falsche Befehle schickt. Laut Amazon-Bewertungen macht er das öfter mal wo, ich hab jetzt noch einen anderen bestellt, um auszuschließen, dass es sonst wo hakt.

LG jbs
 
 

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