Tadaa, c'est moi

Dieses Thema im Forum "Vorstellungsrunde" wurde erstellt von Theresa, 22. Juni 2006.

  1. Theresa
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    Theresa

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    So, eben hab ich erst gesehen, dass man sich hier vorstellen kann/sollte/darf. Gut, ich heiße Theresa, 19 Jährchen alt oder jung, wie mans nimmt und komm aus Frankfurt/M.
    Klavier spiele ich seit etwa 7 Jahren, allerdings hat mich erst seit dem letzten halben Jahr die wahre Lust am Spielen überkommen und nun spiel ich jeden Tag, vielleicht kann man das sogar "üben" nennen, wow, früher hab ich bloß schnell, kurz bevor ich Unterricht hatte, "geübt" ;)
    Ich weiß nun auch, dass es echt schwer ist, die richtige Lehrerin zu finden, da ich schon 3 mal gewechselt hab. Seit letztem Jahr habe ich also meine ukrainische Natalia, die total toll ist und mich spielen lässt, was ich mag.
    Leider leider leider kann ich selbst immernoch nicht improvisieren, sprich einfach drauflos spielen, was mir in den Kopf kommt, ich klebe förmlich nur an den Noten. Wobei: Meistens artet es in auswendig-spielen-und-nich-aufs-Notenblatt-gucken aus. Deshalb hab ich auch schon totaaal viele Stücke wieder verlernt und es ist mühselig, sie mir wieder selbst beizubringen *argh*
    Im Großen und Ganzen steh ich echt auf Klassik, z.Zt. hab ich ne Chopin/Brahms/Beethoven-Phase. Mal sehen, was danach kommt. Des weiteren find ich Yann Tiersens Kompositionen toll.
    Überaus traurig finde ich, dass immer weniger junge Leute (zumindest meinem Eindruck nach) sich mit Klassik beschäftigen geschweige denn ein klassisches Instrument spielen. Schade! Deshalb ist es auch immer so Heuhaufen+Nadel-mäßig (ihr wisst schon..) jemanden in seiner Umgebung zu finden, der in dem Punkt die gleichen Interessen teilt und mal Bock hat, seine grauen kulturellen Zellen aufzupolieren. Immer nur Kino, Party, Smalltalk und Oberflächlichkeiten hängen mir teilweise echt zum Hals raus.
    Nunja, da ich egtl keinen Roman schreiben wollte, wärs das erstmal.

    Einen sonnigen Tag wünscht Tessi.
     
  2. Elio
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    Elio

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    Hey, wer ist das denn? Die Theresa ;) Schön, dass Du nun hier dabei bist!
    Elio
     
  3. konstantin
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    konstantin Guest

    Hallo Tessi
    das ist schön!
    OH JA! vom lehrer hängt (fast) alles ab - die motivation, das können. freut mich, dass du "die richtige" gefunden hast ;)
    das kommt auch nicht von heute auf morgen. je nachdem, in welchem stil du improvisieren möchtest (klassisch, jazz, "pop",...), gehört eine solide technik, theoretisches wissen (kadenzen, funktionale theorie etc...) und v.a. eine riesenerfahrung an bereits gespielten stücken dazu. schließlich lernt man ja irgendwie doch das meiste vom "abgucken", also z.b. bestimmte begleitmuster (du sagtest, du hast eine chopin-phase? da gibt es doch ganz oft diese gebrochenen harmonien als begleitung, siehe z.b. nocturnes, sonaten, klavkonzerte),
    techniken usw.
    bingo! dito! was soll ich sagen - meine worte :!:
    dankeschön, dir auch und willkommen :)
     
  4. konstantin
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    konstantin Guest

    btw. interessantes motto:
    :wink:
     
  5. Theresa
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    Theresa

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    Hach, das ist ja nett, wie herzlich und schnell man hier aufgenommen wird =)
    @konstantin: Die Chopin-Sache betrifft im Moment nur das Hören ;) praktisch quäle ich mich gerade (nein,ok es macht schon Spaß) mit ner 11seiten Beethovensonate und nebenbei nochmal die komplette für elise auffrischen und von Yann Tiersen "La Démarche" (falls es jemand kennt...). Jo, und von Chopin hör ich halt dauernd die nocturnes rauf und runter, nur spielen tu ich sie (noch) nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
    Und nochmal zum Improvisieren: mir sagte eben jemand, der auch sehr sehr schön Klavier spielt, dass ich nicht starr auf irgendwelche techniken setzen soll, sondern einfach bei leichten Tonarten anfangen soll, Melodien zu spielen, die mir einfallen. Lustig, lustig, ich brauch ja erstmal ne Melodie im Kopf ^^ Ach, gibts denn keine improvisations-Trainer :( ;)
     
  6. Peter
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    Peter Bechsteinfan Mod

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    Willkommen Tessi. :)
    Ich verstehe Improvisieren als die Kunst, in Echtzeit zu komponieren. Versuche es also doch erst mal mit Komponieren? Und vor Allem, was Konstantin schrieb: Viele viele Stücke hören, spielen und verstehen.
    Leichte Stücke, die Du bereits kannst, ein wenig zu variieren, wäre auch noch eine Idee. So könntest Du bei Elise z.B. einfach einen neuen Mittelteil improvisieren.
     
  7. Elio
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    Elio

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    Hi Tessi,

    ich kann bestätigen was Peter sagt. Dadurch, dass ich viel Musik höre, darunter viel Jazz und Klassik, sowie in allen Tonarten immer versuche, alles mögliche vom Blatt zu spielen, bekommt man langsam ein Gefühl für Tonarten und für Akkordfolgen etc. Und manchmal wenn ich versuche, etwas nachzuspielen, ergibt sich der nächste Ton von selbst in den Fingern, ohne, dass man ihn suchen muss. Ich meine nicht durch ein gutes Gehör, sondern einfach durch Erfahrung! Ein gutes Gehör (gibt da auch ein Gehörbildungskurs irgendwo zum Runterladen) ist sicher auch hilfreich.

    Elio

    P.S. Ich hab Dir ja gesagt, dass hier alle sooooooooo nett sind :)
     
  8. no peil
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    no peil

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  9. konstantin
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    konstantin Guest

    bei diesem satz wird man doch schon skeptisch, oder? :wink:
     
  10. no peil
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    no peil

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    Ne nee hier wie Überall gilt:
    "Trusssst in me, jussssst in me, close your eyes, trusssst in me"
    Und die Melodie dazu gibts als Jazz Standard.

    no peil
     
  11. Elio
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    Elio

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    Das ist "Trust in me" mir gefällts von Holly Cole sehr gut ;)
    Noch besser "Calling You" auf dieser CD:

    [​IMG]
     
  12. Theresa
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    Theresa

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    Tjaa, das ist halt so ne Sache mit dem Improvisieren. Wenn man so vorgehen soll, wie du es sagst @no peil, brauch man ja unendlich viel Geduld, ist ne sinnvolle Methode, sich da ranzu"tasten" (ha-ha, welch flaches Wortspiel) mit dem Ton-für-Ton-System, aber dazu müsste ich erstmal gaanz viel Zeit haben, dann wie du schon sagtest: ungestört sein, sprich Familie ausm Wohnzimmer rausschmeißen und eben, ganz wichtig wie gerade schon erwähnt- die Geduld mitbringen. Und gerade DAS ist wohl mein schwierigstes Problem an der Sache ^^ wenn nämlich was nicht hinhaut, auch nach mehreren Versuchen, werde ich "leicht" nervös und ungeduldig und verliere die Lust. Das muss ich mir dann wohl antrainieren, wird schon klappen.
    Was mich grade viel mehr stört ist diese schwüle Hitze hier im Zimmer, aber das nur nebenbei.
    Wie dem auch sei, ich werde fleißig üben, bis mir mein kleiner Finger wieder weh tut und dann werde auch ICH mal irgendwann einfach drauf losspielen können, nach Lust und Laune. :-D
     
  13. babajaga
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    babajaga

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    hallo theresa,
    jaja, immer das mit der geduld. das hört man irgendwie viel zu oft im leben,nich wahr?? :lol:
    vielleicht hilft dir ja eine von meinen erfahrungen weiter, probiers aus:

    1. ich nehme mir irgend ein auskomponiertes stück, möglichst keine klassik, sondern eher was aus diesen standard-büchern. pop oder blues oder so... und harmonisch nicht zu kompliziert. das spiele ich bis ich's intus habe und fange dann an, die melodienoten ein klein wenig zu verändern. das kann mit weglassen und rhythmus-verschieben losgehen. irgendwann passierts dann, dass ich einzelne take weglasse oder wiederhole, je nachdem wie meine melodie sich entwickelt. eigentlich nehme ich das stück dann nur noch als leitfaden, die akkorde wie sie dastehen als vorschläge und bastel ringsrum.
    ist das verständlich, was ich meine?
    es ist ein mittelding zwischen "an den noten kleben" und frei improvisieren und so habe ich zumindest angefangen. ist einfacher als gleich frei spielen zu wollen. dass weit und breit keiner zuhört war, natürlich immer grundvorraussetzung.. :lol:

    2. ich nehme einen alten kirchenkanon o.ä. und fange nach und nach an, rhythmus drunter zu legen und zu verändern. dann entwickelt sich auch die melodie weiter.. (aus der not geboren, weils in der fremde mal ein klavier und nur kirchenlieder gab...)

    3. ich spiele die akkorde irgendeines liedes/stückes nach und dazu immer brav im dreiklang bleibend, melodienoten. und wenn das anfängt zu laufen bastel ich zwischentöne rein. das klingt am anfang noch brav, aber dann kann man ja mutiger werden. was klingt und was nicht, merkt man dann schon.. :lol: