Tastenfinden „blind“, bis man ein Gefühl dafür hat, oder gucken?

A

annibee

Registriert
12.04.2026
Beiträge
25
Reaktionen
18
Die Frage klingt für Nicht-mehr-Anfänger seltsam, aber: Wenn man mit der linken Hand sich weit auf den Tasten hin und her bewegen muss, macht man das dann so lange „blind“, bis man ein Gefühl dafür hat, wie weit die Tasten entfernt sind, oder schaut man dann zu den Tasten? :022:
 

Frag mal Stevie Wonder dazu (Ray Charles, Art Tatum und George Shearing sind ja leider schon tot).
 

@annibee
Ich habe mir Intervalle gesucht (mit hingucken) und dann versucht, diese blind zu verschieben.
Oktave, Quinte, Septime und so weiter. Gleichzeitig, abwechselnd, aufsteigend, absteigend, chromatisch, diatoniosch, in Terzen ... Natürlich habe ich da auch immer wieder hingesehen.
Irgendwann fanden sich meine Hände zurecht, und ich musste immer seltener hinsehen, um ein Intervall oder eine Kombination aus mehreren sicher zu treffen.
Das braucht vor allem viel Zeit an den Tasten.
 
Es ist eine Mischung aus der Choreographie des Blickes (wann gucke ich wohin), Übung, Gewöhnung und einem Gefühl für Tastenabstände. Dazu kommt, dass man sich auch beim Darübergleiten an den Schwarzen Tasten recht gut orientieren kann.
 
Jeder, der Auto fährt, sollte den „rotierenden“ Blick beherrschen: Bremslichter der Vordermänner, Seitenspiegel, Innenspiegel, Armaturenbrett, toter Winkel, und um das Autoradio oder die Heizung zu bedienen, findet die Hand die Knöpfe auch, ohne den Blick vom Verkehr abzuwenden. Was sind dagegen schon die paar weißen und schwarzen Tasten?
 
Jeder, der Auto fährt, sollte den „rotierenden“ Blick beherrschen: Bremslichter der Vordermänner, Seitenspiegel, Innenspiegel, Armaturenbrett, toter Winkel, und um das Autoradio oder die Heizung zu bedienen, findet die Hand die Knöpfe auch, ohne den Blick vom Verkehr abzuwenden. Was sind dagegen schon die paar weißen und schwarzen Tasten?
Und auch das Klavier hat meistens nur drei Pedale.
 
Dazu kommt, dass man sich auch beim Darübergleiten an den Schwarzen Tasten recht gut orientieren kann.
Das ist ebenfalls sehr hilfreich. Allerdings hat das bei mir erst funktioniert, als ich intervalle sicher greifen konnte ... so nach dem Motto "aha ... hier ist das Dis, dann ist die Quinte Fis-Cis also hier".
Und auch das Klavier hat meistens nur drei Pedale.
Meins hat nur zwei (Automatik).
Warum reagiere ich auf sowas? ... ich fahre nichtmal Auto.
 
Was sind dagegen schon die paar weißen und schwarzen Tasten?
Setz die Leute in ein Auto eines anderen Herstellers, und sie werden das eine Weile nicht mehr ganz so sicher schaffen.

Da hat das Klavier klare Vorteile, denn an dieser Aufteilung hat sich schon ziemlich lange nichts mehr geändert ... und man muss beim Klavierspiel nicht so auf den Verkehr, spielende Kinder oder swipende Smombies achten.
Besser ist das ... das Ding hat ja auch keine Airbags, Knautschzonen oder Sicherheitsgurte ... nichtmal ABS oder Spurassistenz.
 
  • #11
Setz die Leute in ein Auto eines anderen Herstellers, und sie werden das eine Weile nicht mehr ganz so sicher schaffen.
So etwas kann sich nur ein Nichtautofahrer ausdenken.

Was passiert denn in der "Weile" nach dem Umstieg auf ein anderes Fabrikat - ein Blutbad?

CW
 
  • #12
Was passiert denn in der "Weile" nach dem Umstieg auf ein anderes Fabrikat - ein Blutbad?
In der Weile kommen Fragen ans Tankstellenpersonal.
Natürlich nicht oft ... es gibt offensichtlich noch immer Menschen, die sich mit den Besonderheiten ihres neuesten Spielzeugs eingehend beschäftigen.

Ich fahre zwar nicht selbst Auto, habe jobbedingt aber recht viel Kontakt zu Autofahrern.
 
  • #13
In Ermangelung eines eigenen Autos fahre ich regelmäßig unterschiedliche Carsharing-Autos. Bisher bin ich noch mit jedem davon auf Anhieb zurechtgekommen. Immer war das Gas- bzw. Strompedal rechts, die Bremse links und das Lenkrad direkt vor mir. Meine Vermutung ist, dass das auch bei mir bisher unbekannten Autos nicht viel anders sein wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: abschweb, hasenbein, Cheval blanc und eine weitere Person
  • #14
Ich habe allerdings fast einmal ein Blutbad angerichtet; mit dem Leihwagen losgefahren, Radio steht auf superlaut Kommerz, beim Versuch das am Touchscreen auszustellen die Heizung im Hochsommer auf Höchstleistung gestellt, um dann über die rote Ampel zu fahren, die hinter dem Laster nicht rechtzeitig zu sehen war.
Zum Thema:
Ich glaube es ist wichtig, wenn man schaut, nicht aufzuhören weiterhin auch zu spüren.
Was ich immer wieder ein wenig herausfordernd finde, ist der Wechsel vom Blick auf die Noten zum Blick auf die Tasten (auch beim mentalen Üben).
 
  • Like
Reaktionen: Janka
  • #15
@mick
Bei den grundlegenden Bedienelementen gibt es ja auch Standards, auf die man sich verlassen kann.
immer war das Gas- bzw. Strompedal rechts, die Bremse links
Immer nur Automatik gefahren?
 
  • #17
Mit einem Auto, das ich nicht kenne, fahre ich persönlich erst los, wenn ich die wichtigsten Bedienelemente ausfindig gemacht habe. Wenn das fünf Minuten dauert, so what.

Was die Tasten und ihre Abstände angeht, ist es wie so vieles einfach Übungssache. Und eine Mischung aus allem: ab und zu hingucken, fühlen, "wissen" (das ist der Oktavabstand, das sind Quinten etc.).

Beim Akkordeon z.B. kannste gar nicht wirklich hinschauen.

Beim Orgelpedal geht das auch nicht immer. Man übt also durchaus, sich ohne Gucken zurechtzufinden.
 
  • Like
Reaktionen: Stilblüte und Robinson
  • #19
Ging mir eher um Lüftung, Scheibenwischer, Licht... Das, was bei jedem Auto irgendwie anders platziert ist (und trotzdem ähnlich).
Auch den Lautstärkeregler vom Radio suche ich nicht erst während der Fahrt wie ein Vorschreiber es beschrieb.

Aber es ist doch schön, hier von Menschen zu lesen, die

sind.
 
  • #20
Nee, mache ich sonst natürlich auch nicht, war aber in der Situation stressüberflutet weil die Werkstatt in der Frühe erst mein Auto suchen musste, um festzustellen, dass es noch nicht fertig war und für das Ersatzauto dann natürlich noch der gesamte Papierkram neu ausgefüllt werden musste...
 

Ähnliche Themen


Affiliate Link
Image-Line
FL Studio Producer Edition
199 €
Jetzt kaufen
Zurück
Oben Unten